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Catwalk

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Definition und Überblick

Ein Catwalk – im Deutschen auch als Katzenlaufsteg, Katzenbrücke oder Klettersteg bezeichnet – ist ein an der Wand montiertes Laufelement für Katzen. Es handelt sich um schmale Bretter, Planken oder Stegkonstruktionen, die in unterschiedlichen Höhen und Anordnungen an Wänden befestigt werden und Katzen zusätzliche Lauf-, Kletter- und Ruheflächen bieten. Der Catwalk erweitert den nutzbaren Lebensraum einer Wohnung in die Vertikale und kommt damit dem natürlichen Bewegungs- und Kletterbedürfnis von Katzen entgegen.

Catwalks gehören zur Kategorie der Wandmöbel für Katzen und werden häufig mit weiteren Elementen wie Wandregalen, Hängematten, Kletterstufen und Wandhöhlen zu einem kompletten Kletterwandsystem kombiniert. Sie stellen eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative zum klassischen Kratzbaum dar, besonders in kleineren Wohnungen, in denen die Bodenfläche begrenzt ist.

Warum Katzen erhöhte Laufwege brauchen

Katzen sind von Natur aus Kletterer und Beobachter. In freier Wildbahn nutzen sie Bäume, Mauern und Zäune als erhöhte Aussichtspunkte, um ihr Revier zu überblicken und potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen. Diese Vorliebe für die Höhe ist tief im Verhalten aller Hauskatzen verankert – unabhängig davon, ob es sich um Freigänger oder reine Wohnungskatzen handelt.

Ein Catwalk bedient mehrere Grundbedürfnisse gleichzeitig:

  • Sicherheitsbedürfnis: Erhöhte Positionen vermitteln Katzen ein Gefühl von Kontrolle und Sicherheit. Von oben lässt sich das gesamte Geschehen im Raum überblicken.
  • Bewegungsdrang: Gerade Wohnungskatzen leiden häufig unter Bewegungsmangel. Horizontale und schräge Laufstege animieren zum Klettern, Springen und Balancieren.
  • Revierstrukturierung: In Mehrkatzenhaushalten ermöglichen Catwalks den Tieren, sich auf verschiedenen Ebenen aufzuhalten und einander auszuweichen. Das reduziert Konflikte und Stress.
  • Mentale Stimulation: Das Erkunden neuer Wege und das Planen von Sprüngen fordern die Katze geistig und beugen Langeweile vor.

Materialien und Bauformen

Catwalks werden aus unterschiedlichen Materialien gefertigt. Am häufigsten kommen Massivholz, MDF-Platten, Multiplex-Birkenholz und Metall zum Einsatz. Die Oberflächen sind entweder naturbelassen, lackiert oder mit Stoff, Sisal, Kork oder Teppich bezogen. Ein rutschfester Belag ist besonders bei glatten Holz- oder Metalloberflächen empfehlenswert, damit die Katze sicheren Halt findet.

Hinsichtlich der Bauform lassen sich mehrere Varianten unterscheiden:

  • Gerade Laufbretter: Einfache, horizontale Bretter in Längen zwischen 50 und 120 cm. Sie bilden das Grundelement der meisten Systeme.
  • Eckbretter und Kurvenelemente: Speziell geformte Stege, die um Ecken geführt werden oder geschwungene Verläufe ermöglichen.
  • Hängebrücken: Flexible Seilbrücken oder stoffbespannte Stege, die zwischen zwei festen Punkten aufgehängt werden. Sie schwingen leicht und bieten der Katze ein zusätzliches Balancier-Erlebnis.
  • Leitern und Rampen: Schräg montierte Aufstiegshilfen, die den Zugang zu höher gelegenen Ebenen erleichtern.
  • Modulare Systeme: Einzelne Elemente verschiedener Hersteller, die sich frei miteinander kombinieren lassen und so individuelle Parcours ergeben.

Montage und Sicherheit

Die sichere Wandmontage ist der entscheidende Faktor bei jedem Catwalk. Die Befestigungselemente müssen das Gewicht der Katze inklusive der dynamischen Kräfte beim Aufspringen und Abspringen zuverlässig tragen. Als Faustregel gilt, dass jedes einzelne Brett mindestens das Dreifache des Körpergewichts der schwersten Katze im Haushalt aushalten sollte.

Folgende Punkte sind bei der Montage zu beachten:

  • Die Wandbeschaffenheit bestimmt die Wahl der Dübel und Schrauben. Beton und Mauerwerk erfordern andere Befestigungsmittel als Gipskartonwände, bei denen spezielle Hohlraumdübel oder eine Verschraubung direkt in den Ständern der Unterkonstruktion nötig ist.
  • Die Breite der Laufbretter sollte mindestens 15 bis 20 cm betragen, damit die Katze sicher darauf laufen und sich auch einmal hinlegen kann. Für größere Rassen wie Maine Coon oder Norwegische Waldkatze empfehlen sich Breiten von 25 cm oder mehr.
  • Abstände zwischen einzelnen Elementen sollten so bemessen sein, dass die Katze sie bequem mit einem Sprung überbrücken kann – in der Regel zwischen 30 und 60 cm, abhängig von Alter, Gesundheitszustand und Sprungkraft des Tieres.
  • Scharfe Kanten und hervorstehende Schrauben sind zu vermeiden oder abzudecken, um Verletzungen auszuschließen.

Planung und Gestaltung

Ein gut durchdachter Catwalk orientiert sich an den Bedürfnissen der Katze und den räumlichen Gegebenheiten. Idealerweise beginnt der Parcours auf Bodenniveau oder an einem bestehenden Möbelstück – etwa einer Kommode oder einem Kratzbaum – und führt in mehreren Etappen nach oben. Sackgassen sollten vermieden werden: Die Katze benötigt stets einen alternativen Weg, um eine Position zu verlassen, ohne auf denselben Pfad zurückkehren zu müssen. Das ist in Mehrkatzenhaushalten besonders relevant, da rangniedere Tiere sonst in die Enge getrieben werden können.

Ruheplätze in Form breiterer Plattformen oder gepolsterter Liegeflächen lockern den Parcours auf und laden zum Verweilen ein