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Crested

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Rassen > Meerschweinchen- & Nagerrassen

Steckbrief

  • Herkunft: Nordamerika (USA/Kanada), ursprüngliche Vorfahren aus Südamerika
  • Rassestandard: Anerkannt u. a. durch den Bundesverband Deutscher Rassekaninchen- und Kleintierzüchter (BDK) sowie internationale Verbände wie die American Cavy Breeders Association (ACBA) und die British Cavy Council (BCC)
  • Größe: ca. 20–35 cm Körperlänge
  • Gewicht: 800–1.200 g (Böcke tendenziell schwerer als Weibchen)
  • Lebenserwartung: 5–8 Jahre bei artgerechter Haltung
  • Fell: Kurzes, glattes, dichtes Fell mit einer einzelnen Rosette (Krone/Crest) auf dem Kopf
  • Farben: Beim American Crested ausschließlich weiße Krone auf andersfarbigem Körper; beim English Crested (Self Crested) ist die Krone in der Körperfarbe gehalten. Alle anerkannten Meerschweinchenfarben sind zugelassen.

Herkunft & Geschichte

Die Abstammung des Crested-Meerschweinchens geht wie bei allen domestizierten Meerschweinchen auf das südamerikanische Wildmeerschweinchen (Cavia aperea) zurück, das von den Andenvölkern bereits vor mehreren Tausend Jahren als Nutztier gehalten wurde. Die Rasse Crested in ihrer heutigen Form wurde jedoch in Nordamerika gezüchtet und etabliert. In den 1960er- und 1970er-Jahren begannen engagierte Züchter in den USA und Kanada gezielt, Tiere mit einer einzelnen, symmetrisch geformten Kopfrosette zu selektieren und als eigenständige Rasse zu festigen.

Man unterscheidet heute zwei Hauptvarianten: Das American Crested, bei dem die Krone zwingend weiß sein muss und sich deutlich von der Körperfarbe abhebt, sowie das English Crested (auch Self Crested genannt), bei dem die Krone dieselbe Farbe wie der restliche Körper aufweist. Beide Varianten sind bei verschiedenen Zuchtverbänden als eigenständige Rassen anerkannt. In Deutschland führen sie der BDK und verschiedene Meerschweinchen-Zuchtvereine in ihren Rassestandards.

Aussehen & Rassemerkmale

Das markanteste Merkmal des Crested ist die einzelne Rosette auf der Stirn, die sogenannte Krone oder Crest. Diese Rosette sitzt mittig zwischen den Augen und den Ohren und soll möglichst rund, symmetrisch und mit einem klar definierten Mittelpunkt geformt sein. Ein gut ausgebildeter Crest ist das zentrale Bewertungskriterium auf Ausstellungen und bei der Zuchtbewertung.

Abgesehen von der Kopfrosette entspricht das Crested-Meerschweinchen im Körperbau dem Glatthaarmeerschweinchen. Der Körper ist kompakt, gedrungen und breit, mit einer kräftigen Schulterpartie und einer gut gerundeten Hinterhand. Der Kopf ist breit mit großen, ausdrucksvollen Augen und leicht hängenden, glatten Ohren. Das Fell am Körper ist kurz, glatt und dicht anliegend, ohne weitere Rosetten oder Wirbel. Jede zusätzliche Rosette am Körper gilt als Zuchtfehler.

Beim American Crested bildet die weiße Krone einen auffälligen Kontrast zur Körperfarbe, was dieser Variante ein besonders ansprechendes Erscheinungsbild verleiht. Beliebte Farbkombinationen sind ein goldener, schwarzer, roter oder schokoladenfarbener Körper mit weißer Krone. Das English Crested wirkt durch die einheitliche Farbe dezenter, die Krone wird hier vor allem durch ihre Struktur und Form sichtbar.

Charakter & Wesen

Crested-Meerschweinchen gelten als besonders freundlich, neugierig und zutraulich. Sie sind gesellige Tiere mit einem ausgeglichenen Temperament, das sie zu idealen Begleitern sowohl für erfahrene Halter als auch für Familien macht. Im Vergleich zu manch anderen Rassen werden Cresteds häufig als besonders verspielt und kontaktfreudig beschrieben – sie suchen aktiv die Nähe zum Menschen und reagieren aufmerksam auf Ansprache.

Wie alle Meerschweinchen sind Cresteds ausgesprochen soziale Tiere. Sie kommunizieren untereinander mit einem vielfältigen Repertoire an Lauten, von leisem Murmeln über aufgeregtes Quieken bis hin zu wachsamem Warngurren. Eine Einzelhaltung ist nicht artgerecht. Die Tiere brauchen mindestens einen Artgenossen, idealerweise leben sie in kleinen Gruppen.

Haltung & Pflege

Die Haltung des Crested-Meerschweinchens ist vergleichsweise unkompliziert und gerade für Einsteiger gut geeignet. Da das Fell kurz und glatt ist, hält sich der Aufwand für die Fellpflege in Grenzen. Ein wöchentliches Bürsten reicht in der Regel aus, um loses Fell zu entfernen und die Haut gesund zu halten. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst kann etwas häufigeres Bürsten sinnvoll sein.

Beim Gehege sollte auf ausreichend Platz geachtet werden. Als Mindestmaß gelten 0,5 Quadratmeter pro Tier, besser ist deutlich mehr. Ein geräumiges Gehege mit verschiedenen Ebenen, Versteckmöglichkeiten, Tunneln und Häuschen bietet die nötige Beschäftigung und verhindert Langeweile. Täglicher Auslauf in einem gesicherten Bereich – ob in der Wohnung oder im Sommer in einem geschützten Außengehege – ist für das Wohlbefinden der Tiere essenziell.

Die Krallen sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gekürzt werden. Auch die Ohren verdienen gelegentliche Aufmerksamkeit, um Verschmutzungen oder Milbenbefall frühzeitig zu erkennen.

Ernährung

Die Grundlage der Ernährung bildet hochwertiges Heu, das rund um die Uhr zur freien Verfügung stehen muss. Heu liefert die notwendigen Rohfasern für eine gesunde Verdauung und sorgt gleichzeitig für den wichtigen Zahnabrieb. Ergänzt wird der Spe