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Alaskan-malamute

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Rassen > Hunderassen – Nordische & Urtyp

Steckbrief

  • Herkunft: Alaska (USA), Volk der Mahlemut-Inuit
  • FCI-Gruppe: Gruppe 5 – Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 1 – Nordische Schlittenhunde (Nr. 243), ohne Arbeitsprüfung
  • Schulterhöhe: Rüden ca. 63,5 cm, Hündinnen ca. 58,5 cm
  • Gewicht: Rüden ca. 38 kg, Hündinnen ca. 34 kg
  • Lebenserwartung: 10–14 Jahre
  • Fell: Dichtes, doppelschichtiges Stockhaar mit dichter, öliger Unterwolle und harschem Deckhaar
  • Farben: Verschiedene Grautöne, Schwarz, Zobel, Rot – stets mit weißen Abzeichen an Bauch, Läufen, Pfoten und Gesichtsmaske. Einzig zulässige einfarbige Variante: reinweiß

Herkunft & Geschichte

Der Alaskan Malamute zählt zu den ältesten arktischen Schlittenhunderassen und trägt den Namen des Inuit-Stammes der Mahlemut, der im nordwestlichen Alaska an der Küste des Kotzebue-Sundes lebte. Dieses Volk züchtete über Jahrhunderte hinweg schwere, ausdauernde Hunde, die große Lasten über weite Strecken durch Schnee und Eis ziehen konnten. Anders als der leichtere Siberian Husky, der primär auf Geschwindigkeit selektiert wurde, stand beim Malamute stets die reine Zugkraft im Vordergrund.

Während des Goldrausches Ende des 19. Jahrhunderts gelangten zahlreiche Schlittenhunde nach Alaska. Durch unkontrollierte Kreuzungen mit importierten Rassen geriet der ursprüngliche Typ zeitweise in Gefahr. Erst engagierte Züchter wie Eva Seeley und Paul Voelker sicherten den Fortbestand der Rasse, indem sie gezielt auf den originalen Mahlemut-Typ zurückgriffen. 1935 erkannte der American Kennel Club (AKC) die Rasse offiziell an. Im Zweiten Weltkrieg wurden Alaskan Malamutes von der US-Armee als Such-, Rettungs- und Lasttiere in arktischen Regionen eingesetzt – ein Einsatz, der den Bestand jedoch erneut dezimierte. Die heutige Population geht im Wesentlichen auf wenige Zuchtlinien der Nachkriegszeit zurück. Die FCI führt den Alaskan Malamute seit 1963 in ihrem Rassestandard.

Aussehen & Rassemerkmale

Der Alaskan Malamute ist ein kraftvoller, kompakt gebauter Hund mit breitem Brustkorb, kräftiger Knochenstruktur und gut bemuskelten Läufen. Der Kopf ist breit mit einer ausgeprägten Stirnfurche, die Ohren mittelgroß, dreieckig und aufrecht stehend. Charakteristisch ist die dunkle Gesichtsmaske oder die sogenannte Kappe, oft ergänzt durch eine helle Blesse. Die mandelförmigen, braun gefärbten Augen verleihen dem Malamute einen aufmerksamen, freundlichen Ausdruck. Blaue Augen sind laut Rassestandard ein Ausschlussfehler.

Die buschige Rute wird über dem Rücken getragen und erinnert an einen wedelnden Federbusch. Das doppelte Fell mit seiner dichten, wolligen Unterwolle und dem groben, abstehenden Deckhaar bietet hervorragenden Schutz gegen extreme Kälte. Im Sommer verliert der Malamute seine Unterwolle fast vollständig – der Fellwechsel ist intensiv und erstreckt sich über mehrere Wochen.

Charakter & Wesen

Trotz seiner imposanten Erscheinung ist der Alaskan Malamute ein ausgesprochen freundlicher, menschenbezogener Hund. Er zeigt eine tiefe Bindung an seine Familie und ist Kindern gegenüber in der Regel geduldig und sanftmütig. Als Wachhund taugt er allerdings wenig: Die meisten Malamutes begrüßen Fremde mit derselben Begeisterung wie ihre Bezugspersonen.

Gleichzeitig handelt es sich um einen eigenständigen, bisweilen sturen Hund mit hoher Intelligenz. Der Malamute denkt mit und entscheidet gelegentlich selbst, ob ein Kommando der Situation angemessen ist. Diese Eigenschaft geht auf seine Abstammung als Arbeitshund zurück, der in lebensbedrohlichen Situationen selbständig handeln musste. Konsequente, aber geduldige Erziehung ohne Härte ist daher unerlässlich. Unterwürfigen Gehorsam wird man von dieser Rasse nicht erlangen – wohl aber eine verlässliche Partnerschaft auf Augenhöhe.

Gegenüber anderen Hunden kann der Malamute, vor allem bei gleichgeschlechtlichen Tieren, dominant auftreten. Auch sein ausgeprägter Jagdtrieb sollte nicht unterschätzt werden. Eine frühe, gründliche Sozialisierung ist deshalb von großer Bedeutung.

Haltung & Pflege

Der Alaskan Malamute ist kein Wohnungshund. Er braucht Platz, Bewegung und eine sinnvolle Beschäftigung. Ideal ist ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten. Täglicher Auslauf von mindestens zwei Stunden ist Pflicht – besser mehr. Geeignete Beschäftigungsformen sind Zughundesport (Canicross, Bikejöring, Schlittensport), Wanderungen mit Rucksack oder Schwimmen. Rein geistige Auslastung reicht bei diesem Arbeitshund nicht aus.

Die Fellpflege ist während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst aufwendig: Tägliches, gründliches Bürsten mit einer Unterwoollbürste ist dann nötig, um lose Haare zu entfernen und Verfilzungen zu verhindern. Außerhalb des Fellwechsels genügt ein- bis zweimaliges Bürsten pro Woche. Gebadet werden sollte der Malamute nur selten, da sein Fell über eine natürliche Schutzschicht verfügt. Krallen, Ohren und Zähne sollten regelmäßig kontrolliert werden.

Hitze verträgt der Malamute aufgrund seines dichten Fells schlecht. In warmen Sommermonaten sollten Aktivitäten in die kühlen Morgen- und Abendstunden verlegt werden. Schattenplätze und frisches Wasser müssen jederzeit zur Verfügung stehen.

Ernährung

Der Alaskan Malam