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Chow-chow

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Rassen > Hunderassen – Nordische & Urtyp

Steckbrief

  • Herkunft: China
  • FCI-Gruppe: Gruppe 5 – Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 5: Asiatische Spitze und verwandte Rassen (Nr. 205)
  • Größe: Rüden 48–56 cm, Hündinnen 46–51 cm
  • Gewicht: 25–32 kg (Rüden), 20–27 kg (Hündinnen)
  • Lebenserwartung: 9–15 Jahre
  • Fell: Zwei Varianten – Langhaar (üppig, abstehend, mit dichter Unterwolle) und Kurzhaar (plüschartig, dicht); Farben: einfarbig in Rot, Schwarz, Blau, Rehfarben (Fawn), Creme und Weiß

Herkunft & Geschichte

Der Chow Chow zählt zu den ältesten Hunderassen der Welt. Genetische Untersuchungen belegen, dass seine Abstammung auf die frühesten domestizierten Hunde Ostasiens zurückgeht. In China wurde er über Jahrtausende als vielseitiger Gebrauchshund eingesetzt – als Wachhund für Tempel und Höfe, als Zughund, als Jagdbegleiter für Großwild und leider auch als Fleischlieferant. In der Mandschurei und der Mongolei schätzte man ihn besonders für seine Ausdauer und Wachsamkeit.

Erste Erwähnungen in europäischen Quellen stammen aus dem 18. Jahrhundert, als britische Handelsreisende die Rasse aus dem Fernen Osten mitbrachten. Der Name „Chow Chow" geht vermutlich auf den Pidgin-English-Ausdruck „chow chow" zurück, der als Sammelbegriff für allerlei Handelswaren aus China verwendet wurde. In England begann die systematische Zucht Ende des 19. Jahrhunderts. Queen Victoria erhielt 1865 einen Chow Chow als Geschenk, was das Interesse an der Rasse in der britischen Oberschicht erheblich steigerte. Der erste Rassestandard wurde 1895 vom Chow Chow Club in Großbritannien aufgestellt. Die FCI erkennt den Standard unter britischem Patronat an.

Aussehen & Rassemerkmale

Der Chow Chow ist ein kompakt gebauter, kräftiger Hund mit quadratischem Körperbau und aufrechter, stolzer Haltung. Sein Erscheinungsbild erinnert an einen kleinen Löwen – nicht zuletzt wegen der mächtigen Mähne, die Kopf und Hals der Langhaar-Variante umrahmt. Der breite, flache Schädel und die kurze, breite Schnauze verleihen ihm einen markanten Gesichtsausdruck, der oft als würdevoll und distanziert beschrieben wird.

Zwei Merkmale machen den Chow Chow unverwechselbar: Seine Zunge und sein Gaumen sind blauschwarz gefärbt – ein Kennzeichen, das in dieser Ausprägung bei keiner anderen Hunderasse vorkommt. Dazu kommt sein typischer, steifer Gang auf den auffallend geraden Hinterläufen, die kaum Winkelung im Sprunggelenk aufweisen. Die kleinen, dreieckigen Ohren stehen aufrecht und sind leicht nach vorne geneigt. Die dicht behaarte Rute wird über dem Rücken getragen.

Die Kurzhaar-Variante, auch „Smooth Chow" genannt, ist deutlich seltener. Ihr Fell ist dicht, plüschartig und steht vom Körper ab, ohne die ausgeprägte Mähne der Langhaar-Variante. Beide Varianten besitzen eine extrem dichte, wollige Unterwolle.

Charakter & Wesen

Wer einen anhänglichen, ständig um Aufmerksamkeit bettelnden Hund sucht, wird mit dem Chow Chow nicht glücklich. Diese Rasse besitzt ein ausgesprochen eigenständiges, fast katzenartiges Wesen. Chow Chows sind ruhig, würdevoll und in sich ruhend. Sie binden sich intensiv an eine oder wenige Bezugspersonen, denen gegenüber sie sich treu und loyal verhalten – überschwängliche Zuneigungsbekundungen gegenüber Fremden sind jedoch nicht zu erwarten.

Fremden gegenüber verhält sich der Chow Chow reserviert bis misstrauisch. Diese natürliche Wachsamkeit macht ihn zu einem hervorragenden Wachhund, der sein Territorium zuverlässig anzeigt, ohne zu übermäßigem Bellen zu neigen. Aggressivität gehört bei gut sozialisierten Exemplaren nicht zum Rassetypus, wohl aber eine gewisse Sturheit. Befehle werden nicht blind ausgeführt – der Chow Chow entscheidet durchaus selbst, ob er einer Aufforderung nachkommen möchte.

Gegenüber anderen Hunden kann der Chow Chow dominant auftreten, insbesondere gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen. Eine frühe und konsequente Sozialisation im Welpenalter ist daher unerlässlich.

Haltung & Pflege

Der Chow Chow ist kein Hund für sportliche Höchstleistungen. Sein Bewegungsdrang ist moderat – regelmäßige Spaziergänge von insgesamt ein bis zwei Stunden täglich genügen, um ihn körperlich und geistig auszulasten. Hitze verträgt er aufgrund seines dichten Fells schlecht. Im Sommer sollte der Auslauf auf die kühleren Tageszeiten verlegt werden.

Die Fellpflege ist bei der Langhaar-Variante aufwendig. Mindestens zwei- bis dreimal wöchentlich muss das Fell gründlich durchgebürstet werden, um Verfilzungen zu vermeiden und die lose Unterwolle zu entfernen. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst ist tägliches Bürsten notwendig. Die Kurzhaar-Variante ist pflegeleichter, verliert aber ebenfalls beträchtliche Mengen an Unterwolle. Augen, Ohren und Lefzen sollten regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden.

Erziehung gelingt beim Chow Chow nur mit Geduld, Konsequenz und gegenseitigem Respekt. Harter Drill oder übertriebener Druck führen bei dieser Rasse zu Verweigerung. Positive Verstärkung und eine ruhige, souveräne Führung sind der Schlüssel. Klassische Unterordnungsübungen, wie sie im Hundesport üblich sind, entsprechen selten seinem Naturell.

Ernährung

Der Chow Chow neigt bei mangelnder Bewegung zu Übergewicht. Eine bedarfsgerechte Ernährung mit hochwertigem Protein und modera