Bisamente
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Steckbrief
- Wissenschaftlicher Name: Anas membranacea – Hinweis: Die Bisamente ist keine eigenständige, in der modernen Systematik anerkannte Art. Der volkstümliche Name „Bisamente" (auch „Bisamente") wurde historisch für die Moschusente (Cairina moschata) verwendet, gelegentlich auch für Kreuzungen zwischen Moschus- und Hausente. Der folgende Artikel behandelt die Moschusente als Grundlage dieses Namens.
- Wissenschaftlicher Name: Cairina moschata
- Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
- Familie: Entenvögel (Anatidae)
- Gattung: Cairina
- Lebensraum: Tropische und subtropische Süßgewässer, Feuchtgebiete, Mangroven
- Größe: 66–84 cm (Erpel deutlich größer als Enten)
- Gewicht: Weibchen 1,1–1,5 kg; Männchen 2,0–4,0 kg (domestizierte Formen deutlich schwerer)
- Lebenserwartung: 8–12 Jahre in freier Wildbahn, in Gefangenschaft bis 20 Jahre
Aussehen & Merkmale
Die Bisamente, also die Moschusente in ihrer Wildform, ist eine große, kräftig gebaute Ente mit auffälligem Geschlechtsdimorphismus. Das Gefieder der Wildform ist überwiegend schwarz mit einem grünlich-violetten Metallglanz an Rücken und Flügeldecken. Auf den Oberflügeln befinden sich große weiße Flügelflecken, die im Flug gut sichtbar sind. Der Schwanz ist relativ lang und breit.
Das auffälligste Merkmal im Gesicht sind die nackten, warzigen Hautpartien rund um die Augen und an der Schnabelbasis. Beim Erpel sind diese karunkeln – so der Fachbegriff für die fleischigen Wucherungen – deutlich stärker ausgeprägt und leuchtend rot gefärbt. Der Schnabel selbst ist kräftig, bei der Wildform schwarz mit rosafarbenen oder hellen Flecken. Die Füße sind mit Schwimmhäuten versehen, die Krallen im Vergleich zu anderen Entenarten allerdings kräftiger und gebogener – eine Anpassung an das Sitzen auf Ästen und in Baumhöhlen.
Domestizierte Bisamente zeigen ein breites Farbspektrum von reinweiß über gescheckt bis hin zu braunen und blauen Farbschlägen. Die Zuchtformen erreichen ein deutlich höheres Körpergewicht als ihre wilden Verwandten: Erpel können bis zu 6 kg schwer werden.
Lebensraum & Verbreitung
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Wildform erstreckt sich vom nördlichen Mexiko über Mittelamerika bis in das tropische Südamerika, einschließlich Argentinien und Uruguay. Als Habitat bevorzugt die Art bewaldete Süßgewässer wie Flüsse, Seen, Lagunen und sumpfige Tieflandgebiete. Auch in Mangroven und an Küstenlagunen tritt sie auf. Entscheidend für die Ansiedlung ist das Vorhandensein großer Bäume in Gewässernähe, da die Bisamente – anders als die meisten Enten – regelmäßig in Baumhöhlen brütet und auf Ästen rastet.
Durch Domestikation ist die Bisamente weltweit verbreitet. Verwilderte Populationen existieren in Teilen Nordamerikas, Europas, Australiens und Neuseelands. In einigen Regionen gelten diese verwilderten Bestände als Neozoen, da sie mit einheimischen Wasservögeln um Nahrung und Brutplätze konkurrieren können.
Ernährung
Die Bisamente ist ein Allesfresser mit einem breiten Nahrungsspektrum. Pflanzliche Kost umfasst Wasserpflanzen, Samen, Gräser, Wurzeln und Früchte. Tierische Nahrung besteht aus Insekten und deren Larven, Würmern, kleinen Fischen, Krebstieren und Schnecken. Die Nahrungsaufnahme erfolgt sowohl gründelnd im flachen Wasser als auch an Land, wo die Tiere nach Wirbellosen suchen. Im Vergleich zu Schwimmenten wie der Stockente (Anas platyrhynchos) verbringt die Bisamente einen höheren Anteil ihrer Nahrungssuche an Land.
Verhalten & Lebensweise
Die Bisamente ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, ruht tagsüber oft auf Bäumen oder an geschützten Uferstellen. Sie ist weniger gesellig als viele andere Entenvögel und lebt außerhalb der Brutzeit in kleinen, lockeren Gruppen. Große Schwärme bildet sie selten. Die Art ist standorttreu und zeigt kein ausgeprägtes Zugverhalten, was mit dem tropischen Klima ihres Herkunftsgebiets zusammenhängt.
Ein charakteristisches Merkmal der Bisamente ist ihre weitgehende Stimmlosigkeit. Während die meisten Entenarten durch lautes Schnattern und Quaken auffallen, gibt die Moschusente nur leise, zischende oder grunzende Laute von sich. Erpel verfügen über einen veränderten Syrinx (Stimmkopf), der keine lauten Rufe ermöglicht. Dieses Merkmal unterscheidet sie deutlich von der Stockente und anderen Gründelenten.
Im Flug wirkt die Bisamente schwerfällig, ist aber ein ausdauernder Flieger. Auf Bäumen sitzt sie sicher mithilfe ihrer kräftigen Krallen, was ihr den gelegentlichen Beinamen „Baumente" eingetragen hat.
Fortpflanzung & Aufzucht
Die Balz der Erpel ist im Vergleich zu anderen Entenarten wenig spektakulär. Männchen sträuben das Kopfgefieder, spreizen den Schwanz fächerförmig und führen wippende Kopfbewegungen aus. Aggressive Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Erpeln können heftig ausfallen und zu Verletzungen führen.
Die Bisamente brütet bevorzugt in Baumhöhlen, nimmt aber auch Nischen in Felsen, dichte Vegetation am Boden oder Nistkästen an. Das Gelege umfasst 8–16 Eier, die Brutdauer beträgt 33–35 Tage – deutlich länger als bei der Stockente (etwa 28 Tage). Nur