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Krickente

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Tierart – Vögel > Wasservögel – Enten

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Anas crecca
  • Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
  • Familie: Entenvögel (Anatidae)
  • Gattung: Eigentliche Enten (Anas)
  • Lebensraum: Flache Süßgewässer, Moore, Feuchtwiesen, Überschwemmungsflächen
  • Größe: 34–38 cm Körperlänge, Flügelspannweite 53–59 cm
  • Gewicht: 250–400 g
  • Lebenserwartung: 10–15 Jahre (in freier Wildbahn durchschnittlich deutlich kürzer)

Aussehen & Merkmale

Die Krickente ist die kleinste in Europa heimische Schwimmente und erreicht kaum die Größe einer Stadttaube. Der Geschlechtsdimorphismus ist im Prachtkleid des Erpels besonders ausgeprägt: Sein Kopf zeigt eine kastanienbraune Grundfärbung mit einem breiten, dunkelgrünen, metallisch schimmernden Augenstreif, der sich vom Auge bis zum Nacken erstreckt und von einer feinen, gelblich-weißen Linie eingefasst wird. Die Brust ist rahmfarben mit dunklen Flecken, die Flanken erscheinen fein grau gewellt. Am Hinterkörper fällt ein dreieckiger, rahmgelber Fleck neben den schwarzen Unterschwanzdecken auf.

Das Weibchen trägt ganzjährig ein unauffälliges, braun gesprenkeltes Gefieder, das eine hervorragende Tarnung im Uferbereich bietet. Bei beiden Geschlechtern zeigt der Flügelspiegel – der sogenannte Spiegel auf den Armfedern – ein leuchtend grünes, metallisch glänzendes Feld, das von weißen Rändern begrenzt wird. Dieser Spiegel ist im Flug eines der besten Erkennungsmerkmale. Der Schnabel ist dunkelgrau bis schwärzlich, die Beine graugrün. Im Schlichtkleid ähnelt der Erpel dem Weibchen, behält aber meist einen etwas kontrastreicheren Kopf.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Krickente erstreckt sich über die gesamte Paläarktis – von Island und Westeuropa ostwärts durch Sibirien bis nach Kamtschatka und Japan. In Nordamerika wird sie durch die nahe verwandte Amerikanische Krickente (Anas carolinensis) vertreten, die von manchen Taxonomen als Unterart geführt wird.

Als Bruthabitat bevorzugt die Krickente flache, nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Gewässer mit dichter Ufervegetation. Hochmoore, Waldtümpel, Bruchwälder und Feuchtwiesen gehören zu den typischen Biotopen. In Deutschland brütet sie vor allem in der Norddeutschen Tiefebene, in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in den Mittelgebirgslagen und im Alpenvorland kommen Brutvorkommen vor.

Ein Großteil der mittel- und nordeuropäischen Population ist Zugvogel. Die Überwinterungsgebiete liegen in West- und Südeuropa, im Mittelmeerraum und in Nordafrika. An milden Küstenstandorten, etwa an der Nordseeküste, überwintern jedoch auch regelmäßig Krickenten. Im Winter besiedeln sie neben Binnengewässern auch Flussmündungen, Wattflächen und flache Küstenlagunen.

Ernährung

Die Krickente ist eine Gründelente und sucht ihre Nahrung überwiegend an der Wasseroberfläche oder in seichtem Wasser, indem sie den Oberkörper eintaucht und mit dem Schnabel den Gewässergrund durchseiht. Ihre Nahrung setzt sich aus pflanzlichen und tierischen Bestandteilen zusammen. Im Sommerhalbjahr überwiegen Wirbellose wie Insektenlarven, Wasserflöhe, kleine Schnecken und Würmer. Im Herbst und Winter verschiebt sich das Nahrungsspektrum hin zu Sämereien von Seggen, Binsen und anderen Sumpfpflanzen sowie zu grünen Pflanzenteilen. In Wattgebieten nehmen überwinternde Krickenten auch kleine Krebstiere auf. Die Nahrungssuche erfolgt häufig in der Dämmerung und bei Nacht, wodurch die Art als teilweise nachtaktiv gilt.

Verhalten & Lebensweise

Krickenten sind gesellige Vögel, die sich außerhalb der Brutzeit in zum Teil großen Trupps zusammenfinden. An günstigen Rastplätzen können sich während des Zuges Ansammlungen von mehreren Tausend Individuen bilden. Der Flug ist schnell und wendig; die Vögel sind in der Lage, nahezu senkrecht von der Wasseroberfläche aufzusteigen – eine Eigenschaft, die unter Schwimmenten nicht selbstverständlich ist.

Der Ruf des Erpels ist ein charakteristisches, helles, zweisilbiges „krülük" oder „krick", das der Art ihren deutschen Namen eingetragen hat. Das Weibchen gibt ein hohes, schnelles Quaken von sich, das dem der Stockente ähnelt, aber deutlich leiser und höher klingt.

Gegenüber Artgenossen zeigt die Krickente ein breites Repertoire an Komfortverhalten und sozialen Interaktionen. Erpel verteidigen kein festes Revier, sondern begleiten das Weibchen und vertreiben Rivalen in unmittelbarer Nähe des Partners.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Balz der Krickente beginnt bereits im Winterquartier und setzt sich bis in die Brutgebiete fort. Die Balzrituale der Erpel umfassen Kopfnicken, ein Aufrichten des Körpers aus dem Wasser („Hochziehen") und das Zurückwerfen des Kopfes in den Nacken. Die Paarbindung hält in der Regel nur für eine Brutsaison.

Das Nest wird am Boden angelegt, meist gut versteckt in dichter Vegetation aus Gräsern, Seggen oder Heidekraut, oft in einiger Entfernung vom Gewässer. Das Weibchen polstert die Nestmulde mit Daunen aus dem eigenen Brustgefieder. Ein Gelege umfasst gewöhnlich 8 bis 11 Eier mit einer gelblich-grünlichen bis bräunlichen Schale. Die Brutdauer beträgt 21 bis 23 Tage. Nur das Weibchen brütet; der Erpel verlässt die Partnerin meist kurz nach Beginn der Be