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Burmilla-langhaar

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Steckbrief

  • Herkunft: Großbritannien
  • Rassestandard: GCCF, FIFé (als Variante der Burmilla/Asian-Gruppe); bei einigen Verbänden unter dem Namen „Tiffanie" geführt
  • Größe: Mittelgroß
  • Gewicht: Katze 3,5–5 kg, Kater 4,5–6,5 kg
  • Lebenserwartung: 12–16 Jahre
  • Fell: Halblanges, seidiges Fell mit feiner Unterwolle; auffälliger Silberschimmer (Tipping oder Shading)
  • Farben: Schwarz, Blau, Braun, Chocolate, Lilac, Rot, Creme – jeweils in Tipped oder Shaded; Silber- und Goldvarianten möglich

Herkunft & Geschichte

Die Burmilla Langhaar verdankt ihre Existenz einem Zufallswurf, der 1981 in Großbritannien die Katzenzucht nachhaltig beeinflusste. Baroness Miranda von Kirchberg kreuzte – ursprünglich ungeplant – eine Chinchilla-Perserkatze mit einem Burma-Kater. Die daraus hervorgegangenen Kitten zeigten ein auffällig silbrig schimmerndes, kurzes Fell und ein bestechendes Wesen, das Elemente beider Ausgangsrassen vereinte. Aus diesem Wurf entstand zunächst die kurzhaarige Burmilla, die rasch Anerkennung fand.

Da beide Elterntiere das Gen für langes Fell trugen – die Perserkatze als Langhaarrasse ohnehin, der Burma-Kater als möglicher Träger –, fielen in den Folgewürfen immer wieder langhaarige Varianten. Diese Tiere wurden in Großbritannien unter dem Namen Tiffanie bekannt und bilden die Grundlage dessen, was international als Burmilla Langhaar bezeichnet wird. Der Governing Council of the Cat Fancy (GCCF) erkannte die Rasse in den 1990er-Jahren offiziell an. Die FIFé ordnet sie in die Asian-Gruppe ein. Nicht alle Zuchtverbände weltweit führen die Burmilla Langhaar als eigenständige Rasse; in manchen Registern wird sie als Langhaar-Variante der Burmilla gelistet. Die Abstammung von Burma und Chinchilla-Perser ist jedoch bei allen Verbänden unstrittig und bildet den Kern des Zuchtprogramms.

Aussehen & Rassemerkmale

Die Burmilla Langhaar ist eine elegant gebaute, mittelgroße Katze mit harmonischen Proportionen. Der Körperbau zeigt sich muskulös, aber nicht derb – deutlich leichter als der einer Perserkatze, aber kompakter als der einer reinen Burma. Die Brust ist breit, die Beine mittellang mit ovalen Pfoten.

Der Kopf hat eine sanft gerundete Form mit mittellanger Nase, leicht ausgeprägtem Stopp und gut entwickeltem Kinn. Die großen, weit auseinander stehenden Augen sind eines der markantesten Merkmale: Sie variieren zwischen Grün, Gelbgrün und Bernstein und sind von einem dunklen Lidstrich umrandet, der dem Gesicht einen ausdrucksstarken, fast geschminkten Look verleiht.

Das halblange, seidige Fell liegt relativ dicht am Körper an und bildet weder die extreme Fülle des Perserfells noch die glatte Kürze der Burma. Typisch ist eine deutliche Halskrause sowie Federbüschel an Ohren und Pfoten. Der buschige Schwanz rundet das Erscheinungsbild ab. Das Fell zeigt den rassetypischen Tipping- oder Shading-Effekt: Die Haarspitzen sind pigmentiert, während die Haarbasis silbrig-weiß bleibt. Dadurch entsteht der charakteristische Schimmer, der die Rasse unverwechselbar macht.

Charakter & Wesen

Die Burmilla Langhaar vereint die besten Wesenseigenschaften ihrer beiden Ausgangsrassen. Von der Burma hat sie das gesellige, menschenbezogene Temperament geerbt, vom Chinchilla-Perser die gelassene Grundstimmung. Das Ergebnis ist eine Katze, die anhänglich und treu ist, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Diese Rasse zeigt sich verspielt und neugierig bis ins hohe Alter, ohne die fordernde Rastlosigkeit mancher Orientalen. Sie ist intelligent, lernt schnell und lässt sich gern auf interaktive Spiele ein. Gegenüber Fremden verhält sie sich zunächst zurückhaltend, taut aber recht zügig auf. Mit anderen Katzen und auch mit Hunden versteht sie sich in der Regel gut, vorausgesetzt, die Vergesellschaftung erfolgt behutsam.

Trotz ihres ruhigen Grundtemperaments verfügt die Burmilla Langhaar über eine gewisse Wachsamkeit. Sie beobachtet ihr Umfeld aufmerksam und reagiert sensibel auf Veränderungen in der häuslichen Routine.

Haltung & Pflege

Die Burmilla Langhaar eignet sich ausgezeichnet für die Wohnungshaltung, sofern genügend Beschäftigung und Klettermöglichkeiten geboten werden. Ein gesicherter Balkon oder ein eingezäunter Garten stellen eine willkommene Bereicherung dar, sind aber keine zwingende Voraussetzung. Wichtig ist ein Artgenosse: Diese soziale Rasse sollte nicht dauerhaft allein gehalten werden.

Die Fellpflege ist weniger aufwändig, als das halblange Fell vermuten lässt. Da die Unterwolle feiner und weniger dicht ist als beim Perser, neigt das Fell seltener zum Verfilzen. Dennoch empfiehlt sich ein gründliches Bürsten zwei- bis dreimal pro Woche, während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst am besten täglich. Augen und Ohren sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf sanft gereinigt werden.

Kratzbäume, Intelligenzspielzeug und tägliche Spieleinheiten halten die Burmilla Langhaar körperlich und geistig fit. Auch Clickertraining nimmt diese lernfreudige Katze oft begeistert an.

Ernährung

Die Burmilla Langhaar stellt keine außergewöhnlichen Anforderungen an ihre Ernährung. Wie jede Katze profitiert sie von einer hochwertigen, fleischbasierten Fütterung mit hohem Proteinanteil und geringem Getreidegehalt. Ob Nass- oder Trockenfutter oder