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Continental-bulldog

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Rassen > Hunderassen – Gesellschafts- & Begleithunde

Steckbrief

  • Herkunft: Schweiz
  • Anerkennung: Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG); von der FCI bislang nicht international anerkannt; geführt unter dem Standard der SKG
  • Verwendung: Gesellschafts- und Begleithund
  • Größe: Rüden 42–46 cm, Hündinnen 40–44 cm Widerristhöhe
  • Gewicht: Rüden 25–30 kg, Hündinnen 22–27 kg
  • Lebenserwartung: 12–14 Jahre
  • Fell: Kurz, glatt, anliegend, mit Unterwolle
  • Farben: Alle Bulldoggen-typischen Farben – von Fawn, Rot und Brindle bis hin zu verschiedenen Schattierungen mit oder ohne weiße Abzeichen; einfarbig Schwarz ohne Brand ist im Rassestandard nicht erwünscht

Herkunft & Geschichte

Der Continental Bulldog – unter Liebhabern häufig „Conti" genannt – ist eine vergleichsweise junge Rasse aus der Schweiz. Ihre Entstehung geht maßgeblich auf die Zürcher Züchterin Imelda Angehrn zurück, die ab den späten 1990er-Jahren gezielt nach einer gesünderen, sportlicheren Alternative zum English Bulldog suchte. Angehrn, die über Jahrzehnte Erfahrung in der Bulldoggenzucht verfügte, verpaarte ausgewählte English Bulldogs mit der Olde English Bulldogge, um eine Rasse zu schaffen, die das typische Bulldoggen-Erscheinungsbild behält, dabei aber frei von den gravierenden gesundheitlichen Einschränkungen sein sollte, die viele Vertreter der klassischen Englischen Bulldogge belasten.

Im Jahr 2004 wurde die Rasse von der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) offiziell anerkannt. Damit war der Continental Bulldog die erste in der Schweiz neu anerkannte Hunderasse seit weit über hundert Jahren. Ein eigener Zuchtverband – der Continental Bulldog Club Schweiz (CBCS) – betreut die Zucht nach klar definierten Richtlinien. Die Abstammung jedes Zuchttieres wird lückenlos dokumentiert, und strenge Gesundheitsuntersuchungen sind Pflicht, bevor ein Hund zur Zucht zugelassen wird. In Deutschland wird die Rasse über den Allgemeinen Continental Bulldog Club Deutschland (ACBCD) unter dem VDH betreut. Eine internationale FCI-Anerkennung steht noch aus, wird aber langfristig angestrebt.

Aussehen & Rassemerkmale

Der Continental Bulldog ist ein mittelgroßer, kompakter Hund mit athletischem Körperbau. Im Vergleich zum English Bulldog fallen sofort die längeren Beine, der weniger übertriebene Kopf und die deutlich freiere Nase auf. Der Fang ist zwar kurz, aber keinesfalls extrem verkürzt – die Nase steht klar über die Unterlippe hinaus, sodass eine ungehinderte Atmung gewährleistet ist.

Der Schädel ist breit und kräftig, zeigt jedoch keine extremen Faltenbildungen. Die Augen sind mittelgroß, dunkel und weit auseinander gesetzt. Die kleinen Rosenohren sitzen hoch am Kopf. Der Hals ist muskulös und geht in einen breiten, geraden Rücken über. Die Brust ist tief und breit, ohne dabei die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Die Rute ist mittellang, gerade oder leicht gebogen und wird nicht geringelt getragen.

Das kurze, glatte Fell liegt eng am Körper an und besitzt eine feine Unterwolle. Es schützt den Hund ausreichend bei gemäßigten Temperaturen, bietet aber keinen besonderen Schutz bei extremer Kälte.

Charakter & Wesen

Der Continental Bulldog besticht durch ein ausgeglichenes, freundliches und selbstsicheres Wesen. Er ist treu, menschenbezogen und baut eine enge Bindung zu seiner Familie auf. Trotz seiner ruhigen Grundhaltung zeigt er sich verspielt und unternehmungslustig – ganz ohne die Lethargie, die manchen übertypisieren Bulldoggenrassen nachgesagt wird.

Im Umgang mit Kindern erweist sich der Conti als geduldig und tolerant. Fremden gegenüber verhält er sich aufmerksam und durchaus wachsam, ohne dabei aggressiv oder übermäßig misstrauisch zu sein. Gegenüber anderen Hunden zeigt er sich in der Regel verträglich, sofern er gut sozialisiert wurde. Sein Dickschädel – im übertragenen Sinne durchaus rassetypisch – erfordert eine konsequente, aber liebevolle Erziehung. Wer mit Geduld und positiver Verstärkung arbeitet, wird mit einem kooperativen und angenehmen Begleiter belohnt.

Haltung & Pflege

Der Continental Bulldog eignet sich sowohl für die Haltung in einer Wohnung als auch für ein Haus mit Garten. Entscheidend ist, dass er ausreichend Auslauf und geistige Beschäftigung erhält. Täglich sollten mindestens ein bis zwei ausgiebige Spaziergänge auf dem Programm stehen. Der Conti begleitet seine Menschen gerne auf längeren Wanderungen und zeigt sich für seine Statur erstaunlich sportlich. Auch Nasenarbeit, leichtes Agility oder Tricktraining nimmt er begeistert an.

Die Fellpflege ist unkompliziert. Regelmäßiges Bürsten – etwa einmal pro Woche – genügt, um lose Haare zu entfernen und die Hautdurchblutung zu fördern. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst kann häufigeres Bürsten sinnvoll sein. Die Hautfalten im Gesicht, sofern vorhanden, sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gereinigt werden, um Entzündungen vorzubeugen. Augen, Ohren und Krallen verdienen ebenfalls routinemäßige Aufmerksamkeit.

Bei großer Hitze sollte der Hund geschont werden. Auch wenn der Continental Bulldog deutlich weniger Atemprobleme hat als seine englischen Verwandten, bleibt er aufgrund des verkürzten Fangs bei extremen Temperaturen empfindlicher als langnasige Rassen.

Ernährung

Der Continental Bulldog neigt bei unzureichender Bewegung zu Übergewicht. Eine ausgewogene, hochwertige Ernährung mit angemessenem Proteingehalt ist daher essenziell. Ob Nass- oder Trockenfutter, BARF oder Mischfütterung – entscheidend ist, dass die Futt