Hundebürste
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Definition und Überblick
Eine Hundebürste ist ein Pflegeutensil, das zur regelmäßigen Fellpflege von Hunden eingesetzt wird. Sie dient dazu, lose Haare, Schmutz, Staub und abgestorbene Hautschuppen aus dem Fell zu entfernen, Verfilzungen vorzubeugen und die natürliche Talgproduktion der Haut anzuregen. Die Hundebürste gehört zur Grundausstattung jedes Hundehalters und zählt neben Kamm, Trimmmesser und Entfilzungsharke zu den wichtigsten Werkzeugen der Hundepflege. Je nach Felltyp, Haarlänge und Unterwolle des Hundes kommen unterschiedliche Bürstenarten zum Einsatz.
Arten von Hundebürsten
Der Markt bietet eine Vielzahl verschiedener Bürstentypen, die jeweils für bestimmte Fellstrukturen und Pflegezwecke konzipiert sind. Die gängigsten Varianten lassen sich wie folgt unterscheiden:
- Zupfbürste (Slicker Brush): Diese Bürste besitzt feine, leicht gebogene Metallstifte auf einem flachen oder leicht gewölbten Polster. Sie eignet sich hervorragend zum Entfernen von Knoten und loser Unterwolle, besonders bei mittel- und langhaarigen Rassen wie Golden Retriever, Collie oder Australian Shepherd. Bei zu starkem Druck kann sie die Haut reizen, weshalb eine vorsichtige Handhabung nötig ist.
- Naturhaarbürste: Bürsten mit Wildschweinborsten oder anderen Naturborsten eignen sich vor allem für kurzhaarige Rassen wie Dalmatiner, Boxer oder Dobermann. Sie verteilen den natürlichen Hauttalg gleichmäßig im Fell und sorgen für Glanz, ohne die Haut zu irritieren.
- Noppenbürste (Gummibürste): Aus Gummi oder Silikon gefertigt, massiert diese Bürste die Haut und löst lose Haare besonders schonend. Sie kann auch beim Baden als Einshamponierhilfe verwendet werden und eignet sich gut für kurzhaarige und empfindliche Hunde.
- Doppelseitige Bürste: Diese Kombibürste vereint auf einer Seite Metallstifte (ähnlich einer Zupfbürste) und auf der anderen Seite Borsten. Sie bietet eine flexible Lösung für Hundehalter, die nicht mehrere Werkzeuge anschaffen möchten.
- Unterwollbürste (Undercoat Rake): Speziell für Hunde mit dichter Unterwolle wie Husky, Neufundländer oder Berner Sennenhund entwickelt. Die langen, abgerundeten Zinken dringen tief in das Deckhaar ein und entfernen abgestorbene Unterwolle, ohne das Deckhaar zu beschädigen.
- Furminator bzw. Deshedding-Tool: Ein spezialisiertes Werkzeug mit einer Edelstahlkante, das gezielt lose Unterwolle entfernt. Besonders während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst leistet es gute Dienste, sollte aber nicht übermäßig angewendet werden, da es bei falscher Nutzung das Deckhaar schädigen kann.
Die richtige Bürste für den jeweiligen Felltyp
Die Wahl der passenden Hundebürste hängt in erster Linie vom Felltyp der Rasse ab. Kurzhaarige Hunde mit glattem Fell – etwa Beagle, Weimaraner oder Pinscher – benötigen in der Regel lediglich eine Naturhaarbürste oder einen Gummistriegel. Bei diesen Rassen reicht ein bis zwei Mal Bürsten pro Woche aus, um abgestorbene Haare zu entfernen und die Durchblutung der Haut zu fördern.
Hunde mit mittellangem Fell und Unterwolle, darunter Labrador Retriever oder Deutsche Schäferhunde, profitieren von einer Kombination aus Zupfbürste und Unterwollbürste. Während des saisonalen Fellwechsels kann tägliches Bürsten sinnvoll sein, um die großen Mengen loser Haare aufzufangen und Verfilzungen zu vermeiden.
Langhaarige Rassen wie Yorkshire Terrier, Malteser, Shih Tzu oder Afghane erfordern den größten Pflegeaufwand. Hier empfiehlt sich eine tägliche Pflege mit einer Zupfbürste oder einem grobzinkigen Kamm, ergänzt durch eine Naturhaarbürste für den abschließenden Glanz. Bei diesen Rassen bilden sich ohne regelmäßiges Bürsten schnell Verfilzungen und Filzplatten, die im schlimmsten Fall nur noch durch Scheren entfernt werden können.
Drahthaarige Hunde wie Rauhhaardackel, Fox Terrier oder Schnauzer benötigen neben dem Bürsten zusätzlich ein regelmäßiges Trimmen, bei dem abgestorbenes Deckhaar mit einem Trimmmesser oder von Hand ausgezupft wird. Eine Zupfbürste kann hier die Trimmarbeit ergänzen.
Richtige Anwendung und Technik
Beim Bürsten sollte grundsätzlich in Wuchsrichtung des Fells gearbeitet werden. Es empfiehlt sich, systematisch vorzugehen und den Hund in Abschnitten zu bürsten – beginnend an den Hinterläufen, über Rumpf und Bauch bis hin zu Brust, Hals und Kopf. Besonders sensible Stellen wie Achseln, Leistengegend, hinter den Ohren und an der Rute verdienen besondere Aufmerksamkeit, da sich dort am häufigsten Knoten bilden.
Bei verfilztem Fell sollte nie mit Gewalt gebürstet werden. Stattdessen lassen sich Knoten mit einem grobzinkigen Kamm oder einer Entfilzungsharke vorsichtig auseinanderzupfen. Ein Entfilzungsspray kann die Arbeit erleichtern. Hartnäckige Filzplatten, die dicht an der Haut sitzen, gehören in die Hände eines professionellen Hundefriseurs (Groomer).
Welpen sollten frühzeitig und behutsam an das Bürsten gewöhnt werden. Kurze, positive Pflegeeinheiten – verbunden mit Lob und Leckerlis – legen den Grundstein dafür, dass der Hund die Fellpflege als angenehmes Ritual akzeptiert und nicht als Stresssituation empfindet.
Pflege und Hygiene der Bürste
Nach jeder Benutzung sollten lose Haare aus der Bürste entfernt werden. Metallstifte und Borsten lassen sich regelmäßig mit lauwarmem Wasser und etwas mildem Spülmittel reinigen, um Talgrückstände und Schmutz zu beseitigen