Hundeshampoo
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Definition und Überblick
Hundeshampoo ist ein speziell für die Fellpflege von Hunden entwickeltes Reinigungsprodukt, das sich in seiner Zusammensetzung grundlegend von herkömmlichem Shampoo für Menschen unterscheidet. Die Haut des Hundes weist einen anderen pH-Wert auf als die menschliche Haut – während der pH-Wert beim Menschen bei etwa 5,5 liegt, bewegt sich der der Hundehaut im Bereich von 6,5 bis 7,5. Hundeshampoos sind auf diesen nahezu neutralen pH-Wert abgestimmt und schützen so den natürlichen Säureschutzmantel der Hundehaut. Die Verwendung von Menschenshampoo kann bei Hunden zu Hautreizungen, Schuppenbildung und Juckreiz führen.
Warum spezielles Hundeshampoo notwendig ist
Die Hundehaut ist dünner als die menschliche Haut und reagiert empfindlicher auf aggressive Tenside, Duftstoffe und Konservierungsmittel. Zudem produzieren die Talgdrüsen des Hundes ein natürliches Fett, das Haut und Fell vor Umwelteinflüssen schützt und das Haarkleid wasserabweisend macht. Ein ungeeignetes Pflegeprodukt kann diese Fettschicht zerstören, was das Fell stumpf und die Haut anfällig für Infektionen macht.
Hundeshampoos enthalten milde Waschsubstanzen, die Schmutz, Staub und Gerüche entfernen, ohne die natürliche Hautbarriere zu beeinträchtigen. Viele Produkte sind zudem frei von Parabenen, Silikonen und künstlichen Farbstoffen, um das Allergierisiko zu minimieren.
Arten von Hundeshampoo
Der Markt bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Hundeshampoos, die auf verschiedene Bedürfnisse zugeschnitten sind:
- Universalshampoo: Geeignet für Hunde mit normalem, gesundem Fell. Es reinigt schonend und eignet sich für die regelmäßige Fellwäsche ohne besondere Anforderungen.
- Shampoo für Langhaar-Rassen: Enthält häufig rückfettende Inhaltsstoffe und Pflegesubstanzen wie Panthenol oder Jojobaöl, die das Fell geschmeidig halten und Verfilzungen vorbeugen. Besonders geeignet für Rassen wie Golden Retriever, Collie oder Malteser.
- Shampoo für Kurzhaar-Rassen: Leichtere Formulierungen, die das Fell nicht beschweren und den natürlichen Glanz betonen.
- Welpen-Shampoo: Besonders milde Rezepturen mit niedrigem Tensidgehalt, die für die empfindliche Haut junger Hunde entwickelt wurden. Sie sind in der Regel tränenarm formuliert und frei von starken Duftstoffen.
- Sensitiv-Shampoo: Für Hunde mit empfindlicher Haut, Allergien oder Neurodermitis. Häufig auf Basis natürlicher Wirkstoffe wie Aloe Vera, Haferextrakt oder Kamille.
- Medizinisches Shampoo: Tierärztlich empfohlene Produkte zur Behandlung von Hautpilz, bakteriellen Infektionen, Seborrhoe oder starkem Juckreiz. Sie enthalten Wirkstoffe wie Chlorhexidin, Ketoconazol oder Benzoylperoxid und sollten nur nach tierärztlicher Rücksprache angewendet werden.
- Floh- und Zeckenshampoo: Enthält insektizide oder repellierende Substanzen, die einen Parasitenbefall bekämpfen oder vorbeugen sollen. Die Wirkung ist in der Regel kurzfristig und ersetzt keine dauerhafte Parasitenprophylaxe durch Spot-on-Präparate oder Halsbänder.
- Trockenshampoo: Pulver- oder schaumbasierte Produkte, die ohne Wasser angewendet werden. Sie eignen sich für eine schnelle Reinigung zwischendurch, etwa bei älteren oder kranken Hunden, die das Baden schlecht tolerieren.
- Weißes-Fell-Shampoo: Speziell für Hunde mit hellem oder weißem Fell entwickelt. Enthält optische Aufheller oder bläuliche Pigmente, die Verfärbungen und Gelbstich entgegenwirken.
Inhaltsstoffe und ihre Wirkung
Hochwertige Hundeshampoos setzen auf milde Tenside wie Cocamidopropyl Betaine oder Natriumlaurylglucosid, die sanft reinigen, ohne die Haut auszutrocknen. Pflegende Zusätze wie Kokosöl, Sheabutter, Teebaumöl oder Neemöl versorgen Haut und Fell mit Feuchtigkeit und können entzündungshemmend wirken.
Aloe Vera spendet Feuchtigkeit und beruhigt gereizte Haut. Haferextrakt lindert Juckreiz und bildet einen schützenden Film auf der Hautoberfläche. Teebaumöl wird wegen seiner antimikrobiellen Eigenschaften eingesetzt, sollte jedoch nur in niedriger Konzentration vorkommen, da es in höheren Dosen für Hunde toxisch sein kann.
Auf folgende Inhaltsstoffe sollte bei der Auswahl verzichtet werden: Sodium Lauryl Sulfate (SLS) in hoher Konzentration, künstliche Duftstoffe, Parabene und Formaldehyd-Abspalter. Diese Substanzen können Hautirritationen auslösen oder im Verdacht stehen, gesundheitsschädlich zu sein.
Anwendung und Häufigkeit
Vor dem Baden sollte das Fell gründlich gebürstet werden, um lose Haare, Verfilzungen und groben Schmutz zu entfernen. Das Fell wird mit lauwarmem Wasser – etwa 37 bis 39 Grad Celsius – durchnässt. Anschließend wird eine kleine Menge Hundeshampoo in den Händen aufgeschäumt und gleichmäßig in das Fell einmassiert. Dabei sollten Augen, Ohren und Nase ausgespart werden. Nach einer kurzen Einwirkzeit von ein bis zwei Minuten wird das Shampoo gründlich ausgespült, da Rückstände die Haut reizen können.
Die Badehäufigkeit hängt von der Rasse, der Fellbeschaffenheit und dem Lebensstil des Hundes ab. Als Faustregel gilt: Gesunde Hunde sollten nicht häufiger als alle vier bis sechs Wochen gebadet werden. Zu häufiges Baden entfettet die Haut und kann das natürliche Gleichgewicht der Hautflora stören. Hunde, die regelmäßig