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Kapuzenzeisig

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Tierart – Vögel > Exoten & Ziervögel (Käfig)

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Spinus cucullatus (Swainson, 1820)
  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Familie: Finken (Fringillidae)
  • Unterfamilie: Stieglitzartige (Carduelinae)
  • Gattung: Spinus
  • Lebensraum: Lichte Wälder, Waldränder und Buschland im nördlichen Südamerika
  • Größe: 10–11 cm
  • Gewicht: 8–12 g
  • Lebenserwartung: 6–10 Jahre (in Gefangenschaft bis 12 Jahre)

Aussehen & Merkmale

Der Kapuzenzeisig gehört zu den farbenprächtigsten Vertretern der Gattung Spinus. Das Männchen zeigt ein leuchtendes Scharlachrot an Brust, Bauch, Bürzel und Schultern, das sich scharf von der namensgebenden schwarzen Kapuze absetzt. Diese Kapuze umfasst den gesamten Kopf, die Kehle und das obere Brustfeld. Die Flügel sind schwarz mit einer deutlichen orangeroten Flügelbinde, der Schwanz ist ebenfalls schwarz mit roten Partien an der Basis der äußeren Steuerfedern. Der kurze, kegelförmige Schnabel ist typisch für körnerfressende Finken und grauhorn gefärbt.

Das Weibchen ist insgesamt deutlich blasser gefärbt. Statt des kräftigen Rots zeigt es ein gedämpftes Orangerot bis Grauorange an Brust und Flanken. Die Kapuze fehlt; stattdessen ist der Kopf olivgrau gefärbt. Jungvögel ähneln dem Weibchen und entwickeln die adulte Färbung erst nach der ersten vollständigen Mauser. Der Geschlechtsdimorphismus ist somit stark ausgeprägt und erlaubt eine sichere Unterscheidung bereits auf Distanz.

Lebensraum & Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Kapuzenzeisigs beschränkt sich auf den Norden Venezuelas sowie die vorgelagerte Insel Margarita. Historisch wurde die Art auch aus Teilen Kolumbiens, Trinidads und der Küstenregionen Guyanas gemeldet, doch in diesen Gebieten gilt sie heute als ausgestorben oder extrem selten. Das bevorzugte Habitat sind halboffene, lichte Laubwälder und Waldränder in Höhenlagen zwischen 300 und 1.300 Metern. Trockenwälder, buschige Savannenränder und Kulturland mit vereinzelten Baumgruppen werden ebenfalls besiedelt, sofern ein ausreichendes Angebot an Sämereien vorhanden ist.

Die verbliebenen Wildpopulationen sind stark fragmentiert. Durch die Zerstörung geeigneter Biotope und den massiven Vogelfang seit dem 19. Jahrhundert ist das einstige Verbreitungsgebiet drastisch geschrumpft. In einigen Regionen Venezuelas existieren heute nur noch isolierte Restvorkommen mit wenigen hundert Individuen.

Ernährung

Der Kapuzenzeisig ernährt sich überwiegend granivor, also von Sämereien verschiedener Gräser, Kräuter und kleiner Stauden. Ergänzend werden Knospen, Blüten und kleine Früchte aufgenommen. Während der Brutzeit steigt der Anteil an tierischer Nahrung: Kleine Insekten, Blattläuse und Spinnen liefern das für die Aufzucht der Nestlinge notwendige Eiweiß.

In der Volieren- und Käfighaltung bilden handelsübliche Zeisig- oder Stieglitzmischungen die Grundlage der Fütterung. Diese sollten durch Grünfutter wie Vogelmiere, Hirtentäschel und halbreife Grassamen sowie durch Keimfutter ergänzt werden. In der Zuchtphase ist die Gabe von Eifutter und gefriergetrockneten Insekten empfehlenswert, um den erhöhten Proteinbedarf zu decken.

Verhalten & Lebensweise

Kapuzenzeisige sind tagaktive Vögel, die außerhalb der Brutzeit in kleinen Schwärmen von 5 bis 20 Tieren umherstreifen. Dabei zeigen sie ein ausgesprochen geselliges Verhalten und schließen sich gelegentlich auch gemischten Schwärmen mit anderen Finkenvögeln an. Der Gesang des Männchens ist ein schneller, melodiöser Triller, der an den Gesang des Erlenzeisigs (Spinus spinus) erinnert, aber insgesamt höher und weniger variabel ausfällt. Während der Balz singt das Männchen intensiv von exponierten Sitzwarten aus und führt dabei kurze Singflüge mit gespreiztem Gefieder durch.

Das Revier wird vom Männchen nur unmittelbar um den Nistplatz herum verteidigt. Aggressive Auseinandersetzungen mit Artgenossen bleiben in der Regel auf Drohgebärden wie gesträubtes Kopfgefieder und schnelle Schnabelhiebe beschränkt. In Volieren zeigt sich die Art gegenüber anderen kleinen Finken meist verträglich, kann aber während der Brut territorial reagieren.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Brutzeit in der Natur fällt in die Regenzeit, wenn das Nahrungsangebot am größten ist. Das Nest wird vorwiegend vom Weibchen errichtet – ein kompakter, napfförmiger Bau aus feinen Pflanzenfasern, Moos und Flechten, der in dichtem Gezweig in Höhen von 3 bis 8 Metern angelegt wird. Das Gelege umfasst in der Regel 3 bis 4 bläulichweiße Eier mit feinen dunklen Sprenkeln.

Die Brutdauer beträgt 12 bis 13 Tage. Das Weibchen brütet allein, wird jedoch während dieser Phase vom Männchen mit Futter versorgt. Die Nestlinge sind beim Schlupf nackt und blind. Beide Elternvögel füttern den Nachwuchs, der nach etwa 14 bis 16 Tagen das Nest verlässt. Nach dem Ausfliegen werden die Jungvögel noch rund zwei Wochen von den Altvögeln geführt und versorgt, bevor sie selbständig werden. Unter günstigen Bedingungen sind zwei Bruten pro Saison möglich.

In der Zucht wird der Kapuzenzeisig häufig mit dem Kanarienvogel (Serinus canaria forma domestica) gekreuzt. Die daraus hervorgehenden Hybriden, sogenannte Kapu