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Katzenkorb

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Definition und Überblick

Ein Katzenkorb ist ein speziell für Katzen konzipiertes Ruhe- und Schlafmöbel, das dem Tier einen geschützten, bequemen Rückzugsort bietet. Er zählt zur Grundausstattung der Katzenhaltung und gehört neben Katzenklo, Kratzbaum und Futternapf zu den wichtigsten Anschaffungen für Katzenbesitzer. Katzen verbringen durchschnittlich 12 bis 16 Stunden am Tag mit Schlafen und Dösen – ein geeigneter Schlafplatz ist daher nicht nur Komfortartikel, sondern trägt wesentlich zum Wohlbefinden und zur Gesundheit des Tieres bei.

Der Begriff Katzenkorb wird im allgemeinen Sprachgebrauch häufig als Oberbegriff für verschiedene Arten von Katzenbetten, Kuschelhöhlen, Schlafmulden und Liegekissen verwendet, obwohl er im engeren Sinne die korbförmige Variante mit erhöhtem Rand beschreibt. Vom Transportkorb, der zum sicheren Transport der Katze dient, ist der Schlafkorb klar abzugrenzen.

Materialien und Bauformen

Katzenkörbe werden aus einer Vielzahl von Materialien gefertigt, die sich in Haltbarkeit, Pflegeeigenschaften und Komfort unterscheiden:

  • Weide und Rattan: Klassische Flechtkörbe aus Naturmaterialien sind robust, atmungsaktiv und optisch ansprechend. Allerdings können Katzen mit ausgeprägtem Kratztrieb das Geflecht beschädigen. Ein zusätzliches Kissen oder Polster im Inneren sorgt für den nötigen Liegekomfort.
  • Filz und Stoff: Weiche Katzenbetten aus Plüsch, Fleece, Baumwolle oder Filz bieten eine kuschelige Liegefläche. Sie lassen sich meist in der Waschmaschine reinigen, was aus hygienischer Sicht ein großer Vorteil ist.
  • Kunstleder und Leder: Diese Materialien sind besonders pflegeleicht und widerstandsfähig gegen Kratzer. Katzenhaare lassen sich leicht abwischen.
  • Schaumstoff und Memory-Foam: Orthopädische Katzenkörbe mit viskoelastischem Schaumstoff eignen sich besonders für ältere Katzen oder Tiere mit Gelenkproblemen, da sie den Körper gleichmäßig stützen und Druckpunkte entlasten.
  • Kunststoff: Hartschalen-Katzenbetten aus Kunststoff sind extrem langlebig und leicht zu desinfizieren. Sie werden meist mit einer herausnehmbaren Einlage kombiniert.

Bei den Bauformen unterscheidet man offene Körbe mit niedrigem oder hohem Rand, geschlossene Kuschelhöhlen mit Dachkonstruktion, flache Liegematten, hängende Hängematten für die Heizung sowie donutförmige Schlafmulden. Welche Form bevorzugt wird, hängt stark vom individuellen Charakter der Katze ab: Scheue Tiere fühlen sich in geschlossenen Höhlen sicherer, während selbstbewusste Katzen offene Liegeplätze mit guter Rundumsicht bevorzugen.

Die richtige Größe wählen

Die Größe des Katzenkorbs sollte so gewählt werden, dass sich die Katze bequem ausstrecken, aber auch einrollen kann. Als Faustregel gilt: Der Innendurchmesser sollte mindestens der Körperlänge der Katze (ohne Schwanz) entsprechen. Für eine durchschnittliche Hauskatze sind Körbe mit einem Innendurchmesser von 40 bis 50 Zentimetern geeignet. Größere Rassen wie Maine Coon, Norwegische Waldkatze oder Ragdoll benötigen Schlafplätze mit 55 bis 70 Zentimetern Durchmesser.

Ein zu kleiner Korb wird von der Katze häufig gemieden, während ein zu großer Korb das Gefühl von Geborgenheit vermissen lässt, das viele Katzen beim Schlafen suchen. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, zwei verschiedene Größen anzubieten und das Tier selbst wählen zu lassen.

Der optimale Standort

Katzen wählen ihre Schlafplätze nach bestimmten Kriterien aus. Ein Katzenkorb wird nur dann angenommen, wenn sein Standort den natürlichen Bedürfnissen des Tieres entspricht. Folgende Aspekte spielen eine Rolle:

  • Wärme: Katzen bevorzugen warme Plätze. Ein Standort in der Nähe einer Heizung, an einem sonnenbeschienenen Fensterplatz oder in einem beheizten Raum wird gern angenommen. Zugluft sollte vermieden werden.
  • Erhöhte Position: Viele Katzen schlafen lieber auf erhöhten Liegeflächen, da sie von dort aus ihr Revier überblicken können. Ein Katzenkorb auf einem Regal, einer Fensterbank oder einer erhöhten Plattform des Kratzbaums wird oft bevorzugt.
  • Ruhe: Der Schlafplatz sollte sich abseits von stark frequentierten Durchgangsbereichen befinden. Gleichzeitig möchten die meisten Katzen nicht völlig isoliert schlafen, sondern in Rufweite ihrer Bezugspersonen.
  • Sicherheit: Ein Platz mit Wandkontakt oder in einer Ecke vermittelt zusätzliche Geborgenheit, da die Katze nicht von allen Seiten erreichbar ist.

Pflege und Hygiene

Regelmäßige Reinigung des Katzenkorbs ist aus mehreren Gründen notwendig. Katzenhaare, Hautschuppen, Speichel und mitunter auch Parasiten wie Flöhe oder Milben sammeln sich im Schlafplatz an. Stoffbezüge und herausnehmbare Kissen sollten alle ein bis zwei Wochen bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden, um Keime und Parasiteneier zuverlässig abzutöten. Flechtkörbe und Hartschalen lassen sich mit einem feuchten Tuch und mildem Reinigungsmittel abwischen.

Stark riechende Reinigungsmittel oder Desinfektionssprays mit intensivem Duft sind zu vermeiden, da Katzen über einen empfindlichen Geruchssinn verfügen und einen derart behandelten Schlafplatz möglicherweise ablehnen. Der Eigengeruch der Katze im Korb dient als Reviermarkierung und vermittelt Sicherheit – nach jeder Reinigung braucht es daher etwas Zeit, bis der Korb wieder vollständig akzeptiert wird.

Akzeptanz durch die Katze