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Berger-blanc-suiße

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Rassen > Hunderassen – weitere

Steckbrief

  • Herkunft: Schweiz (Ursprung in den USA/Kanada, basierend auf deutschen Schäferhundlinien)
  • FCI-Gruppe: Gruppe 1 – Hüte- und Treibhunde, Sektion 1 – Schäferhunde (mit Arbeitsprüfung), FCI-Standard Nr. 347
  • Größe: Rüden 60–66 cm, Hündinnen 55–61 cm (Widerristhöhe)
  • Gewicht: Rüden 30–40 kg, Hündinnen 25–35 kg
  • Lebenserwartung: 10–14 Jahre
  • Fell/Farben: Mittellanges oder langes Stockhaar mit dichter Unterwolle; ausschließlich reinweiß

Herkunft & Geschichte

Die Geschichte des Berger Blanc Suisse ist untrennbar mit der des Deutschen Schäferhundes verbunden. Bereits in den frühen Zuchtlinien des Deutschen Schäferhundes kamen weiße Welpen vor – der legendäre Stammvater Hektor Linksrhein, später umbenannt in Horand von Grafrath, trug nachweislich das Gen für weißes Fell. Sein Großvater „Greif" war ein weißer Schäferhund. Über Jahrzehnte hinweg wurden weiße Schäferhunde jedoch vom Deutschen Rassestandard ausgeschlossen, da die weiße Farbe fälschlicherweise mit gesundheitlichen Mängeln assoziiert wurde.

In den USA und Kanada, wohin weiße Deutsche Schäferhunde bereits seit den 1960er-Jahren gezielt exportiert worden waren, entwickelte sich eine eigenständige Zuchtbasis. Engagierte Züchter bauten dort stabile Populationen auf und gründeten eigene Zuchtverbände. In den 1970er- und 1980er-Jahren gelangten Nachkommen dieser nordamerikanischen Linien zurück nach Europa, insbesondere in die Schweiz. Dort begann eine systematische Zucht, die schließlich zur Anerkennung als eigenständige Rasse führte.

Die Schweiz übernahm 2002 die Schirmherrschaft und reichte den Rassestandard bei der FCI ein. Am 1. Januar 2003 erfolgte die provisorische Anerkennung durch die FCI, die definitive Anerkennung folgte am 4. Juli 2011. Seitdem trägt die Rasse den offiziellen Namen Berger Blanc Suisse – Weißer Schweizer Schäferhund.

Aussehen & Rassemerkmale

Der Berger Blanc Suisse ist ein mittelgroßer bis großer, kräftig gebauter, aber dennoch eleganter Hund. Sein Körperbau ist etwas gestreckter als beim Deutschen Schäferhund, wobei die Rückenlinie deutlich gerader verläuft – ein Merkmal, das viele Liebhaber der Rasse besonders schätzen. Die Muskulatur ist gut entwickelt, ohne massig zu wirken.

Der Kopf ist keilförmig, trocken und harmonisch proportioniert. Die mittelgroßen, mandelförmigen Augen sind dunkelbraun und verleihen dem Hund einen aufmerksamen, intelligenten Ausdruck. Die Stehohren sind groß, dreieckig und hoch angesetzt. Die Nase ist schwarz, ebenso die Lefzen und Lidränder – gut pigmentierte Schleimhäute sind laut Rassestandard ausdrücklich erwünscht.

Das Fell existiert in zwei Varianten: Stockhaar (mittellang) und Langstockhaar. Beide Varianten verfügen über eine dichte, weiche Unterwolle und ein harscheres Deckhaar. Die Farbe ist ausnahmslos reinweiß. Die buschige Rute reicht mindestens bis zum Sprunggelenk und wird in Ruhe säbelförmig getragen.

Charakter & Wesen

Der Berger Blanc Suisse gilt als sensibler, aufmerksamer und äußerst menschenbezogener Hund. Im Vergleich zum Deutschen Schäferhund wird er häufig als etwas weicher im Wesen beschrieben, was jedoch keinesfalls mit mangelndem Temperament verwechselt werden sollte. Er ist lernfreudig, treu und arbeitswillig – Eigenschaften, die ihn zu einem hervorragenden Begleithund machen.

Gegenüber seiner Familie zeigt er sich anhänglich und verspielt. Kinder akzeptiert er in der Regel geduldig und liebevoll. Fremden gegenüber verhält er sich zunächst zurückhaltend bis wachsam, ohne dabei aggressiv zu werden. Eine ausgeprägte Reizschwelle und gute Nervenstärke zeichnen gut gezüchtete Vertreter dieser Rasse aus.

Seine Intelligenz und sein ausgeprägter Wille, mit dem Menschen zusammenzuarbeiten, machen den Berger Blanc Suisse zu einem vielseitigen Hund. Er wird erfolgreich im Rettungshundewesen, als Therapiehund, im Agility und im Obedience eingesetzt. Auch als Familienhund überzeugt er, sofern er geistig und körperlich ausgelastet wird.

Haltung & Pflege

Der Berger Blanc Suisse ist kein Hund für ein Leben auf der Couch. Er braucht täglich ausreichend Auslauf – mindestens zwei Stunden aktive Bewegung und Beschäftigung sind empfehlenswert. Spaziergänge allein reichen nicht aus: Nasenarbeit, Apportierspiele, Hundesport oder gemeinsame Aufgaben im Alltag halten diesen intelligenten Hund ausgeglichen.

Die Fellpflege ist aufwendiger, als das elegante Erscheinungsbild vermuten lässt. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst haart der Berger Blanc Suisse erheblich. Regelmäßiges Bürsten – mindestens zwei- bis dreimal pro Woche, im Fellwechsel täglich – ist Pflicht. Das weiße Fell verschmutzt zwar optisch schneller, reinigt sich nach dem Trocknen jedoch erstaunlich gut von selbst. Baden sollte man den Hund nur selten, um den natürlichen Schutzfilm der Haut nicht zu zerstören.

Eine konsequente, aber einfühlsame Erziehung vom Welpenalter an ist entscheidend. Harte Erziehungsmethoden sind bei dieser sensiblen Rasse kontraproduktiv und können zu Unsicherheit oder Ängstlichkeit führen. Positive Verstärkung und klare Strukturen bringen die besten Ergebnisse.

Ernährung

Die Ernährung des Berger Blanc Suisse unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der anderer großer Hunderassen. Hochwertiges Futter mit einem hohen Fleisch