Black-and-tan-coonhound
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Steckbrief
- Herkunft: Vereinigte Staaten von Amerika
- FCI-Gruppe: Nicht FCI-anerkannt; vom AKC (American Kennel Club) in der Gruppe 6 – Hounds geführt; UKC-anerkannt als Scenthound
- Rassestandard: AKC-Standard, UKC-Standard
- Größe: Rüden 63–69 cm, Hündinnen 58–63 cm Widerristhöhe
- Gewicht: 29–50 kg, je nach Geschlecht und Körperbau
- Lebenserwartung: 10–12 Jahre
- Fell/Farben: Kurzes, dichtes Fell in der namensgebenden Farbkombination Black and Tan – kohlschwarz mit deutlich abgegrenzten lohfarbenen (tan) Abzeichen über den Augen, an den Seiten der Schnauze, an der Brust, den Läufen und unter der Rute
Herkunft & Geschichte
Der Black and Tan Coonhound gilt als eine der ältesten amerikanischen Jagdhunderassen. Seine Abstammung lässt sich auf den englischen Foxhound und den Bloodhound zurückführen, die von europäischen Siedlern im 17. und 18. Jahrhundert nach Nordamerika gebracht wurden. In den Appalachen und den südlichen Bundesstaaten der USA wurden diese Hunde gezielt auf die Jagd nach Waschbären (englisch: raccoon, daher „Coonhound") selektiert. Die Zucht konzentrierte sich auf einen Hund mit herausragender Nasenleistung, großer Ausdauer und der Fähigkeit, Wild auf Bäume zu treiben und dort laut bellend anzuzeigen – eine Jagdmethode, die als „treeing" bezeichnet wird.
1945 wurde der Black and Tan Coonhound als erste Coonhound-Rasse vom American Kennel Club offiziell anerkannt. Der zuständige Zuchtverband in den USA, der American Black and Tan Coonhound Club, pflegt seither den Rassestandard. In Europa ist die Rasse bis heute selten anzutreffen und wird von der FCI nicht als eigenständige Rasse geführt. Die Popularität des Black and Tan Coonhound beschränkt sich weitgehend auf Nordamerika, wo er nach wie vor als leistungsstarker Jagdgebrauchshund und zunehmend auch als Familienhund geschätzt wird.
Aussehen & Rassemerkmale
Der Black and Tan Coonhound ist ein großer, kräftig gebauter Laufhund mit harmonischen Proportionen. Der Körper ist etwas länger als hoch, die Muskulatur gut entwickelt, ohne dabei plump zu wirken. Der Kopf ist edel geformt mit einem leicht gewölbten Schädel und einem gut ausgeprägten Stopp. Die langen, tief angesetzten Hängeohren reichen über die Nasenspitze hinaus – ein typisches Merkmal, das die Geruchswahrnehmung unterstützt, indem die Ohren Luftströme zum Fang hin lenken.
Die Augen sind haselnussbraun bis dunkelbraun und verleihen dem Hund einen freundlichen, aufmerksamen Ausdruck. Die Lefzen sind mäßig entwickelt, was dem Kopf ein markantes Profil gibt. Die Rute wird aufrecht oder leicht säbelförmig getragen.
Das kurze, dichte Fell liegt eng am Körper an und bietet Schutz gegen Unterholz, Dornen und widrige Witterungsbedingungen. Die Farbgebung ist streng definiert: Das Grundfell ist tiefschwarz, die lohfarbenen Abzeichen sind klar abgegrenzt und finden sich an den typischen Stellen wie Augenbrauen, Schnauze, Brust, Läufen und Unterseite der Rute.
Charakter & Wesen
Im Wesen vereint der Black and Tan Coonhound scheinbar gegensätzliche Eigenschaften. Im Haus zeigt er sich ruhig, ausgeglichen und anhänglich – draußen auf der Fährte verwandelt er sich in einen unermüdlichen, zielstrebigen Jagdhund mit enormem Arbeitseifer. Er ist treu, sanftmütig und geduldig, was ihn im Umgang mit Kindern verlässlich macht.
Gegenüber Fremden verhält sich der Black and Tan Coonhound in der Regel freundlich und aufgeschlossen. Ein ausgeprägter Schutztrieb oder wachsames Misstrauen gegenüber Besuchern gehören nicht zu seinen typischen Charaktereigenschaften. Aggressives Verhalten ist der Rasse fremd. Gleichzeitig besitzt er einen ausgeprägten Eigenständigkeit – ein Erbe seiner Zuchtgeschichte, in der selbständiges Arbeiten auf der Fährte über weite Entfernungen verlangt wurde. Diese Eigenständigkeit kann im Training als Sturheit wahrgenommen werden und erfordert geduldige, konsequente Erziehung.
Sein melodisches, weittragendes Bellen – im Fachjargon als „Baying" bezeichnet – setzt er bei der Arbeit ausdauernd ein. Auch in der Wohnumgebung kann er stimmfreudig sein, was bei der Haltung berücksichtigt werden sollte.
Haltung & Pflege
Der Black and Tan Coonhound ist kein Hund für die Stadtwohnung. Er benötigt viel Auslauf und ausreichend Beschäftigung, um körperlich und geistig ausgelastet zu sein. Lange Spaziergänge, Fährtenarbeit, Mantrailing oder andere nasenintensive Aktivitäten kommen seinem natürlichen Bedürfnis entgegen. Ein sicher eingezäunter Garten ist von Vorteil, da er beim Aufnehmen einer interessanten Fährte dazu neigt, alles um sich herum zu vergessen.
Die Fellpflege gestaltet sich unkompliziert. Regelmäßiges Bürsten – ein- bis zweimal pro Woche – entfernt lose Haare und hält das Fell in gutem Zustand. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die langen Hängeohren: Sie sollten wöchentlich kontrolliert und gereinigt werden, da die eingeschränkte Luftzirkulation Ohrinfektionen begünstigt.
Die Erziehung erfordert Geduld und positive Verstärkung. Harte Trainingsmethoden führen bei diesem sensiblen, eigenständigen Hund zum Gegenteil des gewünschten Ergebnisses. Frühe Sozialisierung und eine konsequente, aber liebevolle Führung sind der Schlüssel zu einem gut erzogenen Begleiter.
Ernährung
Der Black and Tan Coonhound hat als großer, aktiver Hund einen entsprechend hohen Energiebedarf. Eine hochwertige Ernähr