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Border-terrier

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Rassen > Hunderassen – Terrier

Steckbrief

  • Herkunft: Grenzgebiet zwischen England und Schottland (Border Region)
  • FCI-Gruppe: Gruppe 3 – Terrier, Sektion 1 – Hochläufige Terrier (ohne Arbeitsprüfung)
  • FCI-Standard Nr.: 10
  • Widerristhöhe: ca. 25–28 cm (kein exakter Größenstandard festgelegt)
  • Gewicht: Rüden 5,9–7,1 kg, Hündinnen 5,1–6,4 kg
  • Lebenserwartung: 12–15 Jahre
  • Fell: Rauhaarig mit dichter Unterwolle; hartes, drahtiges Deckhaar
  • Farben: Rot, Weizenfarben (Wheaten), Grizzle mit Loh (Grizzle and Tan), Blau mit Loh (Blue and Tan)
  • Zuchtverband: VDH, Klub für Terrier (KfT), The Kennel Club (UK)

Herkunft & Geschichte

Die Abstammung des Border Terriers führt in die raue, hügelige Grenzregion zwischen England und Schottland – die sogenannten „Borders". Bereits im 18. Jahrhundert züchteten Schäfer und Farmer dort kleine, widerstandsfähige Terrier, die den Fuchs aus seinem Bau treiben sollten. Die Hunde mussten ausdauernd genug sein, um mit berittenen Jägern und Foxhounds Schritt zu halten, dabei aber kompakt genug, um in enge Fuchsbauten einzufahren.

Erste bildliche Darstellungen dieser Terrier stammen aus dem späten 18. Jahrhundert. Lange Zeit wurden sie unter verschiedenen Bezeichnungen geführt, darunter „Coquetdale Terrier" oder „Redesdale Terrier". Den Namen Border Terrier erhielt die Rasse durch die Border Hunt, eine der ältesten Fuchsjagd-Meuten der Region. 1920 erfolgte die offizielle Anerkennung durch den britischen Kennel Club, der erste Rassestandard wurde festgelegt. Die FCI übernahm den Standard später unter der Nummer 10.

Anders als viele Terrierrassen wurde der Border Terrier über Jahrhunderte vorrangig auf Arbeitsleistung und nicht auf Äußerlichkeit selektiert. Dieses Zuchtziel hat der Rasse eine robuste Konstitution und ein ausgeglichenes Wesen erhalten, das sie bis heute auszeichnet.

Aussehen & Rassemerkmale

Der Border Terrier ist ein kleiner, aber keineswegs zierlicher Hund. Sein Körperbau ist kompakt und funktional, mit einem schmal geformten Brustkorb, der es ihm ermöglicht, in enge Passagen einzudringen. Der Rassestandard beschreibt den Kopf als „otterähnlich" – ein markantes Merkmal, das diese Rasse von anderen Terriern unterscheidet. Der Schädel ist mäßig breit, der Fang kurz und kräftig, mit kräftigem Scherengebiss.

Die dunklen, aufmerksamen Augen verleihen dem Border Terrier einen lebhaften, intelligenten Ausdruck. Die kleinen V-förmigen Ohren fallen nach vorn und liegen eng an den Wangen an. Die Rute wird mäßig hoch angesetzt und aufrecht getragen, ist dick am Ansatz und verjüngt sich zur Spitze hin.

Das doppelte Haarkleid ist eines der prägendsten Rassemerkmale: Das Deckhaar fühlt sich drahtig und dicht an, während die Unterwolle weich und pelzig ist. Dieser natürliche Wetterschutz hält den Hund bei Regen und Kälte warm und trocken. Im Rassestandard sind vier Farbschläge anerkannt: Rot, Weizenfarben, Grizzle and Tan sowie Blue and Tan.

Charakter & Wesen

Der Border Terrier vereint typische Terrier-Eigenschaften mit einer bemerkenswerten Gelassenheit. Er ist mutig, treu und verspielt, dabei aber deutlich weniger streitsüchtig gegenüber Artgenossen als manch anderer Terrier. Sein ursprünglicher Einsatz in der Meute hat ihm ein verträgliches Sozialverhalten mitgegeben.

Wachsam zeigt er sich gegenüber Fremden, ohne dabei zum übermäßigen Kläffer zu werden. Seine Intelligenz und Arbeitsfreude machen ihn zu einem gelehrigen Partner, der auf positive Verstärkung hervorragend anspricht. Sturheit, die bei Terriern durchaus verbreitet ist, zeigt auch der Border Terrier gelegentlich – mit liebevoller Konsequenz in der Erziehung lässt sie sich jedoch gut handhaben.

Die Bindung an seine Familie ist ausgeprägt. Border Terrier sind anhänglich und möchten am Alltag ihrer Menschen teilhaben. Längere Phasen des Alleinseins vertragen sie schlecht. Gegenüber Kindern verhalten sie sich in der Regel geduldig und freundlich, was sie zu geschätzten Familienhunden macht. Zu beachten bleibt der nach wie vor vorhandene Jagdtrieb: Kleine Tiere wie Kaninchen oder Katzen können diesen Instinkt wecken.

Haltung & Pflege

Trotz seiner geringen Größe braucht der Border Terrier ausreichend Auslauf und geistige Beschäftigung. Tägliche Spaziergänge von mindestens einer Stunde, ergänzt durch Spiel- und Suchaufgaben, halten ihn ausgeglichen. Der Hund eignet sich gut für verschiedene Hundesportarten wie Agility, Mantrailing oder Obedience. Auch als Begleiter beim Joggen oder Wandern macht er eine gute Figur.

Die Fellpflege ist unkompliziert, erfordert jedoch Regelmäßigkeit. Das raue Deckhaar sollte zwei- bis dreimal jährlich getrimmt (von Hand gezupft) werden, um die natürliche Fellstruktur und Schutzfunktion zu erhalten. Vom Scheren ist abzuraten, da dies die Haarstruktur dauerhaft verändert und den Wetterschutz beeinträchtigt. Zwischen den Trimm-Sitzungen genügt wöchentliches Bürsten. Ohren, Zähne und Krallen sollten regelmäßig kontrolliert werden.

Eine Haltung in der Wohnung ist möglich, sofern der Hund genügend Bewegung bekommt. Ein Garten ist willkommen, sollte aber gut eingezäunt sein – der Jagdtrieb macht den Border Terrier zu einem talentierten Ausbrecher und Buddler.

Ernährung

Der Border Terrier stellt keine besonderen Anforderungen an seine Ernährung. Hochwertiges Alle