Cabomba
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Definition und Überblick
Cabomba ist eine Gattung submers (untergetaucht) wachsender Wasserpflanzen aus der Familie der Haarnixengewächse (Cabombaceae). Im deutschen Sprachraum sind die Arten dieser Gattung unter dem Namen Haarnixe oder Wasserfächel bekannt. Die Gattung umfasst etwa fünf bis sechs anerkannte Arten, die ursprünglich in den tropischen und subtropischen Regionen Nord-, Mittel- und Südamerikas beheimatet sind. In der Aquaristik gehört Cabomba zu den beliebtesten Hintergrundpflanzen, da sie mit ihrem fein gefiederten Laub eine dekorative, dicht buschige Struktur im Aquarium erzeugt. Gleichzeitig wird sie in einigen Regionen der Welt als invasive Art eingestuft, da sie sich in nicht-heimischen Gewässern unkontrolliert ausbreiten kann.
Systematik und Arten
Die Gattung Cabomba wird zusammen mit der Gattung Brasenia in die Familie Cabombaceae gestellt, die wiederum zur Ordnung der Seerosenartigen (Nymphaeales) gehört. Die bekanntesten und in der Aquaristik verbreitetsten Arten sind:
- Cabomba caroliniana (Karolina-Haarnixe) – die am weitesten verbreitete Art mit grünem, fein gefiedertem Laub. Sie stammt aus dem Südosten der USA und Südamerika und gilt als vergleichsweise pflegeleicht.
- Cabomba aquatica (Gelbe Haarnixe) – eine Art mit gelblich-grünem Laub und gelben Blüten, die höhere Ansprüche an Licht und Nährstoffversorgung stellt.
- Cabomba furcata (Rote Haarnixe, auch als Cabomba piauhyensis bekannt) – auffällig durch ihre rötlich bis purpurn gefärbten Blätter. Sie gilt als die anspruchsvollste Art der Gattung und benötigt intensive Beleuchtung sowie weiches, leicht saures Wasser.
- Cabomba palaeformis – eine eher selten in der Aquaristik anzutreffende Art aus Mittelamerika mit grünem bis leicht bräunlichem Laub.
Allen Arten gemeinsam ist die charakteristische fächerförmige Aufteilung der Unterwasserblätter, die den Pflanzen ihr namensgebendes, haarfeines Erscheinungsbild verleiht. Die Schwimmblätter, die nur bei Erreichen der Wasseroberfläche ausgebildet werden, sind dagegen klein, schildförmig und ungeteilt.
Morphologie und Wuchsform
Cabomba-Arten sind ausdauernde, krautige Wasserpflanzen mit langen, verzweigten Stängeln, die je nach Art und Bedingungen eine Länge von 30 bis über 150 Zentimeter erreichen können. Die submersen Blätter sitzen gegenständig am Stängel und sind in zahlreiche fadenförmige Segmente geteilt, was ihnen eine federartige oder fächerartige Struktur verleiht. Diese feine Blattteilung vergrößert die Oberfläche erheblich und erleichtert der Pflanze die Aufnahme von Nährstoffen und gelöstem CO₂ direkt aus dem Wasser.
Bei ausreichender Beleuchtung und günstigen Bedingungen bildet Cabomba an der Wasseroberfläche kleine Blüten aus. Diese sind je nach Art weiß, gelb oder violett gefärbt und sitzen einzeln in den Blattachseln der Schwimmblätter. Eine Blütenbildung im Aquarium gelingt allerdings nur selten, da die meisten Becken nicht die nötige Wassertiefe oder die passenden Lichtzyklen bieten.
Haltung im Aquarium
In der Aquarienpflege wird Cabomba überwiegend als Hintergrund- oder Mittelgrundpflanze eingesetzt. Ihre schnelle Wuchsrate und der dichte Wuchs machen sie zu einer effektiven Pflanze für die biologische Wasseraufbereitung, da sie überschüssige Nährstoffe wie Nitrat und Phosphat aus dem Wasser aufnimmt und damit dem Algenwachstum entgegenwirkt.
Die Ansprüche an die Haltung variieren je nach Art, doch einige Grundbedingungen gelten übergreifend:
- Beleuchtung: Cabomba benötigt mittlere bis starke Beleuchtung. Bei zu schwachem Licht verkahlen die unteren Stängelabschnitte, die Pflanze wird lückenhaft und verliert ihre dekorative Wirkung. Mindestens 0,5 Watt pro Liter (bei herkömmlicher Beleuchtung) oder eine vergleichbare LED-Leistung sind empfehlenswert.
- Wassertemperatur: Der optimale Bereich liegt zwischen 22 und 28 °C, wobei Cabomba caroliniana auch kühlere Temperaturen bis etwa 15 °C toleriert.
- Wasserwerte: Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5 sowie weiches bis mittelhartes Wasser (Gesamthärte 2–12 °dH) sind ideal. Besonders die Rote Haarnixe reagiert empfindlich auf hartes, alkalisches Wasser.
- CO₂-Düngung: Die Zugabe von CO₂ über eine Druckgasanlage oder Bio-CO₂ fördert das Wachstum erheblich und beugt dem Zerfall der feinen Blätter vor. Ohne zusätzliche Kohlenstoffdioxidzufuhr wächst Cabomba deutlich langsamer und neigt zu Kümmerwuchs.
- Bodengrund: Ein feiner, nährstoffreicher Bodengrund unterstützt die Wurzelbildung. Cabomba bildet zwar Wurzeln aus, nimmt den Großteil der Nährstoffe jedoch über die Blätter auf.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Stecklingsvermehrung. Dazu werden gesunde Triebspitzen von etwa 15 bis 20 Zentimeter Länge abgeschnitten und in den Bodengrund gesteckt. Innerhalb weniger Tage bilden sich neue Wurzeln, und der Steckling beginnt selbstständig zu wachsen.
Eignung für den Gartenteich
Cabomba caroliniana wird gelegentlich als Unterwasserpflanze in Gartenteichen eingesetzt, eignet sich dafür in Mitteleuropa jedoch nur bedingt. Die Pflanze ist nicht winterhart und stirbt bei Wassertemperaturen unter 10 °C in der Regel ab. In frostfreien Bereichen