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Cesky-terrier

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Steckbrief

  • Herkunft: Tschechien (ehemals Tschechoslowakei)
  • FCI-Gruppe: Gruppe 3 – Terrier, Sektion 2 – Niederläufige Terrier (FCI-Standard Nr. 246)
  • Widerristhöhe: 25–32 cm
  • Gewicht: 6–10 kg
  • Lebenserwartung: 12–15 Jahre
  • Fell: Langes, seidiges, leicht gewelltes Haar; wird geschoren, nicht getrimmt
  • Farben: Grau-Blau (verschiedene Schattierungen) sowie Braun (Kaffeebraun), jeweils mit oder ohne lohfarbene Abzeichen

Herkunft & Geschichte

Der Cesky Terrier – auch Tschechischer Terrier oder Böhmischer Terrier genannt – ist eine vergleichsweise junge Hunderasse, die ihre Entstehung einem einzigen Mann verdankt: dem tschechischen Genetiker und leidenschaftlichen Jäger František Horák. Ab 1949 begann Horák gezielt, den Sealyham Terrier mit dem Scottish Terrier zu kreuzen. Sein Ziel war ein kompakter, niederläufiger Arbeitsterrier, der sich besser als seine Ausgangsrassen für die Jagd im dichten Unterholz der böhmischen Wälder eignen sollte. Der Hund musste schmal genug sein, um in Fuchs- und Dachsbauten einzufahren, dabei aber über ausreichend Substanz und Mut verfügen.

Die Abstammung aus diesen beiden britischen Terrierrassen prägt den Cesky Terrier bis heute – sowohl im Exterieur als auch im Wesen. 1963 wurde die Rasse vom damaligen tschechoslowakischen Zuchtverband offiziell anerkannt, die internationale Anerkennung durch die FCI folgte im selben Jahr. Trotz seiner bemerkenswerten Eigenschaften blieb der Cesky Terrier stets eine Seltenheit: Er zählt weltweit zu den am wenigsten verbreiteten Terrierrassen. In Deutschland betreut der Klub für Terrier (KfT) als zuständiger Zuchtverband die Rasse unter dem Dach des VDH.

Aussehen & Rassemerkmale

Der Cesky Terrier ist ein niederläufiger, gut bemuskelter Hund mit einem auffallend länglichen Körperbau. Im Vergleich zu vielen anderen Terrierrassen wirkt er weniger quadratisch und eher rechteckig – das Verhältnis von Rumpflänge zu Widerristhöhe beträgt laut Rassestandard etwa 1,5 zu 1. Die kräftigen, relativ kurzen Läufe tragen einen robusten Rumpf mit gut gewölbten Rippen.

Der Kopf ist lang und keilförmig mit einem deutlichen, aber nicht übertriebenen Stopp. Die mittelgroßen, tief angesetzten Hängeohren liegen eng an den Wangen an und unterstreichen den freundlichen Ausdruck. Die Augen sind mittelgroß, leicht mandelförmig und von dunkler Farbe – bei braunen Exemplaren etwas heller.

Eine Besonderheit des Cesky Terriers ist die Fellpflege-Methode: Im Gegensatz zu den meisten Terrierrassen wird das seidige, leicht wellige Haar nicht per Hand getrimmt, sondern maschinell geschoren. Der Rassestandard schreibt eine spezifische Schur vor, bei der das Fell am Oberkopf, an den Beinen und am Bauch lang belassen wird, während es am Rücken, an den Flanken und am Hals kurz geschoren wird. Dadurch entsteht die charakteristische Silhouette mit buschigen Augenbrauen, einem üppigen Bart und befederten Läufen.

Welpen werden stets schwarz oder schokoladenbraun geboren. Die typische Grau-Blau-Färbung entwickelt sich erst im Laufe der ersten zwei bis drei Lebensjahre durch ein spezielles Aufhellungsgen.

Charakter & Wesen

Der Cesky Terrier gilt als einer der umgänglichsten Vertreter seiner Rassegruppe. Er ist treu, anhänglich und ausgesprochen menschenbezogen, ohne dabei aufdringlich zu werden. Im Vergleich zu vielen anderen Terrierrassen zeigt er sich deutlich ruhiger und gelassener, was ihn zu einem angenehmen Begleithund im Alltag macht.

Dennoch sollte man den Terrier in ihm nicht unterschätzen: Er ist wachsam, mutig und bei entsprechender Förderung durchaus jagdlich motiviert. Seine Intelligenz und Lernfreude machen ihn zu einem dankbaren Partner in der Erziehung, wobei er – typisch Terrier – gelegentlich einen eigenwilligen Kopf zeigen kann. Konsequenz gepaart mit Geduld und positiver Verstärkung führt bei dieser Rasse am zuverlässigsten zum Ziel.

Gegenüber Artgenossen zeigt sich der Cesky Terrier in der Regel verträglich und weniger rauflustig als manch anderer Terrier. Auch mit Kindern kommt er gut zurecht, sofern diese einen respektvollen Umgang mit Tieren gelernt haben. Fremden gegenüber verhält er sich zunächst reserviert, ohne dabei aggressiv zu werden – ein verspielter, aber besonnener Hund, der seine Familie über alles schätzt.

Haltung & Pflege

Der Cesky Terrier ist dank seiner moderaten Größe und seines ausgeglichenen Temperaments sowohl für die Wohnungshaltung als auch für ein Haus mit Garten geeignet. Ausreichend Auslauf und geistige Beschäftigung sind dennoch unverzichtbar. Zwei bis drei ausgedehnte Spaziergänge täglich sowie gelegentliche Suchspiele, Nasenarbeit oder leichtes Agility halten ihn körperlich und mental ausgelastet.

Die Fellpflege ist etwas aufwendiger als bei Kurzhaarrassen. Das seidige Haar neigt zum Verfilzen, besonders an den längeren Partien wie Bart, Bauch und Beinen. Regelmäßiges Bürsten – mindestens drei- bis viermal pro Woche – ist daher Pflicht. Alle sechs bis acht Wochen sollte eine professionelle Schur gemäß Rassestandard erfolgen. Ein Vorteil: Der Cesky Terrier haart vergleichsweise wenig und gilt als verträglicher für Allergiker, wenngleich er nicht vollständig hypoallergen ist.

Ohren, Zähne und Krallen sollten regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden. Die dicht behaarten Hängeohren neigen bei mangelnder Hygiene zu Entzündungen.

Ernährung

Der Cesky Terrier st