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Hornkraut

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Definition und Überblick

Hornkraut (Gattung Ceratophyllum) gehört zur Familie der Hornblattgewächse (Ceratophyllaceae) und zählt zu den am weitesten verbreiteten Wasserpflanzen weltweit. In der Aquaristik und Teichgestaltung hat sich vor allem das Raue Hornkraut (Ceratophyllum demersum) als äußerst beliebte Pflanze etabliert. Die submerse, also vollständig untergetaucht wachsende Pflanze bildet keine echten Wurzeln aus und nimmt Nährstoffe direkt über ihre fein verzweigten Blätter aus dem Wasser auf. Diese Eigenschaft macht das Hornkraut zu einem effektiven biologischen Filter und zu einem unkomplizierten Begleiter sowohl im Aquarium als auch im Gartenteich.

Botanische Merkmale

Hornkraut ist eine mehrjährige, krautige Wasserpflanze mit langen, verzweigten Stängeln, die je nach Art und Bedingungen zwischen 30 cm und über 2 m lang werden können. Die namensgebenden Blätter sind gabelig geteilt, starr und hornförmig zugespitzt. Sie stehen in Wirteln von meist fünf bis zwölf Blättern rund um den Stängel und verleihen der Pflanze ein buschiges, tannenähnliches Aussehen.

Ein zentrales Merkmal des Hornblatts ist das Fehlen echter Wurzeln. Stattdessen bildet die Pflanze gelegentlich blasse, modifizierte Sprossabschnitte aus, die als Rhizoide bezeichnet werden und zur Verankerung im Substrat dienen können. In der Regel schwebt Hornkraut jedoch frei im Wasser oder verfängt sich zwischen anderen Pflanzen und Dekorationselementen.

Die beiden häufigsten Arten in der Aquaristik und Teichpflege sind:

  • Raues Hornkraut (Ceratophyllum demersum) – die mit Abstand verbreitetste Art, erkennbar an den etwas steiferen, dunkelgrünen Blättern mit feinen Zähnchen am Blattrand.
  • Zartes Hornkraut (Ceratophyllum submersum) – mit weicheren, feiner geteilten Blättern und einem insgesamt zarteren Erscheinungsbild. Diese Art bevorzugt wärmere Gewässer.

Verbreitung und natürlicher Lebensraum

Die Gattung Ceratophyllum kommt auf allen Kontinenten außer der Antarktis vor und besiedelt stehende bis langsam fließende Gewässer. In Mitteleuropa ist Ceratophyllum demersum in Seen, Teichen, Altarmen, Gräben und langsam fließenden Flüssen heimisch. Die Pflanze toleriert ein breites Spektrum an Wasserbedingungen – von leicht saurem bis alkalischem Wasser, von nährstoffarm bis eutrophiert. In nährstoffreichen Gewässern kann Hornkraut dichte Bestände bilden, die große Wasserbereiche durchdringen.

Im Winter bildet Ceratophyllum demersum in gemäßigten Zonen sogenannte Turionen – kompakte Überwinterungsknospen, die zu Boden sinken und im Frühjahr wieder austreiben. Diese Strategie macht die Pflanze extrem winterhart und damit ideal für den Einsatz im Gartenteich.

Hornkraut im Aquarium

In der Aquaristik gilt Hornkraut als klassische Anfängerpflanze. Die Ansprüche an Beleuchtung, Wasserchemie und Düngung sind gering. Die Pflanze gedeiht unter schwachem bis starkem Licht, wobei sie bei intensiver Beleuchtung deutlich schneller wächst. Eine CO₂-Düngung ist nicht notwendig, beschleunigt das Wachstum jedoch spürbar.

Hornkraut kann im Aquarium auf verschiedene Arten eingesetzt werden:

  • Freischwimmend – die natürlichste Wuchsform. Die Stängel treiben unterhalb der Wasseroberfläche und bieten Jungfischen, Garnelen und anderen Wirbellosen Deckung.
  • Im Substrat verankert – durch Beschweren oder Einpflanzen der Stängelenden im Bodengrund lässt sich Hornkraut als Hintergrundpflanze nutzen, obwohl es keine Wurzeln bildet.
  • An Dekorationsgegenständen befestigt – mit Pflanzenbindern oder zwischen Steinen und Wurzeln geklemmt, sorgt es für eine natürliche Optik.

Ein großer Vorteil des Hornkrauts im Aquarium ist seine Fähigkeit, Nährstoffe wie Nitrat, Phosphat und Ammonium in großen Mengen aufzunehmen. Dadurch wirkt die Pflanze der Algenbildung entgegen und verbessert die Wasserqualität. Gerade in neu eingerichteten Becken kann Hornkraut als sogenannte Schnellstarterpflanze eingesetzt werden, um den Stickstoffkreislauf zu stabilisieren.

Der Temperaturbereich für die Haltung im Aquarium liegt zwischen 15 und 30 °C. Ein pH-Wert von 6,0 bis 8,5 und eine Wasserhärte von weich bis hart werden problemlos vertragen. Die Pflanze eignet sich damit für tropische Aquarien ebenso wie für Kaltwasseraquarien und Zuchtbecken.

Hornkraut im Gartenteich

Im Gartenteich übernimmt Hornkraut eine wichtige ökologische Funktion. Als Unterwasserpflanze produziert es durch Photosynthese Sauerstoff, der direkt an das Wasser abgegeben wird. Gleichzeitig entzieht es dem Teichwasser überschüssige Nährstoffe und wirkt so einer Veralgung entgegen. In Fischteichen dient das dichte Blattwerk als Laichsubstrat für Goldfische, Moderlieschen und andere Teichfische sowie als Versteck für Kaulquappen und Libellenlarven.

Die Pflege im Teich beschränkt sich im Wesentlichen auf gelegentliches Ausdünnen der Bestände, da Hornkraut unter günstigen Bedingungen sehr schnell wächst und andere Wasserpflanzen verdrängen kann. Abgestorbene Pflanzenteile sollten im Herbst entfernt werden, um die Nährstoffbelastung im Winter gering zu halten. Eine gezielte Pflanzung ist nicht nötig – es genügt, einige Stängelstücke ins Wasser zu geben.

Vermehrung

Hornkraut vermehrt sich in der Praxis fast ausschließlich vegetativ. Abgebrochene Seitentri