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Marsilea

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Definition und Überblick

Marsilea ist eine Gattung aus der Familie der Kleefarngewächse (Marsileaceae) und gehört zu den wenigen Farnpflanzen, die im Aquarium und Gartenteich kultiviert werden. Die Gattung umfasst weltweit rund 65 Arten, die in tropischen und gemäßigten Zonen vorkommen. In der Aquaristik wird Marsilea häufig als Bodendecker eingesetzt und erfreut sich aufgrund ihres niedrigen Wuchses und der geringen Pflegeansprüche großer Beliebtheit. Der deutsche Trivialname Kleefarn leitet sich von der charakteristischen Blattform ab, die an ein vierblättriges Kleeblatt erinnert – botanisch jedoch nichts mit echtem Klee (Trifolium) zu tun hat.

Botanische Einordnung und Merkmale

Marsilea gehört zur Ordnung der Salviniales und ist damit ein sogenannter Wasserfarn. Anders als die meisten Farne bildet Marsilea keine typischen Wedel aus, sondern besitzt einen kriechenden Rhizom, aus dem in regelmäßigen Abständen langgestielte Blätter entspringen. Jedes Blatt besteht aus vier keilförmigen Fiedern, die an der Spitze des Blattstiels zusammenlaufen und gemeinsam das kleetypische Erscheinungsbild erzeugen.

Ein besonderes Merkmal der Gattung ist die Bildung von Sporokarpien – bohnenförmigen Sporenbehältern, die an der Basis der Blattstiele entstehen. Diese hartschaligen Strukturen können jahrelang im Boden überdauern und keimen erst unter günstigen Feuchtigkeitsbedingungen. In der Aquaristik spielt die generative Vermehrung über Sporen allerdings kaum eine Rolle, da sich Marsilea vegetativ über Ausläufer zuverlässig vermehrt.

Arten in der Aquaristik

Nicht alle Marsilea-Arten eignen sich für die Haltung im Aquarium oder Teich. Die folgenden Arten haben sich in der Praxis bewährt:

  • Marsilea hirsuta – Die wohl beliebteste Art für Aquarien. Stammt aus Australien und bildet unter Wasser häufig nur ein- bis zweifiederige Blätter aus, die an kleine Spatel erinnern. Wuchshöhe submers: 2–5 cm. Idealer Vordergrundbodendecker.
  • Marsilea crenata – Ursprünglich aus Südostasien. Bildet unter Wasser sehr kompakte, niedrige Polster und bleibt mit 1–3 cm Höhe noch flacher als M. hirsuta. Besonders gut geeignet für Nano-Aquarien und Aquascaping-Layouts.
  • Marsilea minuta (Synonym: M. quadrifolia var. minuta) – In Asien und Afrika verbreitet. Etwas größer als die beiden vorgenannten Arten, mit Wuchshöhen bis etwa 10 cm unter Wasser. Auch als Teichpflanze in der Flachwasserzone einsetzbar.
  • Marsilea quadrifolia – Der Europäische Kleefarn, in Mitteleuropa heimisch und inzwischen stark gefährdet. Eignet sich vor allem für den Gartenteich und die emerse Kultur. Unter Wasser wächst er deutlich höher als die tropischen Arten.

Haltung im Aquarium

Marsilea gilt als anspruchslose Aquarienpflanze, die auch Einsteigern wenig Schwierigkeiten bereitet. Die meisten Arten kommen mit moderater Beleuchtung zurecht, wobei stärkeres Licht einen kompakteren und dichteren Wuchs fördert. Bei schwacher Beleuchtung neigen die Pflanzen dazu, längere Blattstiele auszubilden und weniger dichte Rasen zu formen.

Als Substrat empfiehlt sich ein feinkörniger Nährboden oder Aquariensoil, da das Rhizom flach im Bodengrund kriecht und sich dort verankert. Grober Kies kann das Ausbreiten der Ausläufer behindern. Eine CO₂-Düngung ist nicht zwingend erforderlich, beschleunigt jedoch das Wachstum und sorgt für sattgrüne Blattfärbung. Ohne CO₂-Zugabe wächst Marsilea deutlich langsamer, bleibt aber stabil.

Die optimale Wassertemperatur liegt bei 20–28 °C, der pH-Wert sollte sich zwischen 6,0 und 7,5 bewegen. Die Gesamthärte spielt eine untergeordnete Rolle; sowohl weiches als auch mittelhartes Wasser wird toleriert.

Beim Einpflanzen empfiehlt es sich, die Portion in kleine Büschel von drei bis fünf Pflänzchen aufzuteilen und diese im Abstand von etwa 2–3 cm in den Bodengrund zu setzen. Mit einer Pflanzpinzette lässt sich das Rhizom sicher im Substrat fixieren. Nach einer Eingewöhnungsphase von mehreren Wochen beginnen die Ausläufer, sich auszubreiten, und innerhalb weniger Monate entsteht ein geschlossener Pflanzenteppich.

Haltung im Gartenteich

Einige Marsilea-Arten lassen sich auch im Gartenteich kultivieren. Besonders Marsilea quadrifolia eignet sich für die Flachwasserzone mit Wassertiefen von 5–20 cm. Diese Art toleriert die mitteleuropäischen Wintertemperaturen, sofern das Rhizom im Bodengrund vor starkem Frost geschützt ist. In milden Wintern bleibt die Pflanze sogar teilweise grün; in strengen Wintern zieht sie ein und treibt im Frühjahr aus dem Rhizom neu aus.

Tropische Arten wie M. hirsuta oder M. crenata sind nur bedingt winterhart und sollten entweder als einjährige Teichbepflanzung betrachtet oder vor dem ersten Frost ins Haus geholt werden. In einem ungeheizten, hellen Innenraum lassen sie sich in flachen Schalen problemlos überwintern.

Vermehrung

Die Vermehrung von Marsilea erfolgt in der Aquarien- und Teichkultur nahezu ausschließlich vegetativ. Das kriechende Rhizom bildet in regelmäßigen Abständen neue Blattknoten, an denen sich eigene Wurzeln entwickeln. Abschnitte des Rhizoms mit mindestens zwei bis drei Blattknoten können abgetrennt und an anderer Stelle neu eingepflanzt werden. Diese Methode ist unkompliziert und führt zuverlässig zu neuen Pflanzen.

Die generative Vermehrung über Sporokarpien ist in der Praxis selten, da die Bildung dieser Strukturen unter dauerh