Pekinese
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Steckbrief
- Herkunft: China (Peking / Beijing)
- FCI-Gruppe: Gruppe 9 – Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 8 – Japanische Spaniel und Pekingesen
- FCI-Standard Nr.: 207
- Größe: ca. 15–25 cm Widerristhöhe
- Gewicht: Rüden bis 5 kg, Hündinnen bis 5,4 kg (laut Rassestandard idealerweise nicht über 5 kg bei Rüden)
- Lebenserwartung: 12–15 Jahre
- Fell: Langes, üppiges Deckhaar mit dichter Unterwolle; gerade, abstehend, mit ausgeprägter Mähne um Hals und Schultern
- Farben: Alle Farben und Abzeichen sind zulässig, außer Albino und Leberfarben. Häufig sind Gold, Rot, Zobel, Creme, Schwarz, Weiß und Parti-Color.
Herkunft & Geschichte
Der Pekinese zählt zu den ältesten Hunderassen der Welt. Seine Abstammung lässt sich über mehr als 2.000 Jahre bis an den chinesischen Kaiserhof zurückverfolgen. Dort galt er als heiliger „Löwenhund" und genoss eine nahezu gottgleiche Verehrung. Der Besitz eines Pekinesen war ausschließlich Mitgliedern der kaiserlichen Familie vorbehalten – Diebstahl eines solchen Hundes wurde mit dem Tod bestraft.
Nach Europa gelangte die Rasse erst 1860, als britische Truppen während des Zweiten Opiumkriegs den Sommerpalast in Peking plünderten und dabei fünf Pekinesen erbeuteten. Eines dieser Tiere wurde Königin Victoria überreicht. Von diesem Zeitpunkt an begann die planmäßige Zucht in England, und der Pekinese eroberte rasch die europäischen Salons. Der britische Kennel Club erkannte die Rasse bereits 1898 an. Die FCI führt den Pekinesen unter der Standard-Nummer 207 mit Großbritannien als Patronatsland, da die moderne Zucht dort ihren Ausgang nahm.
Aussehen & Rassemerkmale
Der Pekinese ist ein kleiner, kompakt gebauter Hund mit auffallend breiter Brust und einer typisch löwenartigen Erscheinung. Der Körper ist vorne schwerer als hinten, was dem Hund seinen charakteristischen rollenden Gang verleiht. Der Kopf ist massiv und breit mit flachem Oberschädel. Die kurze, breite Nase sitzt zwischen den großen, runden, dunklen Augen. Die Schnauze ist extrem verkürzt (brachyzephal), wobei die Nasenfalte den Nasenrücken nicht verdecken sollte.
Das üppige, lange Fell bildet um Hals und Schultern eine imposante Mähne, die dem Pekinesen sein unverwechselbares löwenartiges Aussehen gibt. Die Ohren sind herzförmig, hoch angesetzt und mit langem Behang versehen. Die Rute wird hoch über dem Rücken getragen, ist reich befedert und fällt leicht zu einer Seite. Insgesamt vermittelt der Pekinese trotz seiner geringen Größe einen Eindruck von Würde und Selbstbewusstsein.
Charakter & Wesen
Der Pekinese ist ein Hund mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein und einer bemerkenswerten Eigenständigkeit. Er ist treu und anhänglich gegenüber seiner Bezugsperson, zeigt jedoch keine unterwürfige Ergebenheit. Vielmehr begegnet er seiner Familie auf Augenhöhe – ein Erbe seiner jahrtausendealten Rolle als kaiserlicher Palasthund.
Fremden gegenüber verhält sich der Pekinese zurückhaltend bis wachsam. Er meldet zuverlässig Besucher und ungewöhnliche Geräusche, ohne dabei zum Kläffer zu werden, sofern er konsequent erzogen wird. Trotz seiner geringen Größe zeigt er beachtlichen Mut und scheut keine Konfrontation mit deutlich größeren Hunden.
Im Alltag ist der Pekinese eher ruhig und gelassen. Er genießt die Nähe seiner Menschen, akzeptiert aber auch Zeiten allein, sofern er schrittweise daran gewöhnt wurde. Übermäßig verspielt ist er in der Regel nicht – er bevorzugt kürzere Spiel- und Aktivitätsphasen, gefolgt von ausgedehnten Ruhephasen. Gegenüber Kindern verhält er sich tolerant, solange sein persönlicher Raum respektiert wird. Grober Umgang wird nicht geduldet.
Haltung & Pflege
Der Pekinese eignet sich hervorragend für die Wohnungshaltung. Er benötigt keinen Garten und kommt mit moderatem Auslauf gut zurecht. Zwei bis drei kürzere Spaziergänge am Tag genügen, ergänzt durch geistige Beschäftigung in Form kleiner Suchspiele oder Trainingseinheiten. Bei großer Hitze sollte die Aktivität stark reduziert werden, da die brachyzephale Anatomie die Thermoregulation erschwert.
Die Fellpflege ist anspruchsvoll und stellt den zeitintensivsten Teil der Haltung dar. Das lange Deckhaar mit dichter Unterwolle muss mindestens jeden zweiten Tag gründlich gebürstet werden, um Verfilzungen zu vermeiden. Besonderes Augenmerk gilt den Bereichen hinter den Ohren, an den Achseln und an der Hinterhand. Die Gesichtsfalte über der Nase muss täglich gereinigt und trocken gehalten werden, um Hautinfektionen vorzubeugen. Die Augen sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf vorsichtig gereinigt werden.
Die Erziehung erfordert Geduld und Einfühlungsvermögen. Der Pekinese reagiert empfindlich auf Härte und Druck. Positive Verstärkung und eine ruhige, konsequente Führung erzielen die besten Ergebnisse. Grundgehorsam lässt sich gut vermitteln, wenngleich eine gewisse Eigenwilligkeit stets erhalten bleibt.
Ernährung
Der Pekinese neigt bei mangelnder Bewegung zu Übergewicht, weshalb die Futtermenge sorgfältig an den tatsächlichen Energiebedarf angepasst werden muss. Hochwertiges Alleinfutter – ob Nass-, Trocken- oder Frischfutter – sollte einen hohen Fleischanteil und möglichst wenig Getreide oder Füllstoffe enthalten. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind empfehlenswert.
Aufgrund der verkü