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Pfeifente

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Tierart – Vögel > Wasservögel – Enten

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Mareca penelope (früher Anas penelope)
  • Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
  • Familie: Entenvögel (Anatidae)
  • Gattung: Mareca
  • Lebensraum: Feuchtgebiete, Küsten, Überschwemmungsflächen, Süßwasserseen
  • Größe: 42–50 cm Körperlänge, Flügelspannweite 75–86 cm
  • Gewicht: 500–900 g
  • Lebenserwartung: bis zu 18 Jahre (in freier Wildbahn durchschnittlich 3–5 Jahre)

Aussehen & Merkmale

Die Pfeifente ist eine mittelgroße Schwimmente mit kompaktem Körperbau, relativ kurzem Hals und einem auffallend kleinen, blaugrauen Schnabel mit schwarzer Spitze. Wie bei vielen Entenarten ist der Geschlechtsdimorphismus im Prachtkleid deutlich ausgeprägt.

Das Männchen (Erpel) zeigt im Prachtkleid einen rotbraunen Kopf mit einem breiten, rahmgelben Stirnstreifen, der sich vom Schnabelansatz bis zum Scheitel erstreckt. Brust und Vorderhals sind rosagrau, die Flanken fein grau gewellt. Im Flug fallen die weißen Flügelfelder auf den Oberflügeln auf, die von einem grünen Spiegel an den Armschwingen begleitet werden. Der Bauch ist weiß, der Steiß schwarz. Im Schlichtkleid ähnelt der Erpel dem Weibchen, behält aber in der Regel die weißen Flügelfelder bei.

Das Weibchen trägt ein insgesamt unauffälliges, bräunlich geflecktes Gefieder, das eine gute Tarnung am Brutplatz bietet. Die Gesamtfärbung variiert zwischen rötlichbraun und graubraun. Von ähnlich gefärbten Weibchen anderer Schwimmenten unterscheidet es sich durch den kurzen Schnabel, die steile Stirn und den rundlichen Kopf.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Pfeifente erstreckt sich über die gesamte Paläarktis. Die Brutgebiete liegen in den nördlichen Breiten Europas und Asiens – von Island und Skandinavien über Nordrussland bis nach Kamtschatka und in die Mongolei. Vereinzelte Brutpaare finden sich auch in Schottland und Nordengland.

Als Zugvogel überwintert die Pfeifente in gemäßigteren Zonen: in Westeuropa entlang der Atlantik- und Nordseeküste, im Mittelmeerraum, in Nordafrika, im Nahen Osten sowie in Süd- und Südostasien. In Mitteleuropa, einschließlich Deutschland, tritt sie vor allem als Durchzügler und Wintergast auf. Größere Rastbestände sammeln sich an der Küste des Wattenmeers, an Binnenseen und auf überschwemmten Grünlandflächen.

Das bevorzugte Habitat zur Brutzeit umfasst offene Tundra, Waldtundra und Taiga in der Nähe flacher Süßgewässer mit dichter Ufervegetation. Im Winterquartier nutzt die Pfeifente Flussmündungen, Flachwasserzonen, Salzmarschen und Grünlandflächen – auch weitab vom Wasser, sofern geeignete Äsungsflächen vorhanden sind.

Ernährung

Die Pfeifente ernährt sich überwiegend pflanzlich. Auf dem Speiseplan stehen Gräser, Kräuter, Wasserpflanzen und Samen. Während der Brutzeit ergänzt sie die Nahrung mit Insekten, Larven, Schnecken und anderen Wirbellosen, die einen höheren Proteinbedarf in der Fortpflanzungszeit decken.

Im Winterhalbjahr weidet die Pfeifente häufig an Land auf Grünlandflächen und ähnelt in ihrem Nahrungsverhalten eher Gänsen als anderen Schwimmenten. Im Wasser gründelt sie in der Flachwasserzone oder nimmt von der Wasseroberfläche treibende Pflanzenteile auf. Gelegentlich profitiert sie von der Nahrungssuche tauchender Arten wie Blässhühnern oder Tauchenten, indem sie aufgetriebene Pflanzenreste von der Oberfläche aufnimmt – ein als Kleptoparasitismus bezeichnetes Verhalten.

Verhalten & Lebensweise

Pfeifenten sind gesellige Vögel, die außerhalb der Brutzeit in großen Trupps auftreten. Winteransammlungen können mehrere Tausend Individuen umfassen. Innerhalb dieser Schwärme herrscht ein ständiger Stimmkontakt: Der namensgebende, durchdringende Pfeifton des Erpels – ein helles, zweisilbiges „whi-uu" – ist über weite Entfernungen zu hören und macht die Art unverwechselbar.

Die Aktivitätsmuster richten sich nach Jahreszeit und Störungsintensität. In ungestörten Gebieten äsen Pfeifenten auch tagsüber, während sie in Arealen mit starkem Jagddruck oder häufiger Störung auf nächtliche Nahrungsaufnahme ausweichen. Tagsüber ruhen sie dann auf offenen Wasserflächen in dichten Trupps.

Im Flug sind Pfeifenten schnell und wendig. Ihre Flügelschläge sind hastig, und die Schwärme bewegen sich in unregelmäßigen Formationen. Der Flug wirkt insgesamt kompakter als bei vielen anderen Schwimmenten.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Balz beginnt bereits im Winterquartier und setzt sich auf dem Frühjahrszug fort. Erpel werben mit charakteristischen Balzgesten, darunter das Aufrichten des Körpers, das Aufstellen der Scheitelfedern und wiederholte Pfeifrufe. Die Paarbindung hält in der Regel eine Brutsaison lang.

Das Nest wird vom Weibchen am Boden angelegt, meist gut versteckt in dichter Vegetation – in Heidekraut, Gras oder unter Büschen, oft in einiger Entfernung vom Wasser. Die Nestmulde wird mit Pflanzenmaterial und Daunenfedern ausgekleidet. Das Gelege umfasst 6–12 Eier, typischerweise 7–9, die eine cremeweiße Farbe aufweisen.

Die Brutdauer beträgt 24–25 Tage. Das Weibchen brü