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Portugiesischer-waßerhund

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Steckbrief

  • Herkunft: Portugal (Algarve-Küste)
  • FCI-Gruppe: Gruppe 8 – Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde; Sektion 3 – Wasserhunde (Nr. 37)
  • Größe: Rüden 50–57 cm, Hündinnen 43–52 cm
  • Gewicht: Rüden 19–25 kg, Hündinnen 16–22 kg
  • Lebenserwartung: 12–15 Jahre
  • Fell/Farben: Dichtes, lockiges oder gewelltes Fell ohne Unterwolle; Schwarz, Braun, Weiß sowie Kombinationen aus Schwarz-Weiß und Braun-Weiß

Herkunft & Geschichte

Der Portugiesische Wasserhund, in seiner Heimat als Cão de Água Português bekannt, zählt zu den ältesten Hunderassen der Iberischen Halbinsel. Seine Abstammung lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen, wobei einige Kynologen vermuten, dass seine Vorfahren bereits in der Antike von nordafrikanischen Seefahrern an die portugiesische Küste gebracht wurden. Genetisch steht er in enger Verwandtschaft mit anderen europäischen Wasserhunden wie dem Irischen Wasserspaniel und dem Barbet.

Über Jahrhunderte war der Portugiesische Wasserhund ein unverzichtbarer Arbeitspartner der Fischer an der Algarve-Küste und rund um Lissabon. Er trieb Fischschwärme in die Netze, apportierte verlorene Ausrüstung aus dem Wasser, bewachte die Boote im Hafen und diente sogar als Kurier zwischen Schiffen. Die Rasse war so eng mit dem Fischereigewerbe verbunden, dass die Hunde als vollwertige Besatzungsmitglieder galten und einen Anteil am Fang erhielten.

Mit dem Niedergang der traditionellen Küstenfischerei im 20. Jahrhundert geriet die Rasse an den Rand des Aussterbens. Der wohlhabende portugiesische Reeder und Hundeliebhaber Vasco Bensaúde begann in den 1930er-Jahren ein gezieltes Zuchtprogramm und legte damit den Grundstein für den Erhalt der Rasse. 1954 wurde der erste offizielle Rassestandard vom portugiesischen Zuchtverband anerkannt, die FCI-Anerkennung folgte wenig später. Internationale Bekanntheit erlangte der Portugiesische Wasserhund, als die Familie des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama 2009 den Rüden „Bo" ins Weiße Haus aufnahm.

Aussehen & Rassemerkmale

Der Portugiesische Wasserhund ist ein mittelgroßer, kräftig gebauter Hund mit ausgewogenen Proportionen. Sein Körperbau verrät sofort den ausdauernden Schwimmer: Die Brust ist breit und tief, die Muskulatur ausgeprägt, ohne dabei massig zu wirken. Auffällig sind die Schwimmhäute zwischen den Zehen, die ihm einen enormen Vortrieb im Wasser verleihen.

Der Kopf ist breit mit einer deutlich ausgeprägten Stirnfurche. Die mittelgroßen Augen sind rund und dunkel, der Ausdruck aufmerksam und intelligent. Die herzförmigen Hängeohren setzen hoch an und liegen dicht am Kopf an.

Das Fell ist das markanteste Rassemerkmal. Es existieren zwei Fellvarianten: Die lockige Variante zeigt dicht gedrehte, zylindrische Locken, während die seltenere gewellte Variante leicht fallendes, wellig-glänzendes Haar aufweist. Beide Varianten besitzen keine Unterwolle, wodurch der Haarwechsel minimal ausfällt. Diese Eigenschaft macht den Portugiesischen Wasserhund für viele Allergiker verträglicher, wenngleich keine Hunderasse vollständig hypoallergen ist. Die Rute ist mittellang, kräftig am Ansatz und dient als Ruder beim Schwimmen.

Charakter & Wesen

Der Portugiesische Wasserhund ist ein temperamentvoller, intelligenter und äußerst menschenbezogener Hund. Sein Wesen vereint Arbeitsfreude mit einer ausgeprägten Bindungsfähigkeit an seine Bezugspersonen. Er ist treu, anhänglich und folgt seinem Menschen am liebsten auf Schritt und Tritt – Alleinsein liegt ihm nicht.

Im Umgang mit der Familie zeigt er sich verspielt, geduldig und ausgesprochen kinderfreundlich. Gegenüber Fremden verhält er sich zunächst reserviert und wachsam, ohne dabei aggressiv zu werden. Sein ausgeprägter Wachtrieb macht ihn zu einem zuverlässigen Melder, der sein Territorium aufmerksam im Blick behält.

Die Rasse ist ausgesprochen lernwillig und gehorsam, braucht aber eine konsequente und gleichzeitig einfühlsame Erziehung. Portugiesische Wasserhunde können eigensinnig sein und testen gelegentlich Grenzen aus. Langeweile ist ihr größter Feind – ein unterforderter Wasserhund sucht sich selbst Beschäftigung, was selten im Sinne des Halters ausfällt.

Haltung & Pflege

Dieser Hund braucht viel Bewegung und geistige Beschäftigung. Mindestens ein bis zwei Stunden aktiver Auslauf pro Tag sind notwendig, idealerweise mit Schwimmmöglichkeit. Hundesportarten wie Agility, Obedience, Dummytraining oder Wasserarbeit sind hervorragend geeignet, um den Portugiesischen Wasserhund körperlich und mental auszulasten.

Die Fellpflege ist anspruchsvoll. Da das Haar stetig wächst und nicht von selbst ausfällt, muss es alle sechs bis acht Wochen geschoren oder getrimmt werden. Tägliches Bürsten verhindert Verfilzungen, besonders bei der lockigen Variante. Ohren und Augen sollten regelmäßig kontrolliert werden, da die dichte Behaarung Entzündungen begünstigen kann.

Eine Wohnung in der Stadt ist möglich, sofern der Bewegungsbedarf konsequent gedeckt wird. Ideal ist ein Haus mit Garten und Zugang zu Gewässern. Der Portugiesische Wasserhund eignet sich nicht für Zwingerhaltung – er braucht den engen Familienanschluss.

Ernährung

Die Ernährung des Portugiesischen Wasserhunds sollte seinem hohen Aktivitätsn