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Rotala

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Aquarien- & Teichpflanzen > Aquarien- & Teichpflanzen

Definition und Überblick

Rotala ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae), die weltweit in tropischen und subtropischen Regionen vorkommt. Die Gattung umfasst rund 50 bis 60 Arten, von denen etliche in der Aquaristik als Wasserpflanzen kultiviert werden. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort „rota" (Rad) ab und bezieht sich auf die quirlförmig angeordneten Blätter einiger Arten. Rotala-Arten zählen zu den beliebtesten Stängelpflanzen im Süßwasseraquarium und werden wegen ihrer vielfältigen Wuchsformen, Blattfarben und relativ unkomplizierten Pflege geschätzt. Je nach Art eignen sie sich für Vorder-, Mittel- oder Hintergrundgestaltung im Aquascape.

Herkunft und natürliches Verbreitungsgebiet

Die meisten in der Aquaristik gepflegten Rotala-Arten stammen aus Südostasien, insbesondere aus Indien, Sri Lanka, Vietnam und China. Einige Vertreter sind auch in Afrika, Australien und dem südlichen Nordamerika heimisch. In ihren natürlichen Habitaten besiedeln Rotala-Arten flache Gewässer, Reisfeldränder, temporär überflutete Feuchtwiesen und Uferregionen von Flüssen und Seen. Viele Arten sind amphibisch, das heißt, sie können sowohl submers (unter Wasser) als auch emers (über Wasser) wachsen. Die emerse Form unterscheidet sich häufig stark von der submersen – in Blattform, Blattfarbe und Wuchsverhalten. Diese Eigenschaft macht die Gattung für Aquascaper und Paludarien-Gestalter gleichermaßen interessant.

Beliebte Arten in der Aquaristik

  • Rotala rotundifolia – Die wohl bekannteste Art. Sie bildet unter Wasser schmale, lanzettliche Blätter, die sich bei guter Beleuchtung rötlich bis rosa färben. In der emersen Form sind die Blätter rundlich, was den Artnamen erklärt. Sie gilt als robust und anfängergeeignet.
  • Rotala indica – Wird oft mit R. rotundifolia verwechselt. Die echte R. indica ist kleiner und kompakter, mit rundlichen Blättern auch unter Wasser. Sie stellt moderate Ansprüche an Licht und Nährstoffe.
  • Rotala macrandra – Eine anspruchsvolle Art mit großen, intensiv rot gefärbten Blättern. Sie benötigt starkes Licht, CO₂-Düngung und eine gute Nährstoffversorgung, belohnt den Aufwand aber mit einer spektakulären Farbgebung.
  • Rotala wallichii – Auffällig durch ihre nadelförmigen, fein gefiederten Blätter. Die Triebspitzen färben sich unter hoher Lichtintensität rötlich-violett. Auch diese Art ist eher für erfahrene Aquarianer geeignet.
  • Rotala sp. „H'Ra" – Eine Zuchtform, die aus Vietnam stammt und durch ihre kräftige Orange- bis Rotfärbung auffällt. Sie lässt sich bei mittlerer bis hoher Beleuchtung gut kultivieren.
  • Rotala sp. „Green" – Eine grün bleibende Variante, die auch bei starkem Licht kaum Rottöne zeigt. Sie eignet sich gut als Kontrastpflanze zu rotblättrigen Arten.

Pflege und Kulturbedingungen im Aquarium

Die Haltung von Rotala hängt stark von der jeweiligen Art ab. Generell lassen sich jedoch einige grundlegende Pflegeparameter benennen. Die Wassertemperatur sollte zwischen 22 und 28 °C liegen, der pH-Wert im leicht sauren bis neutralen Bereich (5,5–7,5). Weiches bis mittelhartes Wasser (2–15 °dGH) kommt den meisten Arten entgegen.

Der entscheidende Faktor für kräftiges Wachstum und intensive Färbung ist die Beleuchtung. Während genügsame Arten wie Rotala rotundifolia bereits bei mittlerer Lichtintensität (ca. 30–50 Lumen pro Liter) gut gedeihen, verlangen anspruchsvollere Arten wie R. macrandra starkes Licht mit über 60 Lumen pro Liter. Ohne ausreichende Beleuchtung vergrünen rote Arten und verkümmern im unteren Stängelbereich.

Eine CO₂-Zufuhr über eine Druckgasanlage oder Bio-CO₂ fördert das Wachstum erheblich. Bei anspruchsvollen Rotala-Arten ist sie nahezu unverzichtbar. CO₂-Konzentrationen von 20–30 mg/l gelten als optimal.

Die Düngung erfolgt über Makronährstoffe (Stickstoff, Phosphat, Kalium) und Mikronährstoffe (Eisen, Mangan, Bor). Eisenmangel zeigt sich bei Rotala häufig durch blasse, gelbliche Triebspitzen. Eine regelmäßige Flüssigdüngung in Kombination mit nährstoffreichem Bodengrund – etwa Aqua Soil oder Nährstoffsubstrat unter Kies – liefert die besten Ergebnisse.

Vermehrung und Rückschnitt

Rotala lässt sich außerordentlich einfach durch Kopfstecklinge vermehren. Dazu wird der obere Teil eines Stängels abgeschnitten und in den Bodengrund gesteckt. Innerhalb weniger Tage bilden sich neue Wurzeln. Der verbliebene untere Stängel treibt in der Regel an den Blattachseln neu aus und verzweigt sich, was zu einem buschigeren Wuchs führt.

Regelmäßiger Rückschnitt ist bei den meisten Rotala-Arten notwendig, da sie schnell die Wasseroberfläche erreichen und dann beginnen, emers weiterzuwachsen. Werden die Stängel zu lang, verkahlen sie im unteren Bereich durch Lichtmangel. In diesem Fall empfiehlt es sich, die gesamte Bepflanzung zu erneuern: Die gesunden Triebspitzen werden abgeschnitten und neu eingesetzt, die alten Stümpfe entfernt.

Gestaltung und Verwendung im Aquascape

In der Aquariengestaltung dienen Rotala-Arten vorwiegend als Hintergrundpflanzen, können aber durch gezielten Rückschnitt auch im Mittelgrund eingesetzt werden. Im sogenannten „Dutch Style Aquascaping" bilden dichte Rotala-