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Schillerstövare

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Steckbrief

  • Herkunft: Schweden
  • FCI-Gruppe: Gruppe 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen, Sektion 1.2 (Mittelgroße Laufhunde)
  • FCI-Standard Nr.: 131
  • Größe: Rüden 53–61 cm, Hündinnen 49–57 cm
  • Gewicht: 18–25 kg
  • Lebenserwartung: 12–14 Jahre
  • Fell: Kurzes, hartes, anliegendes Deckhaar mit dichter Unterwolle
  • Farben: Schwarz mit scharf abgegrenzten lohfarbenen (tan) Abzeichen

Herkunft & Geschichte

Der Schillerstövare, auch als Schiller-Bracke bekannt, ist eine schwedische Laufhundrasse, die ihren Namen dem Farmer und Hundezüchter Per Schiller verdankt. Per Schiller präsentierte seine Hunde erstmals 1886 auf der ersten schwedischen Hundeausstellung in Jönköping, wo ein Geschwisterpaar namens Tamburini und Ralla großes Aufsehen erregte. Diese beiden Hunde gelten als Stammväter der Rasse.

Die Abstammung des Schillerstövare geht auf Kreuzungen verschiedener europäischer Laufhunde zurück. Man vermutet, dass süddeutsche Bracken, englische Harrier und möglicherweise auch Schweizer Laufhunde in die Zuchtlinie einflossen. Per Schillers Ziel war es, einen schnellen, ausdauernden Jagdhund zu schaffen, der sich besonders für die Einzeljagd auf Fuchs und Hase in den weitläufigen schwedischen Wäldern eignet. Im Gegensatz zu vielen anderen skandinavischen Laufhunden wurde der Schillerstövare von Beginn an als Solojäger und nicht als Meutehund gezüchtet.

Die offizielle Anerkennung durch den Schwedischen Kennel Club erfolgte 1907. Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) führt den Schillerstövare seit 1955 als eigenständige Rasse. In Schweden ist die Rasse nach wie vor ein geschätzter Gebrauchshund, während sie außerhalb Skandinaviens nur selten anzutreffen ist. Der zuständige Zuchtverband in Schweden ist der Svenska Stövarklubben, der die Rassestandards überwacht und Zuchtempfehlungen ausspricht.

Aussehen & Rassemerkmale

Der Schillerstövare ist ein wohlproportionierter, mittelgroßer Laufhund mit elegantem und zugleich muskulösem Körperbau. Sein Erscheinungsbild strahlt Schnelligkeit und Ausdauer aus, ohne dabei schwer oder plump zu wirken. Der Kopf ist edel geformt mit einem leicht gewölbten Schädel und einem ausgeprägten, aber nicht übertriebenen Stop. Die Schnauze ist kräftig und gerade, der Nasenspiegel stets schwarz.

Die mittelgroßen, dunkelbraunen Augen verleihen dem Schillerstövare einen aufmerksamen und lebhaften Ausdruck. Die hoch angesetzten Ohren sind weich, flach anliegend und reichen etwa bis zur Hälfte der Schnauze. Sie werden weder gefaltet noch gerollt getragen.

Das Fell des Schillerstövare ist eines seiner markantesten Merkmale. Das kurze, dichte Deckhaar liegt eng am Körper an und wird von einer gut entwickelten Unterwolle ergänzt, die hervorragenden Schutz gegen die rauen skandinavischen Winter bietet. Die Farbgebung ist stets schwarz mit klar abgegrenzten lohfarbenen Abzeichen an Kopf, Läufen und an der Unterseite der Rute. Eine weiße Brustmarkierung ist laut Rassestandard gestattet, aber nicht erwünscht. Die Rute wird gerade oder leicht säbelförmig getragen und reicht bis zum Sprunggelenk.

Charakter & Wesen

Der Schillerstövare ist ein lebhafter, energiegeladener Hund mit einem ausgeprägten Jagdtrieb. Im Feld arbeitet er selbstständig, ausdauernd und mit bemerkenswerter Spurlaut-Freudigkeit. Er verfolgt Wild über große Distanzen und zeichnet sich durch ein sicheres Orientierungsvermögen aus, das ihn stets zum Ausgangspunkt zurückführt.

Abseits der Jagd zeigt sich der Schillerstövare als freundlicher, treuer und anhänglicher Begleiter. Im häuslichen Umfeld ist er ruhig und ausgeglichen, sofern er ausreichend Beschäftigung und Auslauf erhält. Gegenüber seiner Familie ist er verschmust und loyal, gegenüber Fremden zunächst zurückhaltend, aber nicht aggressiv. Als wachsam kann er durchaus gelten, ohne jedoch ein ausgeprägter Wachhund zu sein. Seine Verträglichkeit mit anderen Hunden ist in der Regel gut, wobei sein Jagdinstinkt im Umgang mit Kleintieren stets berücksichtigt werden muss.

Dieser Laufhund ist intelligent und lernwillig, bringt aber auch eine gewisse Eigenständigkeit mit, die typisch für Jagdhunde seiner Abstammung ist. Konsequente, geduldige Erziehung mit positiver Verstärkung führt bei ihm zu den besten Ergebnissen.

Haltung & Pflege

Der Schillerstövare ist kein Hund für eine Stadtwohnung. Er benötigt viel Bewegung und idealerweise die Möglichkeit, seinem angeborenen Jagdtrieb nachzugehen. Täglicher, ausgiebiger Auslauf ist unverzichtbar – mindestens zwei bis drei Stunden aktive Beschäftigung sollten eingeplant werden. Fährtenarbeit, Mantrailing oder andere nasenintensive Aufgaben bieten hervorragende Alternativen zur Jagd und lasten den Hund geistig wie körperlich aus.

Ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten ist die ideale Haltungsform. Da der Schillerstövare ein ausgezeichneter Spurfolger ist, sollte der Zaun hoch und stabil genug sein, um Ausbruchsversuche zu verhindern. Freilauf in nicht eingezäuntem Gelände ist aufgrund des starken Jagdtriebs nur mit hervorragender Ausbildung und unter Aufsicht empfehlenswert.

Die Fellpflege gestaltet sich unkompliziert. Regelmäßiges Bürsten – ein- bis zweimal pro Woche – genügt, um lose Haare zu entfernen und die Hautdurchblutung zu fördern. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst empfiehlt sich häufigeres Bürsten. Die