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Shih-tzu

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Rassen > Hunderassen – Gesellschafts- & Begleithunde

Steckbrief

  • Herkunft: Tibet / China
  • FCI-Gruppe: Gruppe 9 – Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 5: Tibetanische Hunderassen (ohne Arbeitsprüfung)
  • FCI-Standard Nr.: 208
  • Größe: bis 27 cm Widerristhöhe
  • Gewicht: 4,5 bis 8 kg (idealerweise 4,5 bis 7,5 kg)
  • Lebenserwartung: 12 bis 16 Jahre
  • Fell: Lang, dicht, mit üppiger Unterwolle; glattes bis leicht gewelltes Deckhaar
  • Farben: Alle Farben zulässig; häufig Gold-Weiß, Schwarz-Weiß, Schwarz, Grau, Rot und diverse Schattierungen; bei mehrfarbigen Hunden ist eine weiße Schwanzspitze und ein weißer Stirnfleck erwünscht

Herkunft & Geschichte

Die Abstammung des Shih Tzu reicht Jahrhunderte zurück in die Paläste der chinesischen Kaiser. Seine Wurzeln liegen in Tibet, wo kleine langhaarige Hunde als heilige Tempelwächter gehalten wurden. Durch Schenkungen tibetischer Mönche gelangten diese Hunde an den chinesischen Kaiserhof, wo sie über Generationen hinweg gezüchtet und verfeinert wurden. Der Name „Shih Tzu" bedeutet übersetzt „Löwenhund" – eine Bezeichnung, die auf die löwenartige Mähne und die kulturelle Verbindung zum buddhistischen Löwen zurückgeht.

Während der chinesischen Revolution Anfang des 20. Jahrhunderts wäre die Rasse beinahe ausgestorben. Nur wenige Exemplare gelangten nach Europa und in die USA, wo engagierte Züchter den Bestand sicherten. Alle heute lebenden Shih Tzu lassen sich auf eine äußerst kleine Zuchtbasis von etwa 14 Hunden zurückführen. Im Jahr 1934 wurde in England der erste Rasseclub gegründet, und 1957 erfolgte die offizielle Anerkennung durch die FCI. Seitdem hat sich der Shih Tzu weltweit zu einer der beliebtesten Begleithunderassen entwickelt.

Aussehen & Rassemerkmale

Der Shih Tzu ist ein kleiner, robuster Hund mit einem auffallend üppigen, bodenlangen Fell. Sein Körperbau ist kompakt und kräftig – trotz seiner geringen Größe wirkt er keineswegs zerbrechlich. Laut Rassestandard ist der Rumpf etwas länger als die Widerristhöhe, was dem Hund eine leicht rechteckige Silhouette verleiht.

Besonders markant ist der breite, runde Kopf mit dem ausgeprägten Stop und der kurzen, flachen Schnauze. Die großen, dunklen Augen stehen weit auseinander und verleihen dem Shih Tzu seinen charakteristischen warmherzigen Ausdruck. Die tief angesetzten, dicht behaarten Hängeohren verschmelzen optisch mit dem Kopfhaar. Die hochgetragene, über dem Rücken gerollte Rute ist ebenfalls reich befellt und trägt zum eleganten Gesamtbild bei.

Das doppelte Haarkleid besteht aus einem langen, seidigen Deckhaar und einer dichten, weichen Unterwolle. Das Kopfhaar wächst in alle Richtungen und bildet häufig einen chrysanthemenartigen Scheitel – weshalb der Shih Tzu gelegentlich auch „Chrysanthemenhund" genannt wird. Viele Halter binden das Stirnhaar zu einem Topknot zusammen, um die Sicht des Hundes nicht zu behindern.

Charakter & Wesen

Der Shih Tzu ist ein selbstbewusster, fröhlicher und ausgesprochen menschenbezogener Hund. Sein Wesen vereint Lebhaftigkeit mit einer gewissen Gelassenheit, die ihn zu einem angenehmen Begleiter in nahezu jeder Lebenssituation macht. Er ist treu, anhänglich und sucht stets die Nähe seiner Bezugspersonen, ohne dabei aufdringlich zu werden.

Trotz seiner geringen Größe zeigt der Shih Tzu eine beachtliche Portion Stolz und Eigenwilligkeit. Er ist intelligent und lernfreudig, kann aber auch durchaus stur sein, wenn er den Sinn einer Übung nicht einsieht. Bei der Erziehung sind Geduld und positive Verstärkung daher unverzichtbar. Harte Methoden führen bei dieser sensiblen Rasse unweigerlich zum Gegenteil des gewünschten Effekts.

Gegenüber Fremden verhält sich der Shih Tzu in der Regel freundlich und aufgeschlossen. Er ist verspielt und verträgt sich gut mit Kindern und anderen Haustieren, sofern er als Welpe entsprechend sozialisiert wurde. Ein ausgeprägtes Wachverhalten ist kaum vorhanden – der Shih Tzu meldet zwar Besucher, zeigt aber kein echtes Territorialverhalten.

Haltung & Pflege

Der Shih Tzu eignet sich hervorragend für die Wohnungshaltung. Sein Bewegungsdrang ist moderat: Tägliche Spaziergänge von insgesamt 30 bis 60 Minuten genügen, ergänzt durch geistige Beschäftigung in Form kleiner Suchspiele oder leichtem Training. Obwohl er keinen Garten benötigt, genießt er Freilauf im Grünen durchaus.

Die Fellpflege ist der zeitintensivste Aspekt der Shih-Tzu-Haltung. Das lange Haarkleid muss täglich gebürstet werden, um Verfilzungen zu vermeiden. Besonders hinter den Ohren, in den Achseln und im Genitalbereich bilden sich schnell Knoten. Viele Besitzer entscheiden sich für einen praktischen Kurzhaarschnitt (sogenannter „Puppy Cut"), der den Pflegeaufwand erheblich reduziert. Regelmäßige Bäder – etwa alle zwei bis vier Wochen – sind empfehlenswert. Die Augenpartie sollte täglich gereinigt werden, da Tränenflüssigkeit das umliegende Fell verfärben kann. Auch die Kontrolle der Ohren und die Zahnpflege gehören zur Routine.

Ernährung

Der Shih Tzu stellt keine außergewöhnlichen Ansprüche an seine Ernährung, neigt aber bei mangelnder Bewegung rasch zu Übergewicht. Ein hochwertiges Alleinfuttermittel – ob Nass- oder Trockenfutter – sollte einen hohen Fleischanteil und wenig Getreide enthalten. Die Futtermenge