Smålandstövare
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Steckbrief
- Herkunft: Schweden (Provinz Småland)
- FCI-Gruppe: Gruppe 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen, Sektion 1.2 (Mittelgroße Laufhunde)
- FCI-Standard Nr.: 129
- Größe: Rüden 46–54 cm, Hündinnen 42–52 cm (Widerristhöhe)
- Gewicht: 15–20 kg
- Lebenserwartung: 12–15 Jahre
- Fell/Farben: Hartes, anliegendes Deckhaar mit dichter Unterwolle; Farbe schwarz mit lohfarbenen Abzeichen (Brand) an Fang, über den Augen, an Brust, Läufen und unter der Rute. Weiße Abzeichen an Brust und Zehen sind zulässig.
Herkunft & Geschichte
Der Smålandstövare gehört zu den ältesten schwedischen Hunderassen und hat seine Wurzeln in der südschwedischen Provinz Småland. Bereits im Mittelalter wurden in dieser waldreichen Region Jagdhunde gezüchtet, die auf die Nachsuche und Treibjagd auf Hasen und Füchse spezialisiert waren. Die Abstammung dieser Hunde lässt sich auf einheimische Spürhundtypen zurückführen, die über Jahrhunderte hinweg mit verschiedenen europäischen Laufhunden gekreuzt wurden – darunter vermutlich deutsche und baltische Bracken, die durch Soldaten und Handelsreisende nach Schweden gelangten.
Im 19. Jahrhundert war der Typ des Smålandstövare in der Region fest etabliert, allerdings noch ohne einheitlichen Rassestandard. Erst 1921 erkannte der Svenska Kennelklubben (SKK) die Rasse offiziell an und legte einen verbindlichen Rassestandard fest. Bis dahin gab es sowohl kurzschwänzige als auch langschwänzige Varianten. Im Zuge der Standardisierung entschied man sich für die langschwänzige Form, wobei eine natürliche Stummelrute gelegentlich vorkommt und im Standard akzeptiert wird. Die FCI führt den Smålandstövare unter der Nummer 129. Außerhalb Skandinaviens ist die Rasse bis heute selten, in Schweden hingegen wird sie von einem engagierten Zuchtverband betreut und genießt unter Jägern einen ausgezeichneten Ruf.
Aussehen & Rassemerkmale
Der Smålandstövare ist ein kompakt gebauter, muskulöser Laufhund von mittlerer Größe. Sein Körperbau vermittelt den Eindruck von Kraft und Ausdauer, ohne dabei schwerfällig zu wirken. Der Kopf ist leicht keilförmig mit einem deutlich ausgeprägten Stop und mittelgroßen, dunkelbraunen Augen, die einen ruhigen, aufmerksamen Ausdruck zeigen. Die hoch angesetzten Hängeohren liegen flach am Kopf an und reichen etwa bis zur Hälfte des Fangs.
Das Fell ist eines der markantesten Rassemerkmale: Das Deckhaar fühlt sich harsch und rau an, liegt eng am Körper an und wird von einer dichten, weichen Unterwolle ergänzt. Dieser doppelte Haarkleid schützt den Hund zuverlässig vor Nässe, Kälte und dem rauen Unterholz der schwedischen Wälder. Die Farbgebung ist stets schwarz mit klar abgegrenzten lohfarbenen Abzeichen – ein Erscheinungsbild, das an den Rottweiler oder den Black-and-Tan-Typ erinnert, jedoch in einer deutlich schlankeren, eleganteren Silhouette.
Die Rute wird gerade oder leicht säbelförmig getragen und reicht idealerweise bis zum Sprunggelenk. Die Läufe sind kräftig, gerade und mit festen, kompakten Pfoten versehen, die für das Laufen auf unebenem Waldboden bestens geeignet sind.
Charakter & Wesen
Im Wesen zeigt sich der Smålandstövare als ruhiger, ausgeglichener und überaus treuer Begleiter. Gegenüber seiner Bezugsperson und der Familie ist er anhänglich und sanftmütig, ohne dabei aufdringlich zu werden. Er zeigt ein feines Gespür für die Stimmungen seiner Menschen und passt sein Verhalten erstaunlich sensibel an.
Im Jagdeinsatz verwandelt sich der gelassene Haushund in einen passioniert arbeitenden Laufhund. Der Smålandstövare jagt selbstständig, mit tiefer Nase und ausdauerndem Spurlaut. Seine Arbeitsfreude, Zähigkeit und Konzentration im Feld sind bemerkenswert. Er gilt als wachsam, ohne zu übermäßigem Bellen zu neigen, und zeigt Fremden gegenüber eine gewisse freundliche Zurückhaltung. Aggressives Verhalten ist dieser Rasse fremd. Im Umgang mit Kindern ist er geduldig und verspielt, was ihn auch zum geschätzten Familienhund macht – vorausgesetzt, seine Bewegungsbedürfnisse werden erfüllt.
Haltung & Pflege
Der Smålandstövare ist kein Hund für die Stadtwohnung. Er braucht viel Auslauf, idealerweise in naturnahem Gelände, wo er seine Nase einsetzen und sich frei bewegen kann. Mindestens zwei Stunden aktive Beschäftigung pro Tag sind Pflicht – ob durch Jagdeinsatz, Mantrailing, Fährtenarbeit oder ausgedehnte Wanderungen. Geistige Beschäftigung durch Suchspiele und Nasenarbeit ist ebenso wichtig wie körperliche Auslastung.
Die Fellpflege gestaltet sich unkompliziert. Regelmäßiges Bürsten – ein- bis zweimal pro Woche – genügt, um lose Haare und Schmutz zu entfernen. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst sollte häufiger gebürstet werden, da die dichte Unterwolle dann verstärkt abgestoßen wird. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gereinigt werden, da Hängeohren anfälliger für Entzündungen sind. Krallen, Zähne und Augen bedürfen der üblichen Routinekontrolle.
Ernährung
Der Smålandstövare stellt keine außergewöhnlichen Anforderungen an seine Ernährung. Ein hochwertiges Alleinfuttermittel mit hohem Fleischanteil und ausgewogenem Nährstoffprofil bildet eine solide Grundlage. Rationen sollten an das Aktivitätsniveau angepasst werden: Ein jagdlich geführter Hund hat einen deutlich höheren Kalorienbedarf als ein reiner