Bombay
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Steckbrief
- Herkunft: USA (Louisville, Kentucky)
- Rassestandard: CFA (Cat Fanciers' Association), TICA (The International Cat Association), FIFé (teilweise anerkannt)
- Größe: Mittelgroß, kompakt
- Gewicht: Kater 4–5,5 kg, Katzen 3–4,5 kg
- Lebenserwartung: 12–16 Jahre
- Fell: Kurz, enganliegend, seidig glänzend
- Farben: Ausschließlich tiefes, gleichmäßiges Schwarz bis zu den Haarwurzeln
Herkunft & Geschichte
Die Bombay-Katze ist eine vergleichsweise junge Rasse, die ihren Ursprung in den 1950er-Jahren in den Vereinigten Staaten hat. Die amerikanische Züchterin Nikki Horner aus Louisville, Kentucky, verfolgte das ehrgeizige Ziel, eine Katze zu züchten, die einem kleinen schwarzen Panther ähnelt – mit dem kupferfarbenen Blick eines wilden Raubtiers und dem sanften Wesen einer Hauskatze. Um dieses Zuchtziel zu erreichen, kreuzte sie gezielt schwarze American-Shorthair-Katzen mit braunen Burma-Katzen (Burmese).
Die Abstammung von diesen beiden etablierten Rassen prägt die Bombay bis heute – sowohl im Körperbau als auch im Charakter. Nach Jahren sorgfältiger Selektion gelang es Horner, einen stabilen Typ zu etablieren. Im Jahr 1970 wurde die Bombay erstmals beim Zuchtverband CFA registriert, 1976 erhielt sie dort die volle Anerkennung als eigenständige Rasse. Die TICA folgte mit der Anerkennung wenig später. Beim europäischen Dachverband FIFé wird die Bombay teils als Variante der Burmesen geführt, was immer wieder zu Diskussionen in der internationalen Zuchtgemeinschaft führt.
Der Name „Bombay" ist eine Hommage an den schwarzen Panther Indiens – obwohl die Rasse keinerlei genetische Verbindung nach Indien hat. Bis heute ist die Bombay außerhalb der USA eine eher seltene Erscheinung, was sie für Liebhaber besonderer Katzenrassen umso begehrter macht.
Aussehen & Rassemerkmale
Die Bombay ist eine mittelgroße, muskulöse Katze mit einem überraschend hohen Gewicht im Verhältnis zu ihrer kompakten Erscheinung. Der Körperbau ist halbgedrungen (semi-cobby), die Brust breit und die Muskulatur kräftig ausgeprägt. Die Beine sind mittellang und enden in runden Pfoten. Der Schwanz ist mittellang und gerade, zur Spitze hin leicht verjüngt.
Das auffälligste Merkmal ist das Fell: Es liegt extrem eng am Körper an und besitzt einen intensiven, lackartigen Glanz, der an poliertes Ebenholz erinnert. Im Rassestandard wird gefordert, dass jedes einzelne Haar von der Spitze bis zur Wurzel tiefschwarz gefärbt ist – ohne jede Schattierung, ohne Geisterzeichnung, ohne weiße Haare. Auch die Nase, die Fußballen und die Lippeneinfassungen sind schwarz pigmentiert.
Der Kopf ist angenehm gerundet, ohne flache Ebenen, mit einer gut entwickelten, kurzen Schnauze und einem deutlichen Stopp im Profil. Besonders eindrucksvoll sind die großen, weit auseinanderstehenden Augen. Ihre Farbe reicht laut Rassestandard von tiefem Kupfer bis hin zu leuchtendem Gold – je intensiver, desto besser. Dieser Kontrast zwischen tiefschwarzer Erscheinung und strahlend kupferfarbenen Augen macht die Bombay zu einer der visuell eindrucksvollsten Katzenrassen überhaupt.
Charakter & Wesen
Hinter dem wilden Aussehen verbirgt sich ein ausgesprochen menschenbezogener, sanfter Charakter. Die Bombay ist treu, anhänglich und sucht aktiv die Nähe ihrer Bezugsperson. Sie wird häufig als „Klettverschluss-Katze" beschrieben, weil sie ihrem Menschen auf Schritt und Tritt folgt und am liebsten auf dem Schoß oder unter der Bettdecke liegt.
Gleichzeitig ist die Bombay verspielt, neugierig und intelligent. Sie lernt schnell, lässt sich gut mit Clickertraining beschäftigen und apportiert häufig kleine Spielzeuge. Ihre Stimme ist sanft und melodisch – deutlich leiser als die ihrer Burma-Vorfahren, aber durchaus kommunikativ. Fremden gegenüber zeigt sie sich nach kurzer Beobachtung meist aufgeschlossen und selten scheu.
Im Zusammenleben mit anderen Katzen oder Hunden ist die Bombay in der Regel verträglich, allerdings beansprucht sie gern die Rolle der Anführerin. Eine Eigenschaft, die aus dem Burma-Erbe stammt und die man bei der Vergesellschaftung berücksichtigen sollte.
Haltung & Pflege
Die Bombay eignet sich hervorragend für die Wohnungshaltung, sofern ausreichend Beschäftigung und Klettermöglichkeiten vorhanden sind. Als intelligente und aktive Katze braucht sie tägliche Spieleinheiten, interaktive Spielzeuge und idealerweise einen gesicherten Balkon oder ein Freigehege. Wer berufstätig ist, sollte über eine Zweitkatze nachdenken, da die Bombay Einsamkeit schlecht verträgt.
Die Fellpflege ist denkbar unkompliziert. Das kurze, anliegende Fell hat kaum Unterwolle und neigt nicht zum Verfilzen. Einmal wöchentliches Bürsten mit einer weichen Bürste oder einem Gummihandschuh reicht aus, um lose Haare zu entfernen und den charakteristischen Glanz zu erhalten. Der geringe Pflegeaufwand beim Fell macht die Bombay auch für Menschen attraktiv, die wenig Zeit für aufwendige Fellpflege aufbringen können.
Ernährung
Die Bombay neigt bei mangelnder Bewegung zu Übergewicht – ein Punkt, den Halter ernst nehmen sollten. Eine hochwertige, proteinreiche Ernährung mit hohem Fleischanteil ist essenziell. Getreidefreies Nass- oder Rohfutter (BARF) wird von vielen Züchtern empfohlen. Trockenfutter sollte nur in Maßen als Ergänzung dienen. Das Gewicht sollte regelmäßig kontrolliert werden, da die kompakte Statur Gewichtszunahmen auf den ersten Blick kaschieren kann. Frisches Wasser muss ständig zur Verfügung st