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Filterschwamm

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Definition und Überblick

Ein Filterschwamm ist ein poröses Filtermaterial aus Schaumstoff, das in der Aquaristik und Terraristik zur mechanischen und biologischen Reinigung des Wassers eingesetzt wird. Er gehört zur Grundausstattung nahezu jeder Filteranlage und zählt zu den am häufigsten verwendeten Filtermedien in Süßwasser- und Meerwasseraquarien. Filterschwämme bestehen in der Regel aus offenzelligem Polyurethan-Schaumstoff (PU-Schaum), der speziell für den Einsatz im Aquarium gefertigt wird und keine Schadstoffe an das Wasser abgibt.

Funktionsweise und Filterprinzip

Der Filterschwamm erfüllt im Aquarienfilter zwei zentrale Aufgaben: die mechanische Filtration und die biologische Filtration.

Bei der mechanischen Filtration hält der Schwamm Schwebstoffe, Pflanzenreste, Futterreste und andere Partikel physisch zurück. Das Wasser wird durch die Porenstruktur des Schaumstoffs gepresst, wobei grobe und feine Verunreinigungen je nach Porengröße aufgefangen werden. Je feiner die Poren, desto kleinere Partikel werden aus dem Wasser entfernt – allerdings sinkt mit zunehmender Feinheit auch die Durchflussrate.

Die biologische Filtration stellt den zweiten, oft unterschätzten Nutzen dar. In den unzähligen Poren des Schwamms siedeln sich mit der Zeit Nitrifikationsbakterien an. Diese Mikroorganismen bauen giftiges Ammoniak und Nitrit ab, das durch Fischausscheidungen und zersetzende organische Stoffe entsteht. Der Schwamm bietet mit seiner enormen inneren Oberfläche ideale Besiedlungsflächen für diese Bakterienkulturen. Ein eingefahrener Filterschwamm ist daher weit mehr als ein bloßes Sieb – er ist ein lebendiges biologisches Filtersystem.

Porengrößen und Klassifizierung

Filterschwämme werden nach ihrer Porengröße in verschiedene Kategorien eingeteilt, die üblicherweise in PPI (pores per inch, Poren pro Zoll) angegeben werden:

  • Grob (10 PPI): Große Poren, hohe Durchflussrate, fängt nur grobe Partikel ab. Wird häufig als Vorfilter oder erste Filterstufe eingesetzt, um feinere Filtermedien vor schnellem Zusetzen zu schützen.
  • Mittel (20–30 PPI): Ausgewogenes Verhältnis zwischen Durchfluss und Filterleistung. Geeignet als Hauptfiltermedium in Innenfiltern und Außenfiltern.
  • Fein (30–45 PPI): Kleine Poren, hohe Partikelrückhaltung, geringerer Durchfluss. Wird als letzte mechanische Filterstufe verwendet und liefert besonders klares Wasser.

In vielen Filtersystemen werden mehrere Schwämme unterschiedlicher Porengröße hintereinander geschaltet. Das Wasser durchläuft dabei zuerst den groben, dann den mittleren und schließlich den feinen Schwamm. Diese Abstufung verlängert die Standzeit aller Filtermedien erheblich.

Einsatzbereiche in Aquaristik und Terraristik

Filterschwämme finden sich in praktisch allen gängigen Filtertypen: Innenfilter, Außenfilter, Hamburger Mattenfilter (HMF), Rucksackfilter und Lufthebefilter. Beim Hamburger Mattenfilter beispielsweise bildet eine großflächige Schwammmatte die gesamte Filtereinheit, die eine Aquarienecke oder -seite abdeckt und durch einen Luftheber oder eine Pumpe durchströmt wird. Diese Konstruktion gilt als besonders wartungsarm und biologisch effizient.

In der Terraristik kommen Filterschwämme vor allem in Paludarien und Aquaterrarien zum Einsatz, wo ein Wasserteil gepflegt werden muss. Auch in Wassernäpfen oder kleinen Wasserfällen innerhalb von Terrarien können kleine Schwammfilter die Wasserqualität verbessern.

Für die Aufzucht von Jungfischen und die Haltung von Garnelen werden Filterschwämme häufig als Ansaugschutz über den Filtereinlass gestülpt. So wird verhindert, dass Jungtiere oder kleine Wirbellose in den Filter gesaugt werden.

Reinigung und Pflege

Die richtige Pflege eines Filterschwamms entscheidet maßgeblich über die Filterleistung und die Stabilität der Wasserwerte. Grundsätzlich gilt: Ein Filterschwamm sollte niemals unter fließendem Leitungswasser ausgewaschen werden. Das Chlor im Trinkwasser tötet die angesiedelten Filterbakterien ab und zerstört damit die biologische Filterleistung.

Stattdessen wird der Schwamm in einem Eimer mit abgelassenem Aquarienwasser ausgedrückt. Dabei genügt es, den gröbsten Mulm zu entfernen. Eine vollständige Reinigung ist weder nötig noch sinnvoll. Leichte Verfärbungen und ein bräunlicher Belag sind kein Zeichen mangelnder Hygiene, sondern ein Hinweis auf eine gut funktionierende Bakterienkolonie.

Der Reinigungsintervall hängt vom Besatz, der Fütterung und der Beckengröße ab. Als Richtwert gilt eine Reinigung alle zwei bis vier Wochen. Bei Filtern mit mehreren Schwämmen empfiehlt es sich, diese versetzt zu reinigen, also nicht alle gleichzeitig, um den Bakterienbestand im Filter nicht vollständig zu dezimieren.

Haltbarkeit und Austausch

Hochwertige Filterschwämme halten bei sachgemäßer Pflege mehrere Jahre. Mit der Zeit verliert der Schaumstoff allerdings seine Elastizität, die Poren verformen sich, und die Rückstellkraft lässt nach. Wenn der Schwamm nach dem Ausdrücken nicht mehr in seine ursprüngliche Form zurückkehrt oder brüchig wird, steht ein Austausch an.

Beim Wechsel sollte der neue Schwamm idealerweise einige Wochen parallel zum alten im Filter betrieben werden, damit die Bakterien den neuen Schwamm besiedeln können. Alternativ kann ein Teil des alten Schwamms im Filter verbleiben, während der Rest durch neues Material ersetzt wird.

Kaufkriterien und Qualitätsmerkmale

Beim Kauf eines Filterschw