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Foxhound

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Rassen > Hunderassen – Jagdhunde

Steckbrief

  • Herkunft: Großbritannien (English Foxhound) / Vereinigte Staaten (American Foxhound)
  • FCI-Gruppe: Gruppe 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen; Sektion 1.1 – Große Laufhunde
  • Rassestandard: FCI-Standard Nr. 159 (English Foxhound) / FCI-Standard Nr. 303 (American Foxhound)
  • Größe: Rüden 58–64 cm, Hündinnen 53–61 cm (English Foxhound); American Foxhound etwas größer und leichter gebaut
  • Gewicht: 25–34 kg
  • Lebenserwartung: 10–13 Jahre
  • Fell/Farben: Kurzes, dichtes, wetterfestes Stockhaar; typisch dreifarbig (Tricolour: schwarz, weiß, lohfarben), zweifarbig (weiß-orange, weiß-zitronengelb) oder selten einfarbig

Herkunft & Geschichte

Der Foxhound zählt zu den ältesten und traditionsreichsten Jagdhunderassen Europas. Seine Abstammung lässt sich bis ins mittelalterliche England zurückverfolgen, wo ab dem 13. Jahrhundert gezielt Laufhunde für die berittene Fuchsjagd – die sogenannte Parforcejagd – gezüchtet wurden. Grundlage der Zucht bildeten verschiedene keltische und normannische Laufhundetypen, darunter der inzwischen ausgestorbene Talbot Hound sowie der Greyhound, der Geschwindigkeit in die Linien brachte.

Ab dem 16. Jahrhundert führten englische Adlige akribische Zuchtbücher, die als Vorläufer moderner Stammbäume gelten. Die „Masters of Foxhounds Association" (MFHA), gegründet 1881, gehört zu den ältesten Zuchtverbänden der Welt und verwaltet bis heute das Stud Book der Rasse. Damit verfügt der English Foxhound über eine der am besten dokumentierten Zuchtgeschichten aller Hunderassen.

Im 17. und 18. Jahrhundert gelangten englische Foxhounds nach Nordamerika, wo sich durch Einkreuzung französischer Laufhunde und Anpassung an das weitläufigere Gelände der American Foxhound als eigenständige Rasse entwickelte. George Washington selbst war ein begeisterter Züchter und gilt als einer der Begründer der amerikanischen Linie. Der American Foxhound ist seit 1966 der offizielle State Dog des US-Bundesstaates Virginia.

Aussehen & Rassemerkmale

Der Foxhound ist ein mittelgroßer bis großer, harmonisch gebauter Laufhund mit einem kräftigen, aber nie plump wirkenden Körper. Der Kopf ist breit mit ausgeprägtem Stop, die Schnauze lang und gerade. Die großen, dunkelbraunen Augen verleihen dem Foxhound einen freundlichen, sanften Ausdruck. Die tief angesetzten, leicht gerundeten Hängeohren liegen eng am Kopf an.

Besonders markant ist die tiefe, breite Brust, die viel Raum für Herz und Lunge bietet – eine Voraussetzung für die enorme Ausdauer dieser Rasse. Die Läufe sind gerade, knochenstark und mit runden, kompakten Pfoten versehen. Die hoch angesetzte Rute wird fröhlich aufrecht getragen, jedoch nie über den Rücken gerollt.

Das kurze, dichte Fell mit dichter Unterwolle schützt zuverlässig vor Nässe und Kälte. Der American Foxhound unterscheidet sich vom englischen Verwandten durch einen leichteren, eleganteren Knochenbau, längere Beine und einen insgesamt schmaleren Kopf.

Charakter & Wesen

Der Foxhound ist ein ausgesprochen freundlicher, geselliger und gutmütiger Hund. Sein Wesen wurde über Jahrhunderte auf das Arbeiten in großen Meuten selektiert, was ihn zu einem äußerst verträglichen und sozialen Hund gegenüber Artgenossen macht. Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden ist bei einem wesensfesten Foxhound praktisch ausgeschlossen.

Menschen gegenüber zeigt er sich treu, anhänglich und freundlich, ohne dabei aufdringlich zu werden. Als Wachhund taugt er nur bedingt – er meldet zwar Besucher mit seiner klangvollen, weitreichenden Stimme, zeigt aber keinerlei Schärfe. Sein ausgeprägter Jagdtrieb und die hervorragende Nase machen ihn zu einem passionierten Spürhund, der auf einer Fährte kaum noch ansprechbar sein kann. Diese Eigenschaft erfordert konsequente Erziehung und einen erfahrenen Halter.

Der Foxhound ist intelligent, aber eigenständig. Er wurde nicht dafür gezüchtet, auf enge Kommandos zu reagieren, sondern selbstständig einer Spur zu folgen. Kadavergehorsam ist von ihm nicht zu erwarten. Wer einen leichtführigen Anfängerhund sucht, wird mit einem Foxhound nicht glücklich. Wer seinen Eigensinn als Charakter begreift, gewinnt einen loyalen, verspielten und charmanten Begleiter.

Haltung & Pflege

Der Foxhound ist kein Stadthund und keine Couch-Rasse. Er braucht enormen Auslauf – mehrere Stunden täglich, und zwar nicht gemütliches Spazierengehen, sondern echte Bewegung mit Tempo. Ideal sind Haus und Garten auf dem Land, kombiniert mit Beschäftigung wie Mantrailing, Schleppjagd oder Fährtenarbeit. Ein gesicherter Garten ist Pflicht, denn der Foxhound neigt bei Witterung dazu, eigenständig loszuziehen.

Die Fellpflege ist unkompliziert. Wöchentliches Bürsten mit einer Naturborstenbürste oder einem Gummistriegel genügt, um lose Haare zu entfernen. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst sollte häufiger gebürstet werden. Die Schlappohren erfordern regelmäßige Kontrolle und Reinigung, da sich in der feuchtwarmen Umgebung leicht Hefepilze oder Bakterien ansiedeln können.

Wer einen Foxhound halten möchte, sollte idealerweise einen zweiten Hund oder Zugang zu regelmäßigen Hundegruppen bieten. Einzelhaltung ohne ausreichend sozialen Kontakt zu Artgenossen widerspricht dem Wesen dieses Meutehundes und führt häufig zu Verhaltensproblemen.

Ernährung

Der Foxhound ist ein robuster Fres