Foxterrier
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Steckbrief
- Herkunft: Großbritannien
- FCI-Gruppe: Gruppe 3 – Terrier, Sektion 1 – Hochläufige Terrier (mit Arbeitsprüfung)
- Rassestandard: FCI-Nr. 12 (Drahthaar-Foxterrier), FCI-Nr. 169 (Glatthaar-Foxterrier)
- Größe: Rüden bis 39 cm Widerristhöhe, Hündinnen etwas kleiner
- Gewicht: Rüden 7,5–8 kg, Hündinnen 7–7,5 kg
- Lebenserwartung: 12–15 Jahre
- Fell/Farben: Zwei Varietäten – Glatthaar (glatt, dicht, anliegend) und Drahthaar (hart, drahtig, dicht mit Unterwolle). Grundfarbe Weiß mit schwarzen und/oder lohfarbenen Abzeichen (dreifarbig oder zweifarbig).
Herkunft & Geschichte
Der Foxterrier gehört zu den ältesten Terrierrassen Großbritanniens und blickt auf eine Abstammung zurück, die bis ins 18. Jahrhundert dokumentiert ist. Sein Name verrät bereits seinen ursprünglichen Verwendungszweck: „Fox" steht für Fuchs, und genau auf dessen Bejagung war diese Rasse spezialisiert. Die Hunde begleiteten berittene Fuchsjäger und hatten die Aufgabe, den Fuchs aus seinem Erdbau zu sprengen – also ihn durch ihr mutiges Eindringen in den Bau zum Verlassen zu zwingen.
Die Glatthaar-Variante ist die ältere der beiden Varietäten und wurde bereits Ende des 18. Jahrhunderts gezielt gezüchtet. Der Drahthaar-Foxterrier entwickelte sich etwas später und gewann ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stark an Popularität. Beide Varietäten werden von der FCI als eigenständige Rassen geführt. Der britische Kennel Club erkannte den Foxterrier bereits 1876 an, womit er zu den ersten Rassen mit offiziellem Rassestandard gehört. Der zuständige Zuchtverband in Deutschland ist der Deutscher Foxterrier-Verband e.V., der dem VDH angeschlossen ist.
Im 20. Jahrhundert erlebte der Foxterrier eine enorme Blütezeit als Familienhund, nicht zuletzt durch den berühmten Drahthaar-Foxterrier „Asta" aus der Filmreihe „Der dünne Mann" sowie durch die Comicfigur Milou (Struppi) aus „Tim und Struppi". Heute ist die Rasse seltener geworden, genießt aber unter Kennern nach wie vor einen ausgezeichneten Ruf.
Aussehen & Rassemerkmale
Der Foxterrier ist ein kompakter, elegant gebauter Hund mit quadratischer Silhouette. Der Körper wirkt muskulös und athletisch, ohne dabei schwer oder plump zu erscheinen. Der Kopf ist lang und schmal mit flachem Schädel und kaum erkennbarem Stop. Die V-förmigen Ohren kippen nach vorne und liegen dicht an den Wangen an. Die dunklen, kleinen Augen verleihen dem Foxterrier einen intelligenten und aufmerksamen Ausdruck.
Beim Glatthaar-Foxterrier liegt das Fell glatt und dicht am Körper an, ist gerade und von fester Textur. Der Drahthaar-Foxterrier trägt dagegen ein hartes, drahtiges Deckhaar mit dichter, weicher Unterwolle. Sein typischer Bart und die buschigen Augenbrauen verleihen ihm ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Die vorherrschende Grundfarbe ist bei beiden Varietäten Weiß, ergänzt durch schwarze und lohfarbene Abzeichen. Gestromte, rote oder leberfarbene Markierungen sind im Rassestandard nicht erwünscht.
Die Rute wird hoch getragen, traditionell wurde sie kupiert – eine Praxis, die in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern mittlerweile verboten ist.
Charakter & Wesen
Wer einen Foxterrier kennt, vergisst ihn nicht. Dieser Hund ist ein Energiebündel mit ausgeprägter Persönlichkeit. Er ist mutig, wachsam, intelligent und dabei überaus verspielt. Sein Jagdtrieb ist auch nach Generationen der Familienhundzucht ungebrochen – ein Umstand, den Halter unbedingt ernst nehmen sollten.
Foxterrier sind ihren Besitzern gegenüber treu und anhänglich, zeigen aber gleichzeitig einen ausgeprägten Eigensinn, der typisch für Terrier ist. Sie sind selbstbewusst und stellen Autoritäten durchaus infrage, was eine konsequente, aber liebevolle Erziehung zwingend erfordert. Fremden gegenüber zeigen sie sich wachsam und melden zuverlässig jeden Besuch. Gegenüber anderen Hunden können Foxterrier, insbesondere Rüden, durchaus dominant auftreten.
Ihre Lebhaftigkeit und Unternehmungslust machen sie zu hervorragenden Begleitern für aktive Menschen. Langeweile ist der größte Feind des Foxterriers – ein unterforderter Hund dieser Rasse wird erfinderisch, und das selten im Sinne seines Halters.
Haltung & Pflege
Der Foxterrier braucht Auslauf, Beschäftigung und geistige Forderung. Lange Spaziergänge, Apportierspiele, Nasenarbeit oder Hundesportarten wie Agility eignen sich hervorragend, um diesen Terrier auszulasten. Ein Garten ist willkommen, sollte aber gut eingezäunt sein – Foxterrier sind ausdauernde Gräber und geschickte Ausbruchskünstler.
Die Fellpflege unterscheidet sich je nach Varietät erheblich. Der Glatthaar-Foxterrier ist pflegeleicht: Regelmäßiges Bürsten genügt, um lose Haare zu entfernen. Der Drahthaar-Foxterrier hingegen muss regelmäßig getrimmt werden – idealerweise alle drei bis vier Monate. Beim Trimmen wird das abgestorbene Deckhaar von Hand oder mit einem Trimmmesser ausgezupft, was die Haarstruktur und Farbe erhält. Vom Scheren ist abzuraten, da dies die Fellqualität dauerhaft verschlechtert.
Ernährung
Der Foxterrier stellt keine besonderen Anforderungen an seine Ernährung, profitiert aber von einem hochwertigen Futter mit hohem Fleischanteil. Ob Nass- oder Trockenfutter, BARF oder selbst gekochte Rationen – entscheidend ist eine ausgewogene Zusamm