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Glatthaarfoxterrier

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Rassen > Hunderassen – Terrier

Steckbrief

  • Herkunft: Großbritannien
  • FCI-Gruppe: Gruppe 3 – Terrier, Sektion 1 – Hochläufige Terrier (mit Arbeitsprüfung)
  • FCI-Standard Nr.: 12
  • Größe: Rüden bis 39 cm Schulterhöhe, Hündinnen etwas kleiner
  • Gewicht: Rüden 7,5–8 kg, Hündinnen 7–7,5 kg
  • Lebenserwartung: 12–15 Jahre
  • Fell: Kurz, glatt, dicht und hart mit guter Unterwolle
  • Farben: Vorwiegend Weiß mit schwarzen oder lohfarbenen (tan) Abzeichen; dreifarbig (weiß-schwarz-loh) oder zweifarbig (weiß-schwarz bzw. weiß-loh). Gestromte, rote oder leberfarbene Abzeichen sind unerwünscht.

Herkunft & Geschichte

Der Glatthaarfoxterrier gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Terrierrassen Großbritanniens. Seine Abstammung lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen, als in England Hunde gezielt für die Fuchsjagd gezüchtet wurden. Der Name verrät bereits den ursprünglichen Verwendungszweck: „Fox" steht für Fuchs, und die Aufgabe des Terriers bestand darin, den Fuchs aus seinem Bau zu treiben – eine Arbeit, die Mut, Wendigkeit und einen kompakten Körperbau erforderte.

Die systematische Zucht begann Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Jahr 1876 wurde der erste Rassestandard für den Foxterrier festgelegt. Lange Zeit wurden Glatthaar- und Drahthaarfoxterrier als Varianten derselben Rasse betrachtet, doch seit 1876 werden sie getrennt gezüchtet, und die FCI führt sie heute als eigenständige Rassen. Der Glatthaarfoxterrier gilt als die ältere der beiden Varianten. Zu seinen Vorfahren zählen unter anderem der alte englische Terrier, der Bull Terrier und der Beagle.

Im viktorianischen England erlangte die Rasse enorme Popularität, sowohl als Jagdhund als auch als Ausstellungshund. Zuchtverbände wie der Kennel Club in London trugen maßgeblich zur Standardisierung bei. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verbreitete sich der Glatthaarfoxterrier über ganz Europa und Nordamerika. Heute ist er seltener anzutreffen als sein drahthaariger Verwandter, besitzt aber nach wie vor eine treue Anhängerschaft unter Züchtern und Liebhabern.

Aussehen & Rassemerkmale

Der Glatthaarfoxterrier ist ein eleganter, kompakt gebauter Hund mit einer sportlichen, nahezu quadratischen Silhouette. Der Körper wirkt muskulös, aber niemals schwerfällig. Der Kopf ist lang und schmal mit einem flachen Schädel und einem kaum merklichen Stopp. Die dunklen, kleinen Augen zeigen einen aufgeweckten, intelligenten Ausdruck. Die V-förmigen Ohren kippen nach vorn und liegen eng an den Wangen an.

Das Fell ist das auffälligste Unterscheidungsmerkmal zum Drahthaarfoxterrier: Es liegt glatt und dicht am Körper an, fühlt sich hart an und besitzt eine dichte Unterwolle, die den Hund bei der Arbeit im Freien vor Kälte und Nässe schützt. Die Rute wird traditionell hoch getragen und war früher häufig kupiert, was heute in den meisten europäischen Ländern verboten ist. Der Rassestandard beschreibt einen aufrechten, federnden Gang, der die Energie und Lebhaftigkeit dieser Rasse widerspiegelt.

Charakter & Wesen

Wer einen Glatthaarfoxterrier kennt, vergisst ihn nicht so schnell. Dieser Hund steckt voller Energie, ist ausgesprochen verspielt und besitzt eine bemerkenswerte Intelligenz. Er ist mutig bis zur Selbstüberschätzung – ein Erbe seiner Vergangenheit als Bauhund. Fremden gegenüber zeigt er sich wachsam und meldet zuverlässig jeden Besucher, ohne dabei in übermäßiges Kläffen zu verfallen, sofern er gut erzogen ist.

Seinem Menschen gegenüber ist der Glatthaarfoxterrier treu und anhänglich, dabei aber keineswegs unterwürfig. Er hat einen ausgeprägten eigenen Willen und benötigt eine konsequente, aber liebevolle Erziehung. Jagdtrieb ist bei dieser Rasse stark vorhanden und sollte nicht unterschätzt werden. Im Umgang mit anderen Hunden kann er durchaus dominant auftreten, weshalb eine frühe Sozialisierung wichtig ist. Mit Kindern versteht er sich in der Regel gut, sofern diese den Hund respektvoll behandeln.

Haltung & Pflege

Der Glatthaarfoxterrier ist kein Hund für Stubenhocker. Er braucht ausreichend Auslauf und geistige Beschäftigung, um ausgeglichen zu bleiben. Mindestens zwei ausgedehnte Spaziergänge täglich sollten eingeplant werden, ergänzt durch Spiel- und Trainingseinheiten. Hundesportarten wie Agility, Obedience oder Mantrailing kommen seinem Bewegungsdrang und seiner Intelligenz entgegen.

Die Fellpflege gestaltet sich unkompliziert. Regelmäßiges Bürsten – etwa ein- bis zweimal wöchentlich – reicht aus, um lose Haare zu entfernen und das Fell glänzend zu halten. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst sollte häufiger gebürstet werden. Baden ist nur selten nötig. Ohren, Augen und Krallen sollten regelmäßig kontrolliert werden.

Eine Haltung in einer Stadtwohnung ist möglich, wenn der Hund ausreichend bewegt wird. Ideal ist jedoch ein Haus mit eingezäuntem Garten – der Zaun sollte sicher sein, denn der Glatthaarfoxterrier ist ein geschickter Ausbrecher mit starkem Jagdtrieb.

Ernährung

Der Glatthaarfoxterrier stellt keine außergewöhnlichen Ansprüche an seine Ernährung. Ein hochwertiges Alleinfuttermittel – ob Nass- oder Trockenfutter – deckt den Nährstoffbedarf in der Regel gut ab. Auch Rohfütterung (BARF) eignet sich für diese Rasse, sofern die Rationen fachkundig zusammengestellt werden. Wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis von Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten, Vitam