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Quetzal

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Tierart – Vögel > Sonstige Vögel

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Pharomachrus mocinno
  • Ordnung: Trogone (Trogoniformes)
  • Familie: Trogone (Trogonidae)
  • Gattung: Pharomachrus
  • Lebensraum: Tropische Bergnebelwälder Mittelamerikas
  • Größe: Körperlänge ca. 35–40 cm; beim Männchen bis zu 65 cm einschließlich der verlängerten Oberschwanzdecken
  • Gewicht: 180–210 g
  • Lebenserwartung: In freier Wildbahn ca. 20–25 Jahre

Aussehen & Merkmale

Der Quetzal zählt zu den auffälligsten Vögeln der Neotropis. Das Gefieder des Männchens leuchtet an Kopf, Brust und Rücken in einem intensiven, metallisch schimmernden Grün, das je nach Lichteinfall in Blau- und Goldtöne übergehen kann. Dieser irisierende Effekt entsteht nicht durch Pigmente, sondern durch die Mikrostruktur der Federn, die das Licht bricht. Brust und Bauch sind leuchtend karminrot gefärbt, was einen starken Kontrast zum grünen Gefieder bildet.

Das hervorstechendste Merkmal des Männchens sind die stark verlängerten Oberschwanzdecken, die bis zu 65 cm lang werden können und weit über die eigentlichen Steuerfedern hinausragen. Diese langen, wellenförmig herabhängenden Schmuckfedern verleihen dem Vogel im Flug ein bandartiges Erscheinungsbild. Das Weibchen ist deutlich unauffälliger gefärbt: Das Grün an Kopf und Rücken fällt matter aus, die Unterseite ist eher graubraun mit dezenten roten Partien am Unterbauch. Verlängerte Oberschwanzdecken fehlen ihm völlig.

Beide Geschlechter besitzen einen kurzen, breiten Schnabel, der gelblich gefärbt ist und typisch für die Familie der Trogone eine leicht gezähnte Oberkante aufweist. Die Füße sind klein und schwach, mit einer für Trogone charakteristischen heterodaktylen Zehenanordnung: Die erste und zweite Zehe zeigen nach hinten, die dritte und vierte nach vorn. Diese Stellung unterscheidet sich von der zygodaktylen Anordnung etwa bei Spechten und ist innerhalb der Vogelwelt nahezu einzigartig.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Quetzals erstreckt sich von Südmexiko (Chiapas, Oaxaca) über Guatemala, Honduras, El Salvador und Nicaragua bis nach Westpanama. Die Art besiedelt vorwiegend tropische und subtropische Bergnebelwälder in Höhenlagen zwischen 1.200 und 3.000 Metern über dem Meeresspiegel. Diese feuchten, kühlen Wälder mit dichtem Moos- und Epiphytenbewuchs bilden das bevorzugte Habitat.

Innerhalb dieses Biotops ist der Quetzal auf Primärwälder mit altem Baumbestand angewiesen, da er Baumhöhlen zum Brüten benötigt und von bestimmten Fruchtbäumen abhängt. Saisonale Wanderungen in tiefere Lagen kommen vor, etwa wenn das Nahrungsangebot in den Höhenlagen knapp wird. Diese vertikalen Wanderbewegungen können einige hundert Höhenmeter umfassen.

Die zweite Unterart, Pharomachrus mocinno costaricensis, besiedelt die Bergwälder Costa Ricas und Westpanamas und unterscheidet sich von der Nominatform durch geringfügig kürzere Schmuckfedern und etwas abweichende Gefiedertöne. Neben dem Quetzal umfasst die Gattung Pharomachrus vier weitere Arten, darunter den Goldkopftrogon (Pharomachrus auriceps) und den Weißspitzentrogon (Pharomachrus fulgidus), die in Südamerika vorkommen.

Ernährung

Der Quetzal ernährt sich überwiegend frugivor. Einen zentralen Bestandteil seiner Nahrung bilden die Früchte verschiedener Lorbeergewächse (Lauraceae), insbesondere der Gattung Ocotea, deren Verfügbarkeit stark saisonabhängig ist. Die Früchte werden im Flug von Zweigen abgepflückt und im Ganzen verschluckt. Die Samen passieren den Verdauungstrakt unbeschadet, was den Quetzal zu einem bedeutenden Samenverbreiter der Bergnebelwälder macht.

Neben Früchten ergänzen Insekten, kleine Eidechsen, Frösche und gelegentlich Schnecken den Speiseplan. Vor allem während der Brutzeit steigt der Anteil tierischer Nahrung, da die heranwachsenden Küken einen erhöhten Proteinbedarf haben. Die Nahrungssuche findet vorwiegend im Kronenbereich der Bäume statt.

Verhalten & Lebensweise

Quetzale sind tagaktive Vögel, die einzelgängerisch oder paarweise leben. Außerhalb der Brutzeit beanspruchen sie kein festes Revier, sondern folgen dem Nahrungsangebot entlang der Höhenstufen. Ihr Flug wirkt wellenförmig und wirkt durch die flatternden Schmuckfedern des Männchens besonders eindrücklich.

Die Rufe des Quetzals bestehen aus tiefen, melodischen Pfeiftönen, die oft als zweisilbig beschrieben werden und über weite Strecken durch den Nebelwald tragen. Während der Balzzeit werden diese Rufe häufiger und intensiver vorgetragen. Die Männchen führen zusätzlich Balzflüge auf, bei denen sie spiralförmig über dem Kronendach aufsteigen und sich mit ausgebreiteten Schmuckfedern fallen lassen.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Brutzeit fällt in den meisten Teilen des Verbreitungsgebiets in die Monate März bis Juni. Das Brutpaar nutzt natürliche Baumhöhlen oder von Spechten angelegte Höhlen, die gelegentlich erweitert werden. Der weiche, morsche Zustand des Holzes ist dabei entscheidend, da der schwache Schnabel der Trogone kein hartes Holz bearbeiten kann.

Das Gelege umfasst in der Regel zwei hellblaue Eier. Beide Elternteile brüten abwechselnd, wobei das Männchen überwiegend tags