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Schlauch

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Definition und Überblick

Als Schlauch bezeichnet man in der Aquaristik und Terraristik ein flexibles, röhrenförmiges Leitungselement, das dem Transport von Wasser, Luft oder anderen Medien dient. Schläuche gehören zur Grundausstattung jedes Aquariums und Terrariums und kommen in zahlreichen Anwendungsbereichen zum Einsatz – von der Belüftung über die Filterung bis hin zum Wasserwechsel. Je nach Einsatzzweck unterscheiden sich die Produkte in Material, Durchmesser, Wandstärke und Länge erheblich. Die Auswahl des richtigen Schlauchs hat direkten Einfluss auf die Funktionsfähigkeit der gesamten Technik und damit auf das Wohlbefinden der gehaltenen Tiere.

Materialien und ihre Eigenschaften

In der Aquaristik und Terraristik kommen vorwiegend Schläuche aus folgenden Materialien zum Einsatz:

  • PVC (Polyvinylchlorid): Das mit Abstand am häufigsten verwendete Material. PVC-Schläuche sind preisgünstig, transparent und in vielen Durchmessern erhältlich. Sie eignen sich hervorragend für Luftpumpen, Innenfilter und den allgemeinen Wassertransport. Nachteilig ist, dass sie mit der Zeit verhärten und an Flexibilität verlieren können, besonders unter UV-Einwirkung.
  • Silikon: Silikonschläuche zeichnen sich durch eine hohe Elastizität und Langlebigkeit aus. Sie bleiben auch nach Jahren geschmeidig und sind beständig gegen Temperaturschwankungen. Allerdings sind sie deutlich teurer als PVC-Varianten und neigen bei Druckbelastung eher zum Knicken.
  • CO₂-beständige Spezialschläuche: Für die Zufuhr von Kohlendioxid in Pflanzenaquarien werden Schläuche mit besonders dichter Wandstruktur benötigt. Herkömmliche Luftschläuche aus PVC oder Silikon lassen CO₂-Moleküle durch die Schlauchwand diffundieren, was zu erheblichem Gasverlust führt. CO₂-Druckschläuche bestehen daher häufig aus Polyurethan oder speziell beschichtetem Material.
  • Gummi und EPDM: Diese Materialien finden sich gelegentlich bei dickwandigen Schläuchen für Außenfilter und Teichtechnik. Sie sind besonders robust und UV-beständig.

Gängige Durchmesser und Maße

Der Innendurchmesser ist das entscheidende Maß bei der Schlauchauswahl, da er die Anschlussfähigkeit an Filter, Pumpen und andere Geräte bestimmt. In der Aquaristik haben sich folgende Standardmaße etabliert:

  • 4/6 mm (Innen-/Außendurchmesser): Der klassische Luftschlauch für Membranpumpen, Ausströmer und Rückschlagventile. Auch für CO₂-Anlagen gängig.
  • 9/12 mm: Häufig bei kleinen bis mittleren Innenfiltern und kompakten Außenfiltern verwendet.
  • 12/16 mm: Standardmaß vieler Außenfilter für Aquarien bis etwa 300 Liter.
  • 16/22 mm: Für leistungsstarke Außenfilter und größere Aquarien ab 300 Liter.
  • 19/27 mm und größer: Einsatz in der Teichtechnik und bei Großaquarien.

Beim Kauf sollte stets geprüft werden, ob die Angaben in Innen- und Außendurchmesser mit den Anschlussstutzen der verwendeten Geräte übereinstimmen. Bereits kleine Abweichungen führen zu undichten Verbindungen oder erschweren das Aufstecken.

Einsatzbereiche in der Aquaristik

Schläuche erfüllen in der Aquarientechnik mehrere zentrale Aufgaben. Am häufigsten begegnet man ihnen als Verbindungselement zwischen Außenfilter und Aquarium. Zwei Schläuche – ein Ansaugschlauch und ein Rücklaufschlauch – stellen den Wasserkreislauf sicher. Die korrekte Verlegung ohne Knicke und mit möglichst wenigen engen Biegungen ist dabei entscheidend für eine gleichmäßige Durchflussrate.

Im Bereich der Belüftung verbinden dünne Luftschläuche die Membranpumpe mit Ausströmersteinen, Sprudelwänden oder Hamburger Mattenfiltern. Ein Rückschlagventil im Schlauchverlauf verhindert, dass bei einem Stromausfall Wasser aus dem Becken in die Pumpe zurückläuft.

Beim Wasserwechsel dient ein Schlauch als einfache Hebeleitung nach dem Siphon-Prinzip. Mit einer Mulmsaugglocke am Ende lassen sich Bodengrund und Wasser gleichzeitig reinigen. Für diesen Zweck eignen sich dickere Schläuche mit 12 bis 16 mm Innendurchmesser, da sie einen ausreichenden Volumenstrom ermöglichen.

In Pflanzenaquarien transportiert ein CO₂-Schlauch das Gas vom Druckminderer über ein Nadelventil und einen Blasenzähler zum Diffusor oder Reaktor im Becken. Hier sollte ausschließlich CO₂-fester Schlauch zum Einsatz kommen, um Verluste zu minimieren.

Einsatz in der Terraristik

In der Terraristik spielen Schläuche eine weniger prominente, aber dennoch relevante Rolle. Bei Beregnungsanlagen für tropische Terrarien transportieren Druckschläuche Wasser von der Pumpe zu den Sprühdüsen. Für Nebelanlagen und Ultraschallvernebler kommen ebenfalls Schlauchleitungen zum Einsatz. In Paludarien und Aquaterrarien – also Kombinationsbecken mit Wasser- und Landteil – werden Schläuche ähnlich wie in der Aquaristik für Filterung und Wasserumwälzung genutzt. Auch bei der Entwässerung von Drainageschichten unter dem Bodengrund können Schlauchsysteme eingesetzt werden.

Pflege, Reinigung und Austausch

Schläuche neigen mit der Zeit zur Verunreinigung. Algenbeläge, Bakterienfilme und Kalkablagerungen setzen sich an der Innenwand fest und verengen den Durchfluss. Zur Reinigung eignen sich spezielle Schlauchbürsten, die in