Adultfutter
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Definition & Überblick
Als Adultfutter wird Tiernahrung bezeichnet, die speziell auf den Nährstoffbedarf ausgewachsener Tiere abgestimmt ist. Es bildet die Haupternährung nach Abschluss der Wachstumsphase und vor dem Einsetzen altersbedingter Veränderungen, für die dann sogenanntes Seniorfutter empfohlen wird. Die Abgrenzung zum Jungtier- oder Welpenfutter einerseits und zum Seniorfutter andererseits erfolgt primär über den veränderten Energie- und Nährstoffbedarf in den jeweiligen Lebensphasen.
Der Zeitpunkt, ab dem ein Tier als adult gilt, variiert je nach Tierart und Rasse erheblich. Kleine Hunderassen erreichen die körperliche Reife bereits mit etwa 10 bis 12 Monaten, während große und sehr große Rassen erst mit 18 bis 24 Monaten ausgewachsen sind. Bei Katzen liegt der Übergang zum Adultfutter in der Regel bei 12 Monaten. Der Wechsel vom Juniorfutter zum Adultfutter sollte schrittweise über 7 bis 10 Tage erfolgen, um die Verdauung nicht unnötig zu belasten.
Adultfutter ist in den meisten Fällen als Alleinfuttermittel deklariert. Das bedeutet, es deckt den gesamten täglichen Nährstoffbedarf des Tieres ab, ohne dass zusätzliche Ergänzungsfuttermittel zwingend erforderlich sind.
Zusammensetzung & Inhaltsstoffe
Die Rezeptur von Adultfutter unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von Wachstums- oder Seniorfutter. Der Proteingehalt liegt bei hochwertigem Hundefutter für adulte Tiere typischerweise zwischen 20 und 30 Prozent in der Trockenmasse, bei Katzenfutter aufgrund des höheren Eiweißbedarfs von Katzen häufig zwischen 30 und 45 Prozent. Entscheidend ist dabei nicht nur die Menge, sondern die biologische Wertigkeit der enthaltenen Proteinquellen – Muskelfleisch, Innereien, Fisch oder Ei liefern ein vollständigeres Aminosäureprofil als rein pflanzliche Eiweißträger.
Der Fettgehalt im Adultfutter ist moderat gehalten, üblicherweise zwischen 10 und 20 Prozent. Fett dient als konzentrierter Energielieferant und Träger fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K). Essenzielle Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6 unterstützen Haut, Fell und Immunsystem.
Weitere zentrale Bestandteile sind:
- Rohfaser (2–5 Prozent): fördert eine gesunde Darmtätigkeit und reguliert die Verdauung
- Vitamine: insbesondere B-Vitamine für den Stoffwechsel, Vitamin A für Sehkraft und Immunabwehr, Vitamin D für den Calciumhaushalt
- Mineralstoffe und Spurenelemente: Calcium, Phosphor, Zink, Eisen, Selen – im Adultfutter in einem ausgewogenen Verhältnis, das den Erhaltungsbedarf abdeckt, ohne die Organe zu belasten
- Kohlenhydrate: als Energiequelle, wobei deren Anteil bei Katzenfutter deutlich geringer ausfallen sollte als bei Hundefutter
Im Vergleich zum Welpenfutter enthält Adultfutter weniger Energie pro Gramm und ein niedrigeres Calcium-Phosphor-Verhältnis, da das Knochenwachstum abgeschlossen ist.
Für welche Tiere geeignet?
Adultfutter gibt es für nahezu alle domestizierten Tierarten. Am häufigsten wird der Begriff im Zusammenhang mit Hunden und Katzen verwendet. Darüber hinaus existieren spezifische Adultformulierungen für Kaninchen, Meerschweinchen, Frettchen, Pferde und verschiedene Ziervogelarten.
Innerhalb einer Tierart wird weiter differenziert: Viele Hersteller bieten Adultfutter in Varianten für kleine, mittlere und große Rassen an. Diese unterscheiden sich in der Krokettengröße, im Energiegehalt und in der Nährstoffdichte. Große Hunderassen profitieren etwa von Rezepturen mit Glucosamin und Chondroitin zur Unterstützung der Gelenke, während Futter für kleine Rassen oft energiedichter formuliert ist, da diese einen höheren Grundumsatz pro Kilogramm Körpergewicht haben.
Für Tiere mit besonderen Bedürfnissen – etwa kastrierte, sehr aktive oder zu Übergewicht neigende Tiere – gibt es innerhalb der Adultkategorie spezialisierte Produkte mit angepasstem Kaloriengehalt.
Fütterungsempfehlung
Die richtige Futterration hängt von Körpergewicht, Aktivitätsniveau, Rasse, Stoffwechsel und Haltungsbedingungen ab. Herstellerangaben auf der Verpackung bieten eine Orientierung, sollten aber individuell angepasst werden. Ein regelmäßiger Gewichtscheck und die Beurteilung des Body Condition Scores helfen, die Futtermenge zu optimieren.
Grundsätzliche Orientierungswerte:
- Hunde: Die tägliche Futtermenge bei Trockenfutter liegt grob bei 1,5 bis 3 Prozent des Körpergewichts, aufgeteilt auf ein bis zwei Mahlzeiten pro Tag.
- Katzen: Erwachsene Katzen benötigen je nach Gewicht und Aktivität etwa 200 bis 350 Kilokalorien täglich. Viele Katzen bevorzugen mehrere kleine Mahlzeiten; ein Fütterungsintervall von drei bis vier Portionen täglich entspricht ihrem natürlichen Fressverhalten.
Der Wechsel zwischen Nass- und Trockenfutter oder eine kombinierte Fütterung (Mischfütterung) ist möglich, erfordert aber eine sorgfältige Berechnung der Gesamtkalorienzufuhr, um Über- oder Unterversorgung zu vermeiden.
Vorteile & Nachteile
Vorteile:
- Gezielt auf den Erhaltungsbedarf erwachsener Tiere abgestimmt – weder Überversorgung mit Wachstumsnährstoffen noch Unterversorgung
- Große Produktvielfalt ermöglicht die Auswahl nach individuellen Bedür