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Beute

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Fachbegriffe (Aquaristik/Terraristik/Vogelhaltung) > Vogelhaltung & Imkerei

Definition & Überblick

Der Begriff Beute bezeichnet in der Imkerei den Wohnsitz eines Bienenvolkes – also die vom Imker bereitgestellte Behausung, in der die Honigbienen (Apis mellifera) leben, brüten und Honig einlagern. Die Beute ist das zentrale Ausrüstungsstück jeder Bienenhaltung und hat sich über Jahrhunderte von einfachen Strohkörben und Klotzbeuten zu modernen, zerlegbaren Kastensystemen weiterentwickelt. Der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort „biute" ab, das einen hohlen Baumstamm zur Bienenhaltung bezeichnete.

In der Praxis gibt es zahlreiche Beutensysteme, die sich in Bauweise, Rähmchenmaß und Betriebsweise unterscheiden. Zu den in Deutschland verbreiteten Typen gehören die Zander-Beute, die Dadant-Beute, die Deutsch-Normal-Beute (DN) sowie die Segeberger Beute aus Hartschaum. International sind Langstroth-Beuten weit verbreitet. Die Wahl des richtigen Systems hat unmittelbaren Einfluss auf die artgerechte Haltung der Bienen, den Arbeitsaufwand des Imkers und den Honigertrag.

Grundlagen & Voraussetzungen

Eine funktionale Beute besteht aus mehreren Komponenten, die aufeinander abgestimmt sein müssen:

  • Boden: Bildet den Abschluss nach unten. Moderne Böden verfügen über ein Gitter zur Varroakontrolle und Belüftung (sogenannter Gitterboden oder Hochboden).
  • Brutraum (Zarge): Der untere Bereich, in dem die Königin ihre Eier legt und das Volk seinen Nachwuchs aufzieht. Je nach System werden ein oder zwei Zargen als Brutraum verwendet.
  • Honigraum (Zarge): Wird oberhalb des Brutraums aufgesetzt, häufig durch ein Absperrgitter getrennt, damit die Königin dort keine Brut anlegt.
  • Rähmchen: Holzrahmen, in die die Bienen ihre Waben bauen. Das Rähmchenmaß bestimmt das Beutensystem und ist nicht ohne Weiteres zwischen Systemen austauschbar.
  • Deckel und Abdeckung: Innendeckel und wetterfester Außendeckel schützen das Volk vor Witterung und regulieren das Klima im Inneren.

Bevor man sich für ein Beutensystem entscheidet, sollte man den Standort des Bienenstandes festlegen. Ein guter Standort bietet Windschutz, ausreichend Trachtpflanzen im Umkreis und beeinträchtigt keine Nachbarn. Rechtlich ist in Deutschland keine Genehmigung für die Bienenhaltung erforderlich, allerdings besteht in den meisten Bundesländern eine Meldepflicht beim Veterinäramt. Die Mitgliedschaft in einem Imkerverein ist dringend empfehlenswert, da sie Zugang zu Versicherungsschutz, Schulungen und Erfahrungsaustausch bietet.

Praktische Umsetzung

Bei der Einrichtung einer Beute wird zunächst der Boden auf einen stabilen Beutenständer gestellt, der die Beute vor Bodenfeuchtigkeit und Mäusen schützt. Die Zargen werden mit Rähmchen bestückt, die entweder mit Mittelwänden aus Bienenwachs oder als Leerrähmchen für den Naturbau versehen sind. Mittelwände erleichtern den Bienen den Wabenbau und sorgen für gleichmäßige Wabenstruktur.

Der Brutraum wird so dimensioniert, dass das Volk genügend Platz für Brut und Futtervorräte hat. Zu wenig Raum führt zu Schwarmstimmung und damit zum Verlust von Bienen. Bei der Dadant-Beute wird typischerweise nur eine große Brutraumzarge verwendet, während bei Zander oder DN oft zwei kleinere Zargen übereinander stehen.

Im Jahresverlauf werden Honigräume im Frühjahr aufgesetzt und nach der Ernte im Sommer wieder abgenommen. Nach der letzten Honigernte erfolgt die Auffütterung mit Zuckerlösung oder Futterteig, damit das Volk ausreichend Wintervorräte hat. Gleichzeitig wird die Varroabehandlung durchgeführt – ein unverzichtbarer Bestandteil artgerechter Bienenhaltung, der den Tierschutz sicherstellt und das Überleben des Volkes im Winter ermöglicht.

Im Winter wird die Beute mit einem Mäuseschutzgitter am Flugloch versehen. Das Volk bildet eine Wintertraube und zehrt von seinen Vorräten. Der Imker greift in dieser Phase möglichst wenig ein.

Häufige Fehler

  • Mischung verschiedener Beutensysteme: Anfänger kaufen gelegentlich gebrauchte Beuten unterschiedlicher Maße. Die Rähmchen sind dann nicht austauschbar, was die Arbeit erheblich erschwert und die Flexibilität bei der Völkerführung einschränkt.
  • Minderwertiges Material: Beuten aus unbehandeltem, zu dünnem Holz verziehen sich und bieten keinen ausreichenden Witterungsschutz. Hartschaumbeuten aus minderwertigem Material können brechen oder werden von Spechten beschädigt.
  • Falsche Standortwahl: Beuten in praller Südlage überhitzen im Sommer, während Standorte in feuchten Senken Krankheiten begünstigen. Eine leichte Neigung der Beute nach vorn verhindert, dass Regenwasser ins Flugloch läuft.
  • Vernachlässigung der Hygiene: Alte Waben, die über Jahre im Brutraum verbleiben, sammeln Krankheitserreger und Rückstände an. Ein regelmäßiger Wabentausch – mindestens ein Drittel der Brutwaben jährlich – gehört zur verantwortungsvollen Bienenhaltung.
  • Zu wenig Raum: Wird der Honigraum zu spät aufgesetzt, geraten die Bienen in Schwarmstimmung. Der Imker verliert die Hälfte seines Volkes und den Honigertrag.

Tipps für Anfänger

Wer mit der Imkerei beginnt,