Burmilla
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Steckbrief
- Herkunft: Großbritannien (1981)
- Rassestandard: FIFe, GCCF, TICA; anerkannt seit 1984 (GCCF) bzw. 1994 (FIFe)
- Größe: mittelgroß
- Gewicht: Katze 3–4,5 kg, Kater 4–6 kg
- Lebenserwartung: 12–16 Jahre
- Fell: Kurz- oder Halblanghaar, seidig, fein anliegend, mit deutlichem Tipping oder Shading
- Farben: Silber oder Gold als Grundfarbe, mit Tipping in Schwarz, Blau, Chocolate, Lilac, Rot, Creme, sowie Schildpatt-Varianten; grün umrandete Augen
Herkunft & Geschichte
Die Burmilla verdankt ihre Existenz einem glücklichen Zufall. Im Jahr 1981 paarte sich im Haushalt der britischen Baroness Miranda von Kirchberg eine Chinchilla-Perserkatze unbeabsichtigt mit einem Burma-Kater. Die daraus hervorgegangenen Kitten überzeugten durch ihr außergewöhnlich elegantes Erscheinungsbild – silbriges Fell mit zartem Tipping und die markante grüne Augenfarbe. Die Züchterin erkannte das Potenzial dieser Kreuzung und begann ein gezieltes Zuchtprogramm.
Der Name „Burmilla" setzt sich aus den Elternrassen zusammen: Burma und Chinchilla. Bereits 1984 erkannte der britische Zuchtverband GCCF (Governing Council of the Cat Fancy) die Burmilla als eigenständige Rasse an. Die FIFe (Fédération Internationale Féline) folgte 1994 mit der offiziellen Anerkennung. In der TICA wird die Rasse ebenfalls geführt. Trotz ihres ansprechenden Wesens und Aussehens ist die Burmilla in Kontinentaleuropa nach wie vor eine vergleichsweise seltene Rasse. Die Zuchtbasis ist klein, seriöse Züchter sind rar, und Interessenten müssen häufig mit Wartezeiten rechnen.
Aussehen & Rassemerkmale
Die Burmilla ist eine mittelgroße, elegant gebaute Katze mit kräftiger, aber nicht massiger Muskulatur. Ihr Körperbau verbindet die kompakte Statur der Burma mit der feineren Knochenstruktur der Chinchilla-Perser. Der Brustkorb ist gerundet, die Beine mittellang mit ovalen Pfoten. Der Schwanz verjüngt sich zur Spitze und ist mittellang bis lang.
Das Gesicht zeigt einen sanften, offenen Ausdruck. Die Kopfform ist ein kurzer Keil mit leicht gerundeten Konturen. Besonders auffällig ist die natürliche dunkle Umrandung der Augen, die an einen Lidstrich erinnert – ein Merkmal, das die Rasse unverwechselbar macht. Die großen, weit auseinander stehenden Augen variieren in der Farbe von Grün über gelblich-grün bis hin zu einem leuchtenden Smaragdgrün bei adulten Tieren. Die Ohren sind mittelgroß, leicht nach vorn geneigt und an den Spitzen sanft abgerundet.
Das Fell ist das eigentliche Markenzeichen der Burmilla. Es fühlt sich seidig und fein an, liegt dicht am Körper an und besitzt eine leichte Unterwolle. Gemäß Rassestandard werden zwei Fellvarianten unterschieden: Das Tipping (nur die äußerste Haarspitze ist gefärbt, Grundfarbe Silber oder Gold scheint durch) und das Shading (etwa ein Drittel des Haares ist durchgefärbt). Bei der Halblanghaar-Variante, die manchmal auch als Tiffanie oder Burmilla Longhair bezeichnet wird, ist das Fell weicher und fließender.
Charakter & Wesen
Die Burmilla vereint das Beste beider Elternrassen in ihrem Wesen. Von der Burma hat sie die gesellige, menschenbezogene Art geerbt, von der Chinchilla-Perser eine gewisse gelassene Würde. Das Ergebnis ist eine Katze, die anhänglich und verspielt ist, ohne dabei aufdringlich zu wirken.
Burmillas sind ausgesprochen soziale Tiere. Sie suchen die Nähe ihrer Bezugspersonen, folgen ihnen durch die Wohnung und beteiligen sich gern am Familienalltag. Dabei sind sie weniger lautstark als reine Burma-Katzen, teilen sich aber durchaus mit sanfter Stimme mit. Gegenüber Fremden verhalten sie sich zunächst zurückhaltend, tauen jedoch schnell auf.
Ihr Spieltrieb bleibt bis ins höhere Alter erhalten. Burmillas sind intelligent, neugierig und lernen schnell – manche Halter berichten, dass ihre Katzen Türen öffnen oder Apportierspiele beherrschen. Trotz ihrer Verspieltheit sind sie nicht hektisch, sondern wechseln mühelos zwischen aktiven Phasen und ausgedehnten Ruhepausen. Diese Ausgeglichenheit macht sie zu angenehmen Mitbewohnern.
Haltung & Pflege
Die Burmilla stellt keine übermäßig hohen Ansprüche an ihre Haltung, benötigt aber als geselliges Tier unbedingt ausreichend soziale Interaktion. Einzelhaltung ist nur dann vertretbar, wenn eine Bezugsperson den Großteil des Tages zu Hause verbringt. Besser ist die Haltung zusammen mit einer zweiten Katze – idealerweise einer ähnlich ausgeglichenen Rasse.
Ein gesicherter Balkon oder Freigang im geschützten Garten wird gern angenommen, ist aber keine Voraussetzung. In der Wohnung sollten ausreichend Klettermöglichkeiten, Kratzbäume und Rückzugsorte vorhanden sein. Intelligenzspielzeug und regelmäßige Spieleinheiten beugen Langeweile vor und stärken die Bindung.
Die Fellpflege gestaltet sich unkompliziert. Das kurze, seidige Fell neigt kaum zum Verfilzen. Einmal wöchentliches Bürsten genügt, um lose Haare zu entfernen und die Fellstruktur geschmeidig zu halten. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst kann häufigeres Bürsten sinnvoll sein. Bei der Halblanghaar-Variante ist der Pflegeaufwand etwas höher.
Ernährung
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