Cymric
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Steckbrief
- Herkunft: Isle of Man (Großbritannien) / Kanada
- Rassestandard: CFA, TICA, ACFA – in einigen Verbänden als Langhaar-Variante der Manx geführt
- Größe: mittelgroß
- Gewicht: Katze 3,5–5 kg, Kater 4,5–6 kg
- Lebenserwartung: 12–16 Jahre
- Fell: halblanges bis langes, dichtes Doppelfell mit ausgeprägter Unterwolle
- Farben: alle Farben und Zeichnungen außer Pointed, Chocolate und Lilac (je nach Zuchtverband)
Herkunft & Geschichte
Die Cymric – der Name leitet sich vom kymrischen Wort „Cymru" für Wales ab – ist die halblanghaarige Variante der bekannten Manx-Katze. Ihre Abstammung geht auf die schwanzlosen Katzen der Isle of Man zurück, einer kleinen Insel in der Irischen See zwischen England und Irland. Die dortige isolierte Katzenpopulation brachte durch eine natürliche Genmutation über Jahrhunderte hinweg Tiere ohne Schwanz hervor. Diese Mutation betrifft das sogenannte Manx-Gen, ein dominantes Gen, das die Wirbelsäulenentwicklung beeinflusst.
Langhaarige Exemplare tauchten in Manx-Würfen immer wieder auf, wurden aber lange Zeit als unerwünscht betrachtet und aus der Zucht ausgeschlossen. Erst in den 1960er-Jahren begannen Züchter in Kanada und den USA gezielt mit der Selektion langhaariger Manx-Katzen. In den 1970er-Jahren erhielt die Rasse den eigenständigen Namen „Cymric", um sie von der kurzhaarigen Manx abzugrenzen. Die CFA (Cat Fanciers' Association) führt die Cymric allerdings bis heute nicht als eigenständige Rasse, sondern als Langhaar-Division der Manx. Die TICA (The International Cat Association) hingegen erkennt sie unter dem Namen Cymric als separate Rasse an. In Europa ist die Cymric relativ selten, seriöse Züchter sind rar.
Aussehen & Rassemerkmale
Die Cymric ist eine kompakte, muskulöse Katze mit rundem Gesamterscheinungsbild. Der Körper ist stämmig und gedrungen, die Brust breit, die Hinterbeine deutlich länger als die Vorderbeine. Diese Proportionen verleihen ihr einen typischen hoppelnden Gang, der gelegentlich an ein Kaninchen erinnert.
Der Kopf ist groß und rund mit vollen Wangen, einem kräftigen Kinn und mittelgroßen, weit auseinander stehenden Ohren. Die Augen sind groß, rund und leicht schräg gestellt. Ihre Farbe harmoniert in der Regel mit der Fellfarbe.
Das wichtigste Rassemerkmal ist die Schwanzlosigkeit, wobei der Rassestandard vier Varianten unterscheidet:
- Rumpy: vollständig schwanzlos, oft mit einer kleinen Vertiefung am Schwanzansatz – die im Ausstellungsring bevorzugte Variante
- Rumpy Riser: ein bis drei Schwanzwirbel, die als kleiner Knorpelknubbel tastbar sind
- Stumpy: ein kurzer Schwanzstummel von etwa 1–5 cm Länge
- Longy: ein annähernd normaler Schwanz – diese Tiere werden nicht für Ausstellungen zugelassen, sind aber für die Zucht wertvoll
Das Fell der Cymric ist halblang bis lang, seidig und verfügt über eine dichte, wattige Unterwolle. Auffällig sind die Halskrause, die gut befederten Hinterbeine (sogenannte „Hosen") und die Haarbüschel zwischen den Zehen. Alle natürlich vorkommenden Farben und Muster werden akzeptiert, einschließlich Tabby, Schildpatt, Bicolor und einfarbig.
Charakter & Wesen
Die Cymric gilt als ausgeglichene, sanftmütige und zugleich verspielte Katze. Sie baut eine enge Bindung zu ihren Menschen auf und zeigt sich ausgesprochen treu und anhänglich, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Viele Halter berichten von einem fast hundeähnlichen Verhalten: Cymrics folgen ihrem Besitzer durchs Haus, apportieren kleine Gegenstände und reagieren freudig auf ihren Namen.
Ihre Intelligenz ist bemerkenswert. Sie lernen schnell, Türen zu öffnen, und lassen sich mit Geduld sogar kleine Tricks beibringen. Trotz ihrer Verspieltheit bewahren sie stets eine gewisse Gelassenheit und sind nicht übermäßig hektisch. Gegenüber Fremden zeigen sich Cymrics zunächst etwas reserviert bis wachsam, tauen aber bei regelmäßigem Kontakt auf. Die Stimme ist leise und melodisch – eine Cymric wird selten lautstark fordernd.
Haltung & Pflege
Die Cymric ist eine anpassungsfähige Katze, die sich sowohl in einer geräumigen Wohnung als auch in einem Haus mit gesichertem Freigang wohlfühlt. Wichtig ist ausreichend Beschäftigung, denn die intelligente Rasse langweilt sich schnell. Klettermöglichkeiten, Intelligenzspielzeug und regelmäßige Spieleinheiten sollten zum Alltag gehören. Cymrics sind gesellige Tiere und vertragen sich gut mit anderen Katzen sowie mit katzenfreundlichen Hunden. Einzelhaltung ist bei ganztägiger Abwesenheit der Halter nicht empfehlenswert.
Die Fellpflege erfordert regelmäßige Aufmerksamkeit. Zwei- bis dreimal pro Woche sollte das dichte Doppelfell gründlich gebürstet werden, um Verfilzungen und übermäßige Haarballenbildung zu vermeiden. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst empfiehlt sich tägliches Bürsten. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf vorsichtig gereinigt werden.
Ernährung
Die Cymric stellt keine außergewöhnlichen Ansprüche an die Fütterung. Hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil bildet die ideale Basis. Trockenfutter kann ergänzend gegeben werden, sollte aber nicht die alleinige Nahrungsquelle darstellen. Da die kompakte Rasse zu Übergewicht neigt, ist eine bedarfsgerechte Futtermenge entscheidend. Das Gewicht sollte regelmä