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Drüsenkopf

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Tierart – Reptilien > Echsen – Agamen & Leguane

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Conolophus subcristatus (Galápagos-Drusenköpfe); Gattung Conolophus
  • Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
  • Unterordnung: Leguanartige (Iguania)
  • Familie: Leguane (Iguanidae)
  • Gattung: Conolophus
  • Arten: Galápagos-Drusenkopf (C. subcristatus), Santa-Fé-Drusenkopf (C. pallidus), Rosada-Drusenkopf (C. marthae)
  • Lebensraum: Trockene Lavalandschaften, Küstengebiete und Vulkanhänge der Galápagos-Inseln
  • Größe: Kopf-Rumpf-Länge bis 55 cm, Gesamtlänge bis ca. 120 cm
  • Gewicht: 7–13 kg
  • Lebenserwartung: 50–60 Jahre in freier Wildbahn

Aussehen & Merkmale

Die Drusenköpfe der Gattung Conolophus gehören zu den größten landlebenden Echsen der Galápagos-Inseln. Ihr stämmiger, kräftiger Körperbau erinnert an andere große Leguane, unterscheidet sich aber durch einige markante Merkmale. Der Kopf ist breit, stumpf und mit zahlreichen kegelförmigen Schuppen besetzt – diesen drüsenartigen Schuppenauswüchsen verdankt die Gattung ihren deutschen Trivialnamen „Drusenkopf" (gelegentlich auch „Drüsenkopf" geschrieben). Entlang des Nackens und des Rückens verläuft ein niedriger Schuppenkamm, der bei Männchen stärker ausgeprägt ist als bei Weibchen.

Die Grundfärbung variiert je nach Art. Conolophus subcristatus zeigt ein kräftiges Gelb bis Orangegelb an Kopf, Flanken und Beinen, während Rücken und Schwanz bräunlich bis dunkelbraun gefärbt sind. Der Santa-Fé-Drusenkopf (C. pallidus) wirkt insgesamt blasser und heller, mit einem eher gelblich-weißen Grundton. Die erst 2009 wissenschaftlich beschriebene Art C. marthae – der sogenannte Rosada-Drusenkopf – fällt durch eine rosa bis rötliche Hautfärbung mit dunklen Streifen auf, was ihn deutlich von seinen Verwandten abhebt.

Die kräftigen Extremitäten enden in langen Krallen, die zum Graben und Klettern auf Lavasubstrat dienen. Der seitlich leicht abgeflachte Schwanz macht etwa die Hälfte der Gesamtlänge aus. Wie bei vielen Leguanen besitzen Drusenköpfe ein Parietalauge auf dem Scheitel, das als Lichtsinnesorgan bei der Thermoregulation eine Rolle spielt.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Drusenköpfe ist auf den Galápagos-Archipel beschränkt, der rund 1.000 Kilometer westlich der ecuadorianischen Küste im Pazifischen Ozean liegt. Damit sind sie endemisch für diese Inselgruppe. C. subcristatus kommt auf mehreren Inseln vor, darunter Isabela, Santa Cruz, Fernandina, Plaza Sur und Baltra. C. pallidus ist ausschließlich auf der Insel Santa Fé heimisch, während C. marthae nur am Vulkan Wolf im Norden Isabelas nachgewiesen wurde.

Das bevorzugte Habitat sind trockene, offene Lavalandschaften mit spärlicher Vegetation, Dornbuschzonen und Übergangsbereiche zu lichteren Wäldern. Die Tiere halten sich bevorzugt in Gebieten auf, in denen Opuntienkakteen wachsen, da diese einen wesentlichen Teil ihrer Nahrung ausmachen. Auf Vulkanhängen besiedeln sie Biotope bis in Höhenlagen von etwa 1.700 Metern. Zum Schutz vor nächtlicher Kühle und Raubtieren graben sie Erdbaue oder nutzen natürliche Spalten im Lavagestein.

Ernährung

Drusenköpfe sind überwiegend herbivor. Den Hauptbestandteil ihrer Nahrung bilden die Blätter, Blüten und Früchte der Feigenkakteen (Opuntia). Die Echsen fressen die stacheligen Kakteenblätter, indem sie sie mit den Vorderfüßen am Boden rollen, um die größten Dornen abzubrechen, bevor sie zubeißen. Ergänzend nehmen sie Blätter und Blüten anderer Pflanzen, Gräser und gelegentlich herabgefallene Früchte auf.

Tierische Nahrung spielt eine untergeordnete Rolle, wird aber nicht verschmäht. Insekten, Tausendfüßer und Aas werden opportunistisch gefressen. Auf einigen Inseln wurde beobachtet, dass Drusenköpfe Eier bodenbrütender Vögel aufnehmen. Der Wasserbedarf wird größtenteils über die Nahrung gedeckt; offene Wasserquellen sind im trockenen Habitat selten.

Verhalten & Lebensweise

Drusenköpfe sind tagaktiv und verbringen die frühen Morgenstunden mit dem Aufwärmen in der Sonne. Als ektotherme Reptilien sind sie auf externe Wärmequellen angewiesen, um ihre Körpertemperatur auf ein Optimum von etwa 36 °C zu bringen. Tagsüber wechseln sie regelmäßig zwischen Sonnenplätzen und schattigen Ruhezonen. In der Nacht ziehen sie sich in selbst gegrabene Erdbaue zurück, die bis zu zwei Meter lang sein können.

Männchen sind territorial und verteidigen ihr Revier gegenüber Rivalen durch Drohgebärden wie Kopfnicken, Aufstellen des Nackenkamms und seitliches Abflachen des Körpers. Bei ernsthaften Konflikten kann es zu Beißkämpfen kommen, bei denen die Kontrahenten versuchen, den Gegner am Nacken zu packen und zu Boden zu drücken. Weibchen und Jungtiere bewegen sich innerhalb der Reviere der Männchen und werden in der Regel toleriert.

Auf den Galápagos-Inseln existiert eine