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Feldsperling

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Tierart – Vögel > Singvögel – Schwalben & Spatzen

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Passer montanus
  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Familie: Sperlinge (Passeridae)
  • Gattung: Passer
  • Lebensraum: Offene Kulturlandschaft, Waldränder, Streuobstwiesen, Dörfer
  • Größe: 12,5–14 cm
  • Gewicht: 19–25 g
  • Lebenserwartung: 2–3 Jahre (Freiland), bis zu 10 Jahre möglich

Aussehen & Merkmale

Der Feldsperling ist etwas kleiner und schlanker als sein bekannterer Verwandter, der Haussperling (Passer domesticus). Sein auffälligstes Merkmal ist die schokoladenbraune Kopfplatte, die sich deutlich vom grauen Scheitel des Haussperlings unterscheidet. Beide Geschlechter tragen dasselbe Gefieder – ein wesentlicher Unterschied zum Haussperling, bei dem das Weibchen deutlich schlichter gefärbt ist als das Männchen.

Der Rücken ist warm rotbraun mit schwarzen Längsstreifen, die Unterseite schmutzigweiß bis beige. An den weißlichen Wangen trägt der Feldsperling einen markanten schwarzen Wangenfleck, der als sicheres Bestimmungsmerkmal dient. Der Kehlfleck ist kleiner als beim Haussperling und scharf begrenzt. Der Schnabel ist kräftig, kegelförmig und im Sommer schwarz, im Winter mit aufgehellter Basis. Die Beine sind blass fleischfarben. Eine schmale weiße Flügelbinde ist im Flug und im Sitzen erkennbar.

Jungvögel ähneln den Altvögeln, zeigen jedoch ein insgesamt matteres Gefieder mit weniger kontrastreichen Kopfzeichnungen.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Feldsperlings erstreckt sich über weite Teile der Paläarktis – von Westeuropa und Nordafrika ostwärts bis Japan und Südostasien. In Mitteleuropa ist er ein weit verbreiteter Brutvogel, der allerdings regional stark unterschiedliche Bestandsdichten aufweist. In Australien und auf einigen Pazifikinseln wurde er durch den Menschen eingeführt.

Sein bevorzugtes Habitat ist die halboffene Kulturlandschaft mit einem Mosaik aus Feldern, Wiesen, Hecken und Baumbeständen. Streuobstwiesen, Feldgehölze, Alleen und Dorfränder bieten ihm ideale Lebensbedingungen. Im Gegensatz zum Haussperling meidet der Feldsperling das Innere größerer Städte weitgehend. Er benötigt Höhlen in alten Bäumen, Mauernischen oder Nistkästen zur Brut und ist daher auf das Vorhandensein geeigneter Strukturen angewiesen.

In einigen Regionen Ostasiens, etwa in Teilen Chinas, kehrt sich das Verhältnis zum Haussperling um: Dort besiedelt der Feldsperling auch urbane Lebensräume und tritt als häufiger Stadtvogel auf.

Ernährung

Der Feldsperling ernährt sich als typischer Körnerfresser überwiegend von Sämereien verschiedener Gräser, Kräuter und Getreidesorten. Im Sommerhalbjahr bilden Weizen, Hafer und Wildkräutersamen die Nahrungsgrundlage. Zur Brutzeit steigt der Anteil tierischer Nahrung deutlich an: Insekten, Spinnen, kleine Käfer, Blattläuse und deren Larven werden gezielt gesammelt, um den Proteinbedarf der Nestlinge zu decken.

Im Winter sucht der Feldsperling Stoppelfelder, Dreschplätze und Futterstellen auf. Dort bildet er häufig gemischte Trupps mit Haussperlingen, Finken und Ammern. Wie andere Sperlinge nimmt er regelmäßig Staubbäder und sucht Pfützen oder flache Gewässer zum Trinken und Baden auf.

Verhalten & Lebensweise

Der Feldsperling ist tagaktiv und gesellig. Außerhalb der Brutzeit schließen sich die Vögel zu Schwärmen zusammen, die mehrere Dutzend bis einige Hundert Individuen umfassen können. Diese Trupps durchstreifen gemeinsam Felder und Brachflächen auf der Suche nach Nahrung.

Zur Brutzeit werden lockere Kolonien gebildet, in denen die einzelnen Paare ihre Nisthöhlen verteidigen, ohne jedoch ein ausgedehntes Revier zu beanspruchen. Die Männchen zeigen die Balz durch wiederholtes Rufen an der Bruthöhle und leichte Verbeugungen. Der Gesang besteht aus monoton wiederholten, harten „tschip"-Rufen, die dem Haussperling ähneln, aber etwas höher und weniger rau klingen.

Feldsperlinge sind Standvögel und Kurzstreckenzieher. In Mitteleuropa verbleiben die meisten Populationen ganzjährig in ihrem Brutgebiet, wobei sie im Winter mitunter in siedlungsnahe Bereiche ausweichen. Populationen in den nördlichen und östlichen Teilen des Verbreitungsgebiets unternehmen kurze saisonale Wanderungen.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Brutzeit erstreckt sich von April bis August. Der Feldsperling ist ein ausgesprochener Höhlenbrüter, der natürliche Baumhöhlen, Spechthöhlen, Mauerspalten und bereitwillig auch Nistkästen nutzt. Das Nest wird von beiden Partnern aus Halmen, Federn und anderem weichem Material errichtet und füllt die Höhle weitgehend aus.

Ein Gelege umfasst in der Regel vier bis sechs Eier, die weißlich bis blass bräunlich mit dunklen Flecken gezeichnet sind. Beide Altvögel bebrüten die Eier über einen Zeitraum von etwa 11 bis 14 Tagen. Die Nestlinge werden von beiden Eltern mit Insekten und deren Larven gefüttert und verlassen nach 15 bis 20 Tagen das Nest. Pro Saison sind zwei, gelegentlich drei Bruten möglich. Nach dem Ausfliegen werden die Jungvögel noch etwa eine Woche von den Eltern versorgt, bevor sie sich den umliegenden Schwärmen anschließen.

Die Paarbindung besteht häufig über mehrere Brutperioden hinweg, wobei die Partner gemeinsam am selben Brutplatz festhalten – eine