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Goldfasan

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Tierart – Vögel > Hühnervögel

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Chrysolophus pictus
  • Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
  • Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
  • Gattung: Chrysolophus
  • Lebensraum: Bergwälder, Bambusdickichte und felsige Hänge in Zentralchina
  • Größe: Hahn ca. 90–105 cm (davon bis zu 70 cm Schwanz), Henne ca. 60–80 cm
  • Gewicht: Hahn ca. 550–710 g, Henne ca. 350–500 g
  • Lebenserwartung: 5–6 Jahre in freier Wildbahn, in Gefangenschaft bis zu 15 Jahre

Aussehen & Merkmale

Der Goldfasan zählt zu den farbenprächtigsten Vertretern der Hühnervögel und zeigt einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Das Gefieder des Hahns ist ein Zusammenspiel intensiver Farben: Der Scheitel trägt eine goldgelbe Federhaube, die dem Vogel seinen deutschen Namen verleiht. Der Nacken wird von einem fächerförmigen Kragen aus orangefarbenen Federn mit schwarzer Querbänderung geschmückt, der bei der Balz aufgestellt werden kann. Rücken und Bürzel leuchten goldgelb, die Flanken sind scharlachrot, und die Unterseite zeigt ein kräftiges Rot. Die langen Oberschwanzdecken sind orangebraun, während die eigentlichen Schwanzfedern – die bis zu zwei Drittel der Gesamtlänge ausmachen – bräunlich-schwarz mit feiner Zeichnung gefärbt sind. Die Flügel weisen dunkelblau glänzende Partien auf.

Die Henne ist dagegen unauffällig in verschiedenen Brauntönen gemustert, was ihr eine hervorragende Tarnung am Boden bietet. Ihr Gefieder zeigt eine dichte Bänderung und Strichelung, die sie zwischen Laub und Unterholz nahezu unsichtbar macht. Beide Geschlechter besitzen gelbe Beine und einen kurzen, hornfarbenen Schnabel. Die Iris ist gelb beim Hahn und braun bei der Henne.

Die nächstverwandte Art ist der Diamantfasan (Chrysolophus amherstiae), der derselben Gattung angehört. Beide Arten können sich kreuzen und fertile Hybride hervorbringen, was auf eine enge Verwandtschaft hinweist.

Lebensraum & Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Goldfasans liegt in den Bergregionen Zentralchinas, vor allem in den Provinzen Gansu, Shaanxi, Sichuan, Guizhou und Hubei. Das bevorzugte Habitat sind dichte, immergrüne und laubabwerfende Bergwälder in Höhenlagen zwischen 500 und 1.500 Metern, vereinzelt bis 2.000 Meter. Besonders wichtig sind Bambusdickichte, felsige Hänge mit dichtem Unterholz und lichte Waldränder, die sowohl Deckung als auch offene Flächen zur Nahrungssuche bieten.

Seit dem 18. Jahrhundert existieren verwilderte Populationen in Großbritannien, insbesondere in den Wäldern von East Anglia, Norfolk und Wales. Diese gehen auf Individuen zurück, die aus Haltungen in Parks und Ziergärten entkommen sind. Auch in anderen Teilen Europas und Nordamerikas wurden Goldfasane ausgesetzt, doch dauerhafte freilebende Bestände haben sich nur in wenigen Gebieten etabliert. In der Ziervogelhaltung ist die Art weltweit verbreitet und gehört zu den am häufigsten gehaltenen Fasanenarten.

Ernährung

Der Goldfasan ist ein Allesfresser mit überwiegend pflanzlicher Kost. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Samen, Körnern, Beeren, jungen Trieben, Blättern, Blüten und Bambussprossen. Ergänzend werden tierische Bestandteile aufgenommen, darunter Insekten, Spinnen, Larven und andere Wirbellose. Besonders während der Brutzeit und bei der Aufzucht der Küken steigt der Anteil tierischer Nahrung, da die Jungvögel für ihr Wachstum proteinreiche Kost benötigen.

Die Nahrungssuche findet überwiegend am Boden statt. Der Goldfasan scharrt dabei mit den Füßen in der Laubstreu, ähnlich wie es auch beim Haushuhn und anderen bodenbewohnenden Hühnervögeln zu beobachten ist. In den Morgen- und Abendstunden sind die Vögel besonders aktiv bei der Nahrungsaufnahme.

Verhalten & Lebensweise

Goldfasane sind tagaktive Vögel, die den Großteil ihres Lebens am Boden verbringen. Sie sind scheue und zurückgezogene Tiere, die bei Störungen eher zu Fuß im Unterholz verschwinden, als aufzufliegen. Der Flug ist kurz, schnell und geradlinig – typisch für viele Fasanenartige. Die Nächte verbringen sie auf erhöhten Schlafplätzen in Bäumen, wo sie vor bodenlebenden Prädatoren geschützt sind.

Außerhalb der Brutzeit leben Goldfasane einzelgängerisch oder in kleinen, lockeren Gruppen. Die Hähne besetzen während der Fortpflanzungsperiode Reviere, die sie durch Rufe und Imponierverhalten gegenüber Rivalen verteidigen. Die Stimme des Hahns ist ein kurzer, metallisch klingender Ruf, der vor allem während der Balzzeit häufig zu hören ist.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Balzzeit des Goldfasans fällt in den Frühling, typischerweise von April bis Juni. Das Balzverhalten des Hahns ist ein eindrucksvolles Schauspiel: Er breitet den orangeschwarzen Nackenkragen fächerförmig aus, sodass dieser die dem Weibchen zugewandte Kopfseite fast vollständig bedeckt. Dabei umkreist er die Henne mit gesenktem Flügel, spreizt die Schwanzfedern und gibt rhythmische Laute von sich. Die gesamte Körperhaltung dient dazu, die farbintensivsten Gefiederpartien zur Geltung zu bringen.

Die Henne legt ihr Gelege von 5 bis 12 Eiern in eine flache Bodenmulde, die mit Blättern und Gras spärlich ausgepolstert wird. Die Eier sind rahmfarben bis hellbraun. Die Brutdauer beträgt 22