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Impala

I

Tierart – Säugetiere > Huftiere – Antilopen & Gazellen

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Aepyceros melampus
  • Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
  • Familie: Hornträger (Bovidae)
  • Unterfamilie: Aepycerotinae
  • Gattung: Aepyceros
  • Lebensraum: Savannen, lichte Wälder und Buschland im östlichen und südlichen Afrika
  • Größe: Schulterhöhe 75–95 cm, Körperlänge 120–160 cm
  • Gewicht: Weibchen 40–53 kg, Männchen 53–76 kg
  • Lebenserwartung: 12–15 Jahre in freier Wildbahn, bis zu 17 Jahre in Gefangenschaft

Aussehen & Merkmale

Das Impala ist eine mittelgroße, schlank gebaute Antilope mit einem auffallend glatten, kurzhaarigen Fell. Die Oberseite des Körpers zeigt eine rotbraune bis kastanienbraune Färbung, die an den Flanken heller wird und in ein blasses Beige übergeht. Die Bauchseite, die Innenseiten der Beine sowie die Kehle sind weiß. Charakteristisch sind die schwarzen Streifen an den Hinterbeinen oberhalb der Fersen sowie ein schwarzer Streifen, der mittig über den Schwanz verläuft. An beiden Seiten des Hinterteils befindet sich je ein senkrechter schwarzer Strich – diese Markierungen werden im Englischen gelegentlich als „M-Zeichnung" beschrieben.

Nur die Böcke tragen Hörner. Diese sind leierförmig geschwungen, stark geringelt und können eine Länge von 45 bis 92 cm erreichen. Die Hörner wachsen zunächst nach hinten und außen, biegen dann nach oben und drehen sich leicht nach innen. Weibliche Impalas sind hornlos, insgesamt etwas kleiner und leichter gebaut. Beide Geschlechter besitzen große, dunkle Augen und proportional lange, schmale Ohren mit schwarzen Spitzen.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Impalas erstreckt sich über weite Teile des östlichen und südlichen Afrikas – von Kenia und Tansania über Mosambik, Sambia und Simbabwe bis nach Südafrika und Botswana. Die Art besiedelt bevorzugt Übergangshabitate zwischen offener Grassavanne und lichtem Woodland. Entscheidend für die Habitatwahl ist die Nähe zu Wasser: Impalas sind wasserbedürftig und halten sich selten weiter als fünf Kilometer von einer permanenten Wasserstelle entfernt auf.

Typische Biotope umfassen Akaziensavannen, Miombowälder und die Randzonen von Überschwemmungsebenen. Dichte, geschlossene Wälder sowie reine Graslandschaften ohne Gehölzbestand werden gemieden. Diese Bindung an Ökotone – also an die Grenzbereiche zweier Vegetationstypen – verschafft dem Impala Zugang sowohl zu Gräsern als auch zu Laubnahrung.

Es werden zwei Unterarten anerkannt: das weit verbreitete Gewöhnliche Impala (Aepyceros melampus melampus) und das Schwarzgesicht-Impala (Aepyceros melampus petersi), das nur im Grenzgebiet von Angola und Namibia vorkommt und deutlich seltener ist.

Ernährung

Impalas zählen zu den sogenannten Gemischtäsern (intermediate feeders). Sie wechseln je nach Jahreszeit und Nahrungsangebot zwischen Grasen und dem Äsen von Blättern, Trieben, Blüten und Früchten. Während der Regenzeit, wenn frische Gräser verfügbar sind, ernähren sie sich überwiegend graminivore – also von Gräsern. In der Trockenzeit steigt der Anteil an Laub, Kräutern und Samenhülsen deutlich an. Diese flexible Ernährungsstrategie ist ein wesentlicher Faktor für den ökologischen Erfolg der Art und unterscheidet sie von stärker spezialisierten Antilopenarten wie etwa dem Gnu oder dem Kudu.

Die Tiere trinken in der Regel täglich, können aber bei ausreichend feuchter Nahrung kurzzeitig auf freies Wasser verzichten.

Verhalten & Lebensweise

Impalas sind überwiegend tagaktiv, wobei die Hauptaktivitätsphasen in die kühleren Morgen- und Abendstunden fallen. Die Sozialstruktur variiert je nach Jahreszeit. Außerhalb der Brunftzeit bilden die Tiere drei Gruppentypen: Weibchenherden mit Jungtieren (20 bis über 100 Individuen), Junggesellengruppen aus subadulten und nicht-territorialen Böcken sowie einzelne territoriale Böcke, die ein Revier beanspruchen.

Während der Paarungszeit verteidigen dominante Männchen ein Territorium von etwa 0,2 bis 0,9 Quadratkilometern Größe. Sie versuchen, durchziehende Weibchenherden in ihrem Revier zu halten, indem sie die Herde aktiv zusammentreiben und Rivalen durch Imponiergehabe, Lautäußerungen und – wenn nötig – Hornkämpfe fernhalten. Diese Kämpfe sind intensiv, aber selten tödlich.

Eine der auffälligsten Verhaltensweisen ist das Springen: Impalas können aus dem Stand bis zu drei Meter hoch und neun Meter weit springen. Bei Bedrohung durch Raubtiere wie Leoparden, Geparden, Wildhunde oder Hyänen flüchtet die Herde in explosiven, scheinbar wahllos gerichteten Sprüngen – eine Strategie, die es Prädatoren erschwert, ein einzelnes Tier zu fixieren.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Brunftzeit (Rut) fällt in den meisten Verbreitungsgebieten auf die Monate März bis Mai, also den Übergang zur Trockenzeit. Die territorialen Böcke stoßen während der Balz tiefe, heisere Rufe aus und zeigen intensives Zungenflatschen. Die Tragzeit beträgt etwa 194 bis 200 Tage, sodass die Geburten in die Regenzeit fallen, wenn das Nahrungsangebot am größten ist.

In der Regel wird ein einzelnes Jungtier geboren, Zwillingsgeburten sind selten. Die Kälber wiegen bei der Geburt etwa fünf Kilogramm. In den ersten Tagen versteckt die Mutter das Neugeborene im Gebüsch und kehrt nur zum Säugen