Korat
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Steckbrief
- Herkunft: Thailand (ehemals Siam)
- Rassestandard: FIFé, TICA, CFA, GCCF – Kurzhaargruppe
- Größe: Mittelgroß, kompakt
- Gewicht: Katzen 2,5–3,5 kg, Kater 3,5–4,5 kg
- Lebenserwartung: 15–20 Jahre
- Fell: Kurz, fein, dicht anliegend, ohne Unterwolle
- Farben: Ausschließlich Blau mit silbernem Tipping (Silberblau)
Herkunft & Geschichte
Die Korat gehört zu den ältesten und reinsten Katzenrassen der Welt. Ihre Ursprünge lassen sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen, als sie im Tamra Maew – dem berühmten thailändischen „Buch der Katzengedichte" – erstmals beschrieben und abgebildet wurde. In Thailand wird sie Si-Sawat genannt, was so viel wie „Farbe des Sawat-Samens" bedeutet und auf ihr charakteristisches blaugraues Fell anspielt. Die Korat galt und gilt in ihrer Heimat als Glückskatze. Traditionell wurden Korat-Paare als Hochzeitsgeschenk überreicht, um dem Brautpaar Wohlstand und Segen zu bringen.
Die erste nachweisbare Erwähnung der Korat im Westen geht auf eine Katzenausstellung im Londoner Crystal Palace im Jahr 1896 zurück, wo sie allerdings noch als „blaue Siamkatze" fehlidentifiziert wurde. Ihre gezielte Zucht außerhalb Thailands begann erst 1959, als das amerikanische Ehepaar Jean und Cedar Johnson ein Zuchtpaar aus der Provinz Nakhon Ratchasima (früher Korat) importierte. Die Rasse wurde 1966 von der CFA offiziell anerkannt, später folgten FIFé und TICA. Entscheidend für die Zuchtgeschichte ist, dass alle westlichen Korat auf eine überschaubare Zahl thailändischer Gründertiere zurückgehen – die Abstammung lässt sich lückenlos dokumentieren. Bis heute werden gelegentlich Katzen aus Thailand in die Zuchtprogramme eingeführt, um den Genpool zu erweitern.
Aussehen & Rassemerkmale
Die Korat ist eine mittelgroße, überraschend schwere Katze für ihre Größe. Ihr Körperbau ist halbkobby – muskulös und kompakt, dabei aber geschmeidig und keineswegs plump. Der Rücken ist leicht gewölbt, die Brust breit. Die Hinterbeine sind etwas länger als die Vorderbeine, was der Katze eine leicht aufgerichtete Haltung verleiht.
Das markanteste Merkmal der Korat ist ihr herzförmiger Kopf. Von vorne betrachtet bilden die Augenbrauenbögen die obere Hälfte des Herzens, während das Kinn die untere Spitze formt. Die großen, runden Augen sind leuchtend grün – bei Jungtieren zunächst bernsteinfarben, wobei die endgültige Augenfarbe erst im Alter von zwei bis vier Jahren vollständig ausgeprägt ist. Die Ohren sind hoch angesetzt, groß und an den Spitzen leicht abgerundet.
Das Fell der Korat kennt laut Rassestandard nur eine einzige Farbe: ein gleichmäßiges Blau mit silbernem Tipping an den Haarspitzen. Dieser Silberschimmer verleiht dem Fell seinen berühmten, fast überirdischen Glanz. Das Haar liegt eng am Körper an, besitzt keine Unterwolle und fühlt sich seidig an. Beim Laufen bricht das Fell entlang der Wirbelsäule leicht auf.
Charakter & Wesen
Wer eine Korat ins Haus holt, bekommt keine Dekoration, sondern eine Persönlichkeit. Diese Katzen sind außerordentlich intelligent, aufmerksam und bilden eine tiefe Bindung zu ihren Bezugspersonen. Man kann sie ohne Übertreibung als treu bezeichnen – viele Korat wählen einen bestimmten Menschen als Hauptbezugsperson und folgen diesem durch die gesamte Wohnung.
Korat sind verspielt und behalten ihre Spielfreude bis ins hohe Alter. Sie apportieren gerne, lernen Tricks und fordern ihre Halter aktiv zur Interaktion auf. Gleichzeitig besitzen sie eine ausgeprägte Sensibilität: Laute, hektische Umgebungen stressen sie, und sie reagieren feinfühlig auf die Stimmung ihrer Menschen. Gegenüber Fremden zeigen sie sich zunächst zurückhaltend und wachsam, tauen aber bei respektvollem Umgang auf.
Die Korat hat eine kräftige Stimme und setzt diese gezielt ein, um ihre Bedürfnisse mitzuteilen – ohne jedoch so redselig wie die verwandte Siamkatze zu sein. Sie kann durchaus bestimmt auftreten und duldet es ungern, ignoriert zu werden.
Haltung & Pflege
Die Korat ist eine anspruchsvolle Begleiterin, die viel menschliche Nähe und geistige Beschäftigung braucht. Stundenlanges Alleinsein verträgt sie schlecht. Berufstätige Halter sollten entweder eine zweite Katze halten – idealerweise eine weitere Korat oder eine ruhige, verträgliche Rasse – oder ausreichend interaktive Beschäftigung sicherstellen. Intelligenzspielzeug, Clickertraining und regelmäßige Spielsessions sind empfehlenswert.
Gesicherter Freigang oder ein Balkon mit Katzennetz wird gerne angenommen, ist aber keine Voraussetzung. Als reine Wohnungskatze fühlt sich die Korat wohl, sofern ihr Umfeld ausreichend Kletter- und Rückzugsmöglichkeiten bietet.
Die Fellpflege ist unkompliziert. Da die Korat keine Unterwolle besitzt, neigt das Fell kaum zum Verfilzen. Einmal wöchentliches Bürsten mit einer weichen Bürste genügt, um lose Haare zu entfernen und den Silberglanz zu erhalten. Regelmäßige Kontrolle von Ohren, Zähnen und Krallen gehört zur Grundversorgung.
Ernährung
Die Korat stellt keine außergewöhnlichen Anforderungen an ihre Ernährung, profitiert aber deutlich von hochwertigem Futter mit hohem Fleischanteil. Als muskulöse Katze benötigt sie eine proteinreiche Kost. Zucker, Getreide und pflanzliche Füllstoffe sollten vermieden werden. Nass- und Trockenfutter lassen sich gut kombinieren, wobei auf ausreichende Flüssigkeitsauf