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Laperm

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Rassen > Katzenrassen

Steckbrief

  • Herkunft: USA (Oregon)
  • Rassestandard: TICA (seit 2002 Championship-Status), CFA, FIFé, WCF
  • Größe: mittelgroß
  • Gewicht: Katze 2,5–4 kg, Kater 3,5–5,5 kg
  • Lebenserwartung: 12–15 Jahre
  • Fell: lockiges bis gewelltes Fell in Kurzhaar- und Langhaar-Variante; alle Farben und Zeichnungen sind im Rassestandard zugelassen

Herkunft & Geschichte

Die Geschichte der LaPerm beginnt 1982 auf einer Kirschfarm im ländlichen The Dalles, Oregon. Eine Farmkatze namens Speedy brachte einen Wurf zur Welt, in dem ein Kätzchen ohne Fell geboren wurde. Innerhalb weniger Wochen entwickelte dieses Kätzchen – später „Curly" genannt – ein auffällig weiches, lockiges Fell. Die Farmbesitzerin Linda Koehl beobachtete, dass Curly das gelockte Fell an ihre Nachkommen weitergab, schenkte dem Phänomen jedoch zunächst keine besondere Beachtung.

Erst als die Population lockiger Katzen auf der Farm stetig wuchs, wurde Linda Koehl auf die Einzigartigkeit der Mutation aufmerksam. Sie begann ein gezieltes Zuchtprogramm und stellte die Katzen 1992 erstmals auf einer Katzenausstellung vor. Der Name „LaPerm" wurde in Anlehnung an die Dauerwelle (englisch „permanent wave") gewählt – eine augenzwinkernde Bezeichnung für das charakteristische Lockenfell.

Die Abstammung der LaPerm geht auf gewöhnliche Farmkatzen zurück, was der Rasse eine bemerkenswerte genetische Vielfalt und Robustheit verleiht. Die lockige Fellstruktur wird durch ein dominantes Gen vererbt, was die LaPerm genetisch von anderen Rex-Rassen wie der Cornish Rex oder Devon Rex unterscheidet. Der Zuchtverband TICA erkannte die Rasse im Jahr 2002 als Championship-Rasse an. Inzwischen führen auch CFA, FIFé und WCF die LaPerm in ihren Rasseregistern.

Aussehen & Rassemerkmale

Die LaPerm ist eine mittelgroße, gut proportionierte Katze mit moderatem Körperbau. Der Körper ist mäßig muskulös, weder schlank wie bei orientalischen Rassen noch gedrungen wie bei Cobby-Typen. Die Beine sind mittellang und stehen im harmonischen Verhältnis zum Körper, wobei die Hinterbeine geringfügig länger als die Vorderbeine sein können.

Das markanteste Rassemerkmal ist zweifellos das gelockte Fell. Es zeigt sich in spiralförmigen Locken, sanften Wellen oder fedrigen Ringellocken – je nach Variante und individuellem Tier. Das Fell fühlt sich erstaunlich weich und leicht an, fast seidenartig. Besonders ausgeprägt sind die Locken am Unterbauch, am Hals und an der Schwanzbasis. Langhaarige LaPerms tragen oft eine eindrucksvolle gelockte Halskrause und einen voluminösen, buschigen Schwanz. Die Kurzhaar-Variante wirkt insgesamt strukturierter und zeigt eine eher gewellte Textur.

Der Kopf ist keilförmig mit sanft gerundeten Konturen. Die Schnurrhaare und Augenbrauen sind häufig ebenfalls gelockt – ein Detail, das der LaPerm einen unverwechselbaren Gesichtsausdruck verleiht. Die mittelgroßen bis großen Ohren sind weit angesetzt, die mandelförmigen Augen ausdrucksvoll. Alle Augenfarben sind erlaubt, ebenso wie sämtliche Fellfarben und Zeichnungen – von Solid über Tabby bis hin zu Bicolor, Schildpatt und Point-Varianten.

Bemerkenswert ist, dass LaPerm-Kätzchen gelegentlich kahl oder mit glattem Fell geboren werden und ihre Locken erst im Laufe der ersten Lebensmonate oder sogar erst im Alter von bis zu zwei Jahren vollständig entwickeln. Auch vorübergehender Haarverlust und anschließendes Nachwachsen des lockigen Fells ist bei dieser Rasse keine Seltenheit.

Charakter & Wesen

Die LaPerm ist eine ausgesprochen menschenbezogene Katze mit einem sanften, liebevollen Wesen. Sie sucht aktiv die Nähe ihrer Bezugspersonen, ohne dabei aufdringlich zu werden. Viele Halter beschreiben sie als treuen Begleiter, der gerne auf der Schulter sitzt oder sich auf dem Schoß zusammenrollt. Diese enge Bindung an den Menschen unterscheidet sie deutlich von vielen anderen Rassen.

Gleichzeitig ist die LaPerm verspielt, neugierig und erstaunlich intelligent. Sie behält zeitlebens eine gewisse Verspieltheit bei und lässt sich hervorragend mit interaktivem Spielzeug, Clickertraining oder Intelligenzspielzeug beschäftigen. Ihre Herkunft als Farmkatze zeigt sich in einem ausgeprägten Jagdinstinkt und einer wachsamen Aufmerksamkeit gegenüber ihrer Umgebung.

Die LaPerm gilt als verträglich mit anderen Katzen, Hunden und Kindern. Sie kommuniziert gerne mit einer sanften, leisen Stimme und schnurrt ausgiebig. Ihr ausgeglichenes Temperament macht sie zu einer anpassungsfähigen Mitbewohnerin, die sowohl in ruhigen Einpersonenhaushalten als auch in lebhaften Familien gut zurechtkommt.

Haltung & Pflege

Trotz des lockigen Fells ist die Fellpflege der LaPerm überraschend unkompliziert. Die Locken neigen weniger zum Verfilzen als bei anderen langhaarigen Rassen. Einmal wöchentliches, sanftes Kämmen mit einem grobzinkigen Kamm genügt in der Regel, um das Fell in gutem Zustand zu halten. Bei der Kurzhaar-Variante reicht gelegentliches Bürsten aus. Bemerkenswert ist, dass die LaPerm als vergleichsweise gering haarende Rasse gilt – ein Vorteil für die Wohnungshaltung.

Als aktive und neugierige Katze benötigt die LaPerm ausreichend Beschäftigung und Klettermöglichkeiten. Ein stabiler, hoher Kratzbaum, verschiedene Spielmöglichkeiten und regelmäßige Spielsitzungen mit dem Menschen sind wichtig. Gesicherter Freigang oder ein katzensicherer Balkon wird gerne angenommen, ist aber keine zwingende Voraussetzung. In reiner Wohnungshaltung sollte idealerweise eine zweite Katze als Gesellschaft vorhanden sein, da die LaP