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Mahi-Mahi

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Tierart – Fische > Sonstige Fische

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Coryphaena hippurus
  • Ordnung: Carangiformes (Stachelmakrelenverwandte)
  • Familie: Coryphaenidae (Goldmakrelen)
  • Gattung: Coryphaena
  • Lebensraum: Offene tropische und subtropische Meere (pelagisch)
  • Größe: Durchschnittlich 80–130 cm, maximal bis 210 cm
  • Gewicht: Durchschnittlich 7–13 kg, maximal bis 40 kg
  • Lebenserwartung: Etwa 4–5 Jahre

Aussehen & Merkmale

Der Mahi-Mahi, im Deutschen als Große Goldmakrele bekannt, zählt zu den auffälligsten Knochenfischen tropischer Gewässer. Der Körper ist seitlich abgeflacht, langgestreckt und stromlinienförmig – eine typische Anpassung an das schnelle Schwimmen im offenen Ozean. Die Schuppen sind klein und cykloid, die Haut darunter fest und glatt.

Besonders markant ist die steil abfallende Stirnpartie, die bei adulten Männchen (sogenannten „Bullen") zu einem nahezu senkrechten, knöchernen Stirnwulst ausgeprägt ist. Weibchen besitzen dagegen ein deutlich runderes Kopfprofil. Die Rückenflosse (Dorsale) erstreckt sich als durchgehender Saum vom Kopf bis fast zur Schwanzwurzel und kann je nach Individuum 55 bis 65 Weichstrahlen aufweisen. Die Schwanzflosse (Caudale) ist tief gegabelt und ermöglicht explosive Beschleunigung.

Die Färbung lebender Tiere ist außerordentlich intensiv: Der Rücken schimmert in kräftigem Blaugrün bis Türkis, die Flanken leuchten goldgelb, und der Bauch zeigt silbrige bis weiße Töne. Über den gesamten Körper verteilen sich dunkle, unregelmäßige Flecken. Diese Farben verblassen nach dem Tod des Tieres rasch zu einem einheitlichen Graugelb – ein Phänomen, das auf den schnellen Zerfall von Chromatophoren (Farbzellen) in der Haut zurückzuführen ist.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet von Coryphaena hippurus umfasst alle tropischen und warmtemperierten Ozeane zwischen etwa 45° nördlicher und 35° südlicher Breite. Das Habitat ist ausschließlich pelagisch: Die Tiere halten sich vorwiegend in den oberen Wasserschichten bis in etwa 85 Meter Tiefe auf und meiden Küstennähe und Grundkontakt weitgehend. Wassertemperaturen zwischen 21 und 30 °C werden bevorzugt.

Im Atlantik reicht die Verbreitung von den Gewässern vor North Carolina und den Azoren bis nach Brasilien und zum Golf von Guinea. Im Pazifik finden sich Populationen von Südkalifornien und Japan bis nach Peru und Australien. Auch im Indischen Ozean ist die Art verbreitet, insbesondere rund um die Malediven, vor der ostafrikanischen Küste und um Madagaskar.

Ein typisches Biotop des Mahi-Mahi sind Treibgutansammlungen, schwimmende Sargassum-Tangmatten und treibende Baumstämme. Unter solchen Objekten sammeln sich kleinere Fische, was wiederum den Mahi-Mahi anlockt. Auch künstliche Strukturen wie Fish Aggregating Devices (FADs) ziehen die Art regelmäßig an.

Ernährung

Der Mahi-Mahi ist ein opportunistischer Raubfisch, der sich vorwiegend von kleinen bis mittelgroßen Fischen, Tintenfischen und Krebstieren ernährt. Zu den häufigsten Beutetieren gehören Fliegende Fische (Exocoetidae), Makrelen, Heringe und juvenile Doktorfische. Auch pelagische Krabbenlarven und Garnelen werden gefressen.

Die Jagd erfolgt überwiegend tagsüber und visuell. Die Tiere nutzen ihre hohe Schwimmgeschwindigkeit – Sprintwerte von über 90 km/h wurden gemessen – um Beutefische in der Nähe der Wasseroberfläche zu verfolgen. Dabei werden Fliegende Fische teils noch im Gleitflug über der Wasseroberfläche abgefangen. Nachts reduziert sich die Jagdaktivität deutlich, die Tiere sind also überwiegend tagaktiv.

Verhalten & Lebensweise

Mahi-Mahi sind gesellige Fische, die häufig in kleineren Gruppen von 5 bis 50 Individuen auftreten. Juvenile Tiere bilden mitunter größere Schwärme. Ein ausgeprägtes Revierverhalten ist nicht bekannt; die Tiere sind dauerhaft in Bewegung und folgen Meeresströmungen, Nahrungsquellen und Temperaturfronten.

Die Art ist für ihre Sprungfreudigkeit bekannt. Gehokte Tiere vollführen beim Drill spektakuläre Luftsprünge, was den Mahi-Mahi zu einem der beliebtesten Zielfische der Hochseesportfischerei macht. Auch im natürlichen Verhalten sind Sprünge über die Wasseroberfläche zu beobachten, etwa bei der Jagd auf Fliegende Fische oder zum Abschütteln von Parasiten.

Adulte Mahi-Mahi stehen in der Nahrungskette weit oben, unterliegen aber ihrerseits der Prädation durch größere Räuber wie Blaue Marline (Makaira nigricans), Schwertfische (Xiphias gladius), verschiedene Haiarten und große Thunfische.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Geschlechtsreife erreichen Mahi-Mahi bereits mit vier bis fünf Monaten bei einer Körperlänge von etwa 35 bis 55 cm – ein Zeichen des extrem schnellen Wachstums dieser Art. Die Fortpflanzung findet ganzjährig statt, mit Häufungen in den wärmeren Monaten des jeweiligen Verbreitungsgebiets.

Die Paarung erfolgt im freien Wasser. Weibchen sind äußerst fruchtbar und können alle zwei bis drei Tage laichen. Ein einzelnes Weibchen produziert pro Laichvorgang zwischen 80.000 und 1.000.000 Eier, abhängig von Körpergröße und Kondition. Die Eier sind pelagisch, also frei im Wasser treibend, und haben einen Durchmesser von etwa 1,2 bis 1,6 mm.