Savannah
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Steckbrief
- Herkunft: USA (erste dokumentierte Kreuzung 1986)
- Rassestandard: TICA (The International Cat Association), seit 2001 als neue Rasse registriert, seit 2012 Championship-Status
- Größe: 35–45 cm Schulterhöhe (je nach Generation); Körperlänge bis zu 120 cm inkl. Schwanz
- Gewicht: F1-Generation: 8–12 kg; spätere Generationen (F3–F5): 5–9 kg
- Lebenserwartung: 15–20 Jahre
- Fell/Farben: Kurz bis mittellang, dicht, leicht gröber als bei typischen Hauskatzen. Anerkannte Farben: Brown Spotted Tabby, Silver Spotted Tabby, Black, Black Smoke. Charakteristisches Tupfenmuster (Spots) oder Rosetten.
Herkunft & Geschichte
Die Savannah-Katze verdankt ihre Existenz einer gezielten Kreuzung zwischen dem afrikanischen Serval (Leptailurus serval) und einer Hauskatze. Die erste dokumentierte Verpaarung gelang 1986 durch die Züchterin Judee Frank in den USA. Das daraus hervorgegangene Kitten – ein Weibchen – erhielt den Namen „Savannah" und wurde zur Namensgeberin der gesamten Rasse.
In den folgenden Jahren arbeiteten mehrere engagierte Züchter, darunter Patrick Kelley und Joyce Sroufe, systematisch daran, aus dieser Hybridkreuzung eine stabile, reproduzierbare Rasse zu entwickeln. Joyce Sroufe verfasste den ersten Rassestandard, der 2001 bei der TICA eingereicht und angenommen wurde. Bis zur vollen Anerkennung als Championship-Rasse vergingen weitere elf Jahre: Seit 2012 dürfen Savannah-Katzen ab der Generation F3 (je nach Zuchtverband auch höher) an TICA-Ausstellungen teilnehmen.
Die Abstammung vom Serval prägt die Savannah bis heute. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Filial-Generationen: F1 bezeichnet die direkte Kreuzung mit einem Serval, F2 die Nachkommen einer F1-Katze mit einer Hauskatze und so weiter. Je niedriger die Generationszahl, desto höher ist der Wildblutanteil – und desto ausgeprägter sind Größe, Erscheinung und bestimmte Verhaltensmerkmale.
Aussehen & Rassemerkmale
Die Savannah ist eine der größten Hauskatzenrassen der Welt. Ihr Körperbau ist lang, schlank und athletisch mit auffallend langen Beinen, die ihr eine elegante, fast gepardenähnliche Silhouette verleihen. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper eher klein, dreieckig geformt und wird von großen, aufrecht stehenden Ohren mit breiter Basis dominiert. Typisch sind die sogenannten Ocelli – helle Flecken auf der Ohrrückseite, ein Erbe des Servals.
Die Augen sind mittelgroß, leicht mandelförmig und können alle Farben von Grün über Gold bis Bernstein aufweisen. Zwischen den Augen verlaufen dunkle Tränenstreifen, die an einen Geparden erinnern und ein charakteristisches Rassemerkmal darstellen.
Das Fell ist kurz, dicht und besitzt eine leicht gröbere Textur als das typischer Hauskatzen. Das Tupfenmuster soll laut Rassestandard deutlich abgegrenzt und kontrastreich sein. Ovale, längliche oder rosettenförmige Spots sind erwünscht. Das Fell liegt relativ flach am Körper an und besitzt eine gewisse wasserabweisende Eigenschaft – ein Hinweis auf die wilde Abstammung.
Charakter & Wesen
Die Savannah gilt als außerordentlich intelligent, neugierig und aktiv. Sie ist eine Katze, die Beschäftigung braucht und sich nicht mit einem ruhigen Platz auf der Fensterbank zufrieden gibt. Viele Halter beschreiben ihr Verhalten als „hundeähnlich": Savannahs apportieren gerne, lassen sich an der Leine führen und folgen ihren Bezugspersonen auf Schritt und Tritt durch die Wohnung.
Ihren Menschen gegenüber zeigt sich die Savannah treu und anhänglich, dabei aber nicht aufdringlich. Sie baut eine starke Bindung zu ihren Bezugspersonen auf, kann Fremden gegenüber jedoch zunächst reserviert und wachsam reagieren. Diese Eigenschaft wird mit zunehmender Wildblut-Generation stärker ausgeprägt.
Savannahs sind außerdem ausgesprochen verspielt und behalten diesen Spieltrieb bis ins hohe Alter bei. Sie springen mühelos auf hohe Schränke, öffnen eigenständig Türen und Schubladen und zeigen eine ausgeprägte Faszination für Wasser – viele Savannahs spielen begeistert mit laufendem Wasser oder springen freiwillig in die Badewanne.
Haltung & Pflege
Die Haltung einer Savannah stellt besondere Anforderungen. Diese Katze braucht Platz – viel Platz. Ein gesicherter Garten oder ein großzügig dimensioniertes, katzengerecht gestaltetes Außengehege ist für die frühen Generationen nahezu unverzichtbar. Aber auch Savannahs späterer Generationen profitieren enorm von Auslauf und Bewegungsmöglichkeiten.
In der Wohnung sollten ausreichend Klettermöglichkeiten, stabile Kratzbäume in Deckenhöhe und verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten vorhanden sein. Intelligenzspielzeug, Futterverstecke und interaktive Spielsessions sind kein Luxus, sondern Grundvoraussetzung für eine artgerechte Haltung. Gelangweilte Savannahs entwickeln schnell unerwünschte Verhaltensweisen – von zerstörtem Mobiliar bis zu Unsauberkeit.
Die Fellpflege ist unkompliziert. Gelegentliches Bürsten, etwa einmal wöchentlich, genügt, um lose Haare zu entfernen und das Fell in gutem Zustand zu halten. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst kann häufigeres Bürsten sinnvoll sein.
Wichtiger Hinweis: In einigen Ländern und Bundesländern unterliegen frühe Generationen (F1–F4) besonderen gesetzlichen Bestimmungen. In Deutschland gelten für F1- bis F4-Savannahs je nach Bundesland Haltungsauflagen nach dem Artenschutzrecht. Vor der Anschaffung sollte unbedingt die rechtliche Lage am Wohnort geprüft werden.