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Smaragdeidechse

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Tierart – Reptilien > Echsen – Eidechsen & Chamäleons

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Lacerta viridis (Westliche Smaragdeidechse) / Lacerta bilineata (Östliche Smaragdeidechse)
  • Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
  • Familie: Echte Eidechsen (Lacertidae)
  • Gattung: Lacerta
  • Lebensraum: Trockenwarme Hanglagen, Gebüschsäume, Weinberge, Magerrasen
  • Größe: 30–40 cm Gesamtlänge (davon etwa zwei Drittel Schwanz)
  • Gewicht: 20–40 g
  • Lebenserwartung: 8–12 Jahre in freier Wildbahn, in Gefangenschaft bis 15 Jahre

Aussehen & Merkmale

Die Smaragdeidechse gehört zu den größten und auffälligsten Eidechsen Europas. Ausgewachsene Männchen erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 13 cm, wobei der lange, peitschenartige Schwanz die Körperlänge deutlich übertrifft. Der Körperbau ist kräftig, der Kopf bei Männchen deutlich breiter und massiger als bei Weibchen.

Das namensgebende Merkmal ist die leuchtend grüne Grundfärbung der Oberseite, die bei adulten Männchen während der Paarungszeit besonders intensiv hervortritt. Die Schuppen des Rückens sind fein gekielt und tragen oft eine dunkle Punktierung oder Netzzeichnung. Zur Bauchseite hin wechselt die Farbe in ein helles Gelb oder Grüngelb. Ein besonders auffallendes Merkmal der Männchen ist die leuchtend blaue Kehle, die in der Fortpflanzungszeit an Intensität zunimmt und als Signal bei der Balz dient. Weibchen sind insgesamt schlichter gefärbt und zeigen häufig zwei helle Längsstreifen auf den Flanken – ein Merkmal, das bei Lacerta bilineata sogar namensgebend ist.

Jungtiere unterscheiden sich deutlich von den Adulten: Sie sind oberseits bräunlich bis olivgrün gefärbt, oft mit hellen Längsstreifen und ohne die typische Blaufärbung der Kehle. Erst im zweiten oder dritten Lebensjahr nehmen sie die arttypische Smaragdfärbung an.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Smaragdeidechse erstreckt sich über weite Teile Süd- und Mitteleuropas. Lacerta viridis besiedelt vor allem den östlichen Bereich – vom Balkan über Ungarn, Tschechien, die Slowakei und Österreich bis in den Osten Deutschlands. Lacerta bilineata kommt dagegen im westlichen Areal vor, von der Iberischen Halbinsel über Frankreich und Italien bis in die Westschweiz und den äußersten Südwesten Deutschlands. In Deutschland liegt die nördliche Verbreitungsgrenze beider Arten; Vorkommen existieren hier nur inselartig, etwa im Mittelrheintal, an der Mosel, im Donautal und in Teilen Brandenburgs.

Als Habitat bevorzugt die Smaragdeidechse trockenwarme, sonnenexponierte Biotope mit einer Mischung aus offenen Flächen und dichter Vegetation. Typische Lebensräume sind südexponierte Böschungen, Trockenmauern, aufgelassene Weinberge, Magerrasen, Waldränder und buschbestandene Hänge. Entscheidend ist das Vorhandensein von Sonnenplätzen wie Steinen oder Totholz und gleichzeitig dichter Strauchvegetation als Deckung vor Fressfeinden.

Ernährung

Die Smaragdeidechse ernährt sich überwiegend von Wirbellosen. Auf dem Speiseplan stehen Insekten wie Heuschrecken, Käfer, Schmetterlinge und deren Larven, außerdem Spinnen, Asseln und Regenwürmer. Größere Exemplare fressen gelegentlich auch kleine Wirbeltiere wie junge Eidechsen anderer Arten oder Nestlinge bodenbrütender Vögel. In geringem Umfang werden auch reife Beeren und andere weiche Früchte aufgenommen.

Die Nahrungssuche erfolgt aktiv: Die Tiere durchstreifen ihr Revier, spüren Beute visuell und mithilfe der Zungenspitze auf, mit der sie chemische Reize aus der Umgebung aufnehmen. Die Beutetiere werden mit einem schnellen Zubiss gepackt und im Ganzen verschlungen.

Verhalten & Lebensweise

Smaragdeidechsen sind tagaktive Reptilien mit einem ausgeprägten Tagesrhythmus. Morgens suchen sie zunächst Sonnenplätze auf, um ihre Körpertemperatur auf ein Betriebsoptimum von etwa 30–35 °C zu bringen. Erst danach beginnen sie mit der Nahrungssuche und dem Patrouillieren ihres Reviers. Bei extremer Mittagshitze ziehen sie sich in schattige Verstecke zurück.

Beide Geschlechter sind territorial. Vor allem Männchen verteidigen ihre Reviere aggressiv gegenüber Artgenossen. Rivalenkämpfe werden durch Imponierverhalten eingeleitet – das Männchen flacht den Körper seitlich ab, richtet sich hoch auf und präsentiert die blaue Kehle. Kommt es zum Kampf, beißen sich die Kontrahenten gegenseitig in Kopf und Flanken, was zu sichtbaren Verletzungen führen kann.

Die Winterruhe beginnt je nach Lage und Witterung zwischen Oktober und November. Die Tiere überwintern in frostfreien Spalten, Erdlöchern oder Nagetierbauten und erscheinen ab Ende März bis April wieder an der Oberfläche. Männchen beenden die Winterstarre in der Regel einige Wochen vor den Weibchen.

Wie viele Eidechsen besitzt die Smaragdeidechse die Fähigkeit zur Autotomie: Bei Ergreifung durch einen Fressfeind kann der Schwanz an vorgebildeten Bruchstellen abgeworfen werden. Der zuckende Schwanz lenkt den Angreifer ab, während die Eidechse flieht. Der Schwanz wächst nach, ist im Regenerat jedoch kürzer und anders beschuppt als das Original.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Paarungszeit fällt in die Monate April bis Juni. Während der Balz nähert sich das Männchen dem Weibchen mit seitlich abge