Clownfisch
CTierart – Fische > Meerwasserfische – Aquarium
Steckbrief
- Wissenschaftlicher Name: Amphiprion ocellaris (Falscher Clownfisch), Amphiprion percula (Echter Clownfisch) sowie weitere Arten der Gattungen Amphiprion und Premnas
- Ordnung: Barschartige (Perciformes)
- Familie: Riffbarsche (Pomacentridae)
- Unterfamilie: Anemonenfische (Amphiprioninae)
- Lebensraum: Tropische Korallenriffe des Indopazifiks
- Größe: 6–15 cm je nach Art
- Gewicht: ca. 10–50 g
- Lebenserwartung: 6–10 Jahre in freier Wildbahn, in Aquarienhaltung bis zu 15 Jahre
Aussehen & Merkmale
Clownfische gehören zu den bekanntesten Meerwasserfischen überhaupt. Ihr Körper ist seitlich abgeflacht, oval bis leicht gedrungen geformt und mit kleinen Cycloidschuppen bedeckt. Die namensgebende Färbung besteht aus einem leuchtend orangefarbenen bis rötlichen Grundton, der von bis zu drei weißen, schwarz gesäumten Querbinden unterbrochen wird. Anzahl, Breite und Position dieser Binden variieren je nach Art und dienen als wichtiges Bestimmungsmerkmal innerhalb der Gattung Amphiprion.
Die Flossen sind abgerundet und ebenfalls orange bis schwarz gefärbt. Die Rückenflosse ist durchgehend und enthält sowohl Hart- als auch Weichstrahlen. Die Brustflossen sind relativ groß und ermöglichen dem Fisch die typischen schnellen, flatternden Schwimmbewegungen zwischen den Tentakeln seiner Wirtsanemone. Die Augen sind verhältnismäßig groß und dunkel. Zwischen den Geschlechtern besteht ein deutlicher Größenunterschied: Weibchen sind stets größer als Männchen – ein Umstand, der mit der besonderen Sozialstruktur dieser Fische zusammenhängt.
Lebensraum & Verbreitung
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Clownfische erstreckt sich über den tropischen Indopazifik – vom Roten Meer und der ostafrikanischen Küste über den Indischen Ozean bis in den westlichen Pazifik, einschließlich des Großen Barriereriffs, der Philippinen, Indonesiens und Melanesiens. Die einzelnen Arten zeigen dabei unterschiedlich große Areale. Amphiprion ocellaris etwa besiedelt vorwiegend die Gewässer Südostasiens, während Amphiprion clarkii das größte Verbreitungsgebiet aller Anemonenfische aufweist.
Ihr Habitat sind flache bis mittlere Korallenriffzonen in Tiefen von 1 bis 15 Metern, gelegentlich auch bis 50 Meter. Entscheidend für das Vorkommen ist nicht die Riffstruktur an sich, sondern das Vorhandensein einer geeigneten Wirtsanemone. Jede Clownfischart geht Symbiosen mit bestimmten Seeanemonenarten ein – insgesamt kommen zehn Anemonenarten als Wirte in Frage. Ohne dieses Biotop können Clownfische in der Natur nicht dauerhaft überleben.
Ernährung
Clownfische sind Allesfresser (Omnivoren). In ihrem natürlichen Lebensraum ernähren sie sich von Zooplankton, kleinen Wirbellosen, Algen und Nahrungsresten der Wirtsanemone. Ein Teil der Nahrungsaufnahme geschieht auch durch das Abweiden von Algenaufwuchs in unmittelbarer Nähe der Anemone. Die Fische entfernen sich zur Nahrungssuche selten weit von ihrem Wirt.
In der Aquarienhaltung nehmen Clownfische bereitwillig Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Mysis und Krill an. Ergänzend eignet sich hochwertiges Flockenfutter oder Granulat für Meerwasserfische. Eine abwechslungsreiche Fütterung trägt zur Gesundheit und Farbintensität der Tiere bei.
Verhalten & Lebensweise
Clownfische leben tagaktiv und standorttreu in kleinen Gruppen, die eine streng hierarchische Sozialstruktur aufweisen. Jede Gruppe bewohnt eine einzelne Anemone oder einen Anemonenstock und verteidigt dieses Revier energisch gegen Artgenossen und andere Eindringlinge. Das dominante Weibchen steht an der Spitze der Hierarchie, gefolgt vom reproduktiven Männchen. Die übrigen Gruppenmitglieder sind geschlechtlich unreife Jungtiere, deren Wachstum durch die Anwesenheit der dominanten Tiere hormonell gehemmt wird.
Die Symbiose mit der Seeanemone ist das zentrale Element der Lebensweise aller Clownfische. Die Anemone bietet mit ihren nesselnden Tentakeln Schutz vor Fressfeinden. Der Clownfisch ist gegen das Nesselgift immun – seine Körperschleimschicht enthält eine spezielle biochemische Zusammensetzung, die das Auslösen der Nesselzellen verhindert. Im Gegenzug profitiert die Anemone von den Stoffwechselausscheidungen des Fisches, die als Dünger wirken. Außerdem belüftet der Clownfisch durch seine Schwimmbewegungen das Gewebe der Anemone und vertreibt Fressfeinde wie Falterfische, die an den Tentakeln fressen.
Fortpflanzung & Aufzucht
Alle Clownfische sind protandrische Hermaphroditen – sie werden zunächst als Männchen geschlechtsreif und können sich bei Bedarf irreversibel in Weibchen umwandeln. Stirbt das dominante Weibchen einer Gruppe, vollzieht das ranghöchste Männchen innerhalb weniger Wochen einen Geschlechtswechsel und übernimmt die weibliche Rolle. Das nächste Tier in der Hierarchie reift daraufhin zum funktionellen Männchen heran.
Die Fortpflanzung findet ganzjährig statt, bevorzugt bei steigenden Wassertemperaturen und in Korrelation mit dem Mondzyklus. Vor der Eiablage reinigt das Paar eine glatte Substratfläche in unmittelbarer Nähe der Wirtsanemone. Das Weibchen legt dort zwischen 100 und 1.000 Eier ab, die vom Männchen umgehend befruchtet werden. Die Brutpflege obliegt hauptsächlich dem Männchen: Es befächelt das Gelege zur Sauerstoffversorgung, entfernt unbefruchtete oder verpilzte Eier und verteidigt das Gelege gegen Fressfeinde.
Nach