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Demoiselle

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Tierart – Fische > Meerwasserfische – Aquarium

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Chrysiptera spp., Dascyllus spp., Pomacentrus spp. u. a. (Sammelbezeichnung für verschiedene Gattungen)
  • Ordnung: Barschartige (Perciformes)
  • Familie: Riffbarsche (Pomacentridae)
  • Lebensraum: Tropische und subtropische Korallenriffe, Lagunen, Felsriffe
  • Größe: 4–10 cm je nach Art
  • Gewicht: 2–20 g
  • Lebenserwartung: 5–15 Jahre (in Aquarienhaltung bis 20 Jahre möglich)

Aussehen & Merkmale

Unter dem Trivialnamen „Demoiselle" werden zahlreiche kleine bis mittelgroße Vertreter der Familie Pomacentridae zusammengefasst. Zu den bekanntesten Gattungen zählen Chrysiptera, Pomacentrus, Dascyllus und Stegastes. Der Körperbau ist hochrückig, seitlich abgeflacht und kompakt. Die Schuppen sind relativ groß, ktenoider Bauart und sitzen fest in der Haut verankert. Viele Arten zeigen eine auffällige Färbung: Kobaltblau, leuchtendes Gelb, Neongrün oder kontrastreiche Schwarz-Weiß-Muster treten häufig auf.

Die Rückenflosse ist durchgehend und besteht aus einem vorderen hartstraligen sowie einem hinteren weichstraligen Abschnitt. Die Brustflossen sind transparent bis leicht getönt, die Schwanzflosse ist gegabelt oder abgerundet – je nach Gattung. Das Maul ist klein und endständig, mit feinen, konischen Zähnen besetzt. Bei einigen Arten, etwa der Gelbschwanz-Demoiselle (Chrysiptera parasema), zeigt sich ein deutlicher Farbkontrast zwischen einem blauen Körper und einer leuchtend gelben Schwanzflosse. Die Dreipunkt-Demoiselle (Dascyllus trimaculatus) trägt namensgebend drei weiße Flecken auf dunklem Grund.

Lebensraum & Verbreitung

Demoisellen besiedeln ein enormes Verbreitungsgebiet, das sich über den gesamten tropischen Indopazifik erstreckt – vom Roten Meer über den Indischen Ozean bis zu den Inseln des westlichen und zentralen Pazifik. Einzelne Arten kommen auch in der Karibik und im tropischen Ostatlantik vor.

Das bevorzugte Habitat sind flache Korallenriffe in Tiefen zwischen 1 und 30 Metern. Viele Arten halten sich eng an verzweigte Steinkorallen der Gattungen Acropora oder Pocillopora, die ihnen sowohl Schutz vor Prädatoren als auch Strömungsschatten bieten. Andere Arten bevorzugen Felsriffe, Geröllzonen oder Seegraswiesen. In Lagunen und an Riffaußenkanten kommen sie ebenfalls vor. Die enge Bindung an bestimmte Korallenstrukturen macht deutlich, wie stark Demoisellen von intakten Riffbiotopen abhängig sind.

Ernährung

Die Ernährung variiert je nach Art. Viele Demoisellen sind Allesfresser (Omnivoren), die sowohl tierisches als auch pflanzliches Plankton aufnehmen. Zooplankton – vor allem Copepoden, Amphipoden und Larven verschiedener Wirbelloser – bildet bei den meisten Arten die Hauptnahrung. Einige Spezies der Gattung Stegastes betreiben eine Form der Algenkultivierung: Sie verteidigen kleine Areale auf dem Riffsubstrat, in denen sie bevorzugte Algenarten wachsen lassen und unerwünschte Algen sowie Eindringlinge aktiv entfernen.

Im Aquarium akzeptieren Demoisellen in der Regel Frost- und Trockenfutter ohne Probleme. Artemia, Mysis, feines Flockenfutter und Granulat werden angenommen. Eine abwechslungsreiche Fütterung mit gelegentlicher Zugabe von Spirulina oder Nori-Algenblättern unterstützt die Vitalität und Farbintensität.

Verhalten & Lebensweise

Demoisellen sind tagaktive Fische, die den Großteil des Tages über dem Riff nach Plankton jagen oder ihr Revier verteidigen. Trotz ihrer geringen Größe gehören sie zu den aggressivsten Riffbewohnern. Viele Arten zeigen ein ausgeprägtes Territorialverhalten und vertreiben selbst deutlich größere Fische aus ihrem Einzugsbereich. Besonders Stegastes-Arten sind für ihre Bissigkeit bekannt – Taucher berichten regelmäßig von Angriffen auf Finger und Masken.

Im Aquarium kann dieses Revierverhalten problematisch werden. Demoisellen sollten daher entweder in ausreichend großen Becken mit vielen Versteckmöglichkeiten oder in Gruppen gehalten werden, um die Aggression auf mehrere Individuen zu verteilen. Arten der Gattung Dascyllus leben häufig in kleinen Gruppen innerhalb einer einzelnen Korallenkolonie und zeigen eine klare Hierarchie. Bei Gefahr ziehen sich alle Gruppenmitglieder synchron in die Korallenäste zurück.

Gegenüber Artgenossen kommt es zu Rangordnungskämpfen, bei denen die Tiere ihre Flossen aufspreizen, die Körperfärbung intensivieren und sich seitlich dem Kontrahenten präsentieren.

Fortpflanzung & Aufzucht

Demoisellen sind Substratlaicher. Während der Balz führt das Männchen auffällige Schwimmbewegungen aus – sogenannte „Signalsprünge" – bei denen es steil aufsteigt und sich wieder fallen lässt, um Weibchen zum Laichplatz zu locken. Die Eier werden auf zuvor vom Männchen gesäuberten Flächen abgelegt, meist auf abgestorbenem Korallengestein, Muschelschalen oder Fels.

Das Männchen übernimmt die vollständige Brutpflege. Es befächelt die Eier mit den Brustflossen, um eine gleichmäßige Sauerstoffversorgung sicherzustellen, und entfernt unbefruchtete oder verpilzte Eier. Die Inkubationszeit beträgt je nach Wassertemperatur drei bis sieben Tage. Die Larven schlüp