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Corydoras

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Tierart – Fische > Süßwasserfische – Aquarium

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Corydoras Lacépède, 1803
  • Ordnung: Welsartige (Siluriformes)
  • Familie: Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae)
  • Unterfamilie: Corydoradinae
  • Artenzahl: über 170 beschriebene Arten, zahlreiche weitere unbeschrieben (C-Nummern)
  • Lebensraum: Süßgewässer Südamerikas – Flüsse, Bäche, überflutete Waldflächen, stehende Gewässer
  • Größe: je nach Art 2,5 bis 12 cm (Standardlänge)
  • Gewicht: wenige Gramm, artabhängig bis ca. 15 g
  • Lebenserwartung: 5–15 Jahre bei guter Haltung, einzelne Arten auch über 20 Jahre

Aussehen & Merkmale

Corydoras-Arten besitzen den für Panzerwelse typischen Körperbau: einen gedrungenen, seitlich leicht abgeflachten Rumpf mit gewölbtem Rücken und flacher Bauchseite. Anstelle herkömmlicher Schuppen ist der Körper von zwei Reihen überlappender Knochenplatten bedeckt, die als Seitenplatten oder Skuten bezeichnet werden und einen wirksamen Schutz gegen Fressfeinde bilden. Diese Platten verleihen der Gattung ihren deutschen Trivialnamen „Panzerwelse".

Am Maul befinden sich ein bis zwei Paare kurzer, kräftiger Barteln, die als taktile Sinnesorgane dienen und dem Aufspüren von Nahrung auf dem Gewässergrund dienen. Die Augen sind relativ groß und seitlich am Kopf angesetzt, was dem Gesicht einen charakteristischen, rundlichen Ausdruck verleiht. Die Rückenflosse trägt an ihrem vorderen Rand einen starken, teils gezähnten Hartstrahl, der bei unsachgemäßem Hantieren Verletzungen verursachen kann. Gleiches gilt für die Brustflossenstacheln.

Die Färbung variiert stark zwischen den Arten. Corydoras paleatus (Marmorierter Panzerwels) zeigt ein dunkel geflecktes Muster auf graugrünem Grund, Corydoras aeneus (Metallpanzerwels) glänzt bronze- bis kupferfarben, während Corydoras panda durch seine schwarze Augenmaske und schwarze Flecken auf Rücken- und Schwanzflosse auffällt. Einige Arten betreiben Mimikry und ähneln giftigen oder wehrhaften Vertretern anderer Gattungen.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Gattung Corydoras erstreckt sich über weite Teile des tropischen und subtropischen Südamerika – von Trinidad und der Nordküste Venezuelas über das gesamte Amazonasbecken, das Orinoco-Einzugsgebiet, das Paraná-System bis nach Nordargentinien und Uruguay. Die einzelnen Arten besiedeln dabei sehr unterschiedliche Habitate: langsam fließende Bäche mit sandigem oder schlammigem Grund, saisonale Überschwemmungsflächen (Várzea und Igapó), kleine Waldtümpel und ruhige Uferbereiche größerer Flüsse.

Das Substrat spielt für Corydoras eine zentrale Rolle, da die Tiere den Großteil ihres Lebens am Gewässerboden verbringen. Weicher Sand ist als Bodengrund ideal, weil er die empfindlichen Barteln nicht beschädigt. Viele Arten bevorzugen Biotope mit Falllaub, Wurzeln und dichter Ufervegetation, die ihnen Deckung bieten. Die Wasserparameter variieren je nach Herkunftsgebiet: Manche Arten leben in sehr weichem, saurem Schwarzwasser (pH 5,0–6,5), andere in härterem, neutralem bis leicht alkalischem Wasser.

Ernährung

Corydoras sind omnivor mit einer Tendenz zur Aufnahme tierischer Kost. In der Natur durchsuchen sie den Bodengrund systematisch nach Nahrung: Insektenlarven, Würmer, Kleinkrebse, Detritus und pflanzliche Bestandteile werden aufgenommen, indem die Fische mit ihren Barteln das Substrat abtasten und Nahrungspartikel einsaugen. Diese Art der Nahrungssuche wird als „Gründeln" bezeichnet.

Im Aquarium nehmen Panzerwelse handelsübliches Futter wie sinkende Tabletten, Granulatfutter, Frost- und Lebendfutter (Artemia, Tubifex, Mückenlarven, Daphnien) bereitwillig an. Eine abwechslungsreiche Ernährung fördert Gesundheit und Fortpflanzungsbereitschaft. Entgegen einer verbreiteten Annahme sind Corydoras keine reinen „Resteverwerter" – sie benötigen gezielt hochwertiges Futter und können ein Becken nicht allein durch das Aufsammeln von Futterresten sauber halten.

Verhalten & Lebensweise

Corydoras sind ausgeprägte Schwarmfische. In der Natur leben sie in Gruppen von mehreren Dutzend bis zu mehreren Hundert Individuen, häufig in gemischten Gruppen verschiedener Corydoras-Arten. Im Aquarium sollten sie stets in Gruppen von mindestens sechs Tieren derselben Art gepflegt werden; größere Gruppen zeigen ein deutlich aktiveres und natürlicheres Sozialverhalten.

Die Aktivitätsmuster sind artabhängig, viele Vertreter sind dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber ruhen sie oft dicht beieinander in geschützten Bereichen zwischen Pflanzen, Wurzeln oder unter Steinen. In den Abendstunden und bei gedämpftem Licht werden sie aktiver und durchsuchen den Boden des Biotops nach Nahrung.

Eine physiologische Besonderheit ist die Fähigkeit zur Darmatmung: Corydoras können atmosphärische Luft an der Wasseroberfläche aufnehmen und Sauerstoff über den stark durchbluteten hinteren Darmabschnitt resorbieren. Gelegentliches Aufsteigen zur Oberfläche ist daher normales Verhalten und kein Zeichen von Sauerstoffmangel – häufiges, hektisches Luftschnappen hingegen schon.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Fortpflanzung von Corydoras folgt einem für die Gattung typischen Muster. Die Balz wird häufig durch einen Wasserwech