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Dukatenfalter

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Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Lycaena virgaureae
  • Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
  • Familie: Bläulinge (Lycaenidae)
  • Unterfamilie: Feuerfalter (Lycaeninae)
  • Gattung: Lycaena
  • Lebensraum: Blütenreiche Wiesen, Waldlichtungen, Magerrasen, Bergwiesen
  • Flügelspannweite: 30–40 mm
  • Gewicht: ca. 0,1–0,3 g
  • Lebenserwartung: Imagines ca. 2–4 Wochen; gesamter Lebenszyklus etwa ein Jahr

Aussehen & Merkmale

Der Dukatenfalter gehört zu den auffälligsten Vertretern der Feuerfalter in Mitteleuropa. Seinen deutschen Namen verdankt er der leuchtend orangegoldenen Färbung der Flügeloberseiten beim Männchen, die an eine frisch geprägte Dukatenmünze erinnert. Die Oberseite der Vorderflügel ist bei den Männchen nahezu einheitlich kupfrig-orange mit einem schmalen schwarzen Rand und einem feinen dunklen Diskalfleck. Die Hinterflügel tragen ebenfalls die goldene Grundfarbe, zeigen aber am Außenrand eine Reihe kleiner schwarzer Punkte.

Weibchen sind weniger intensiv gefärbt. Ihre Flügeloberseiten zeigen ein gedämpfteres Orange mit deutlich mehr schwarzen Flecken und Zeichnungselementen, die über die gesamte Flügelfläche verteilt sind. Dieser Geschlechtsdimorphismus erlaubt eine sichere Bestimmung im Feld. Die Flügelunterseiten beider Geschlechter sind heller, gelblich-orange an den Vorderflügeln und grünlich-grau an den Hinterflügeln, durchsetzt mit kleinen weißen, schwarz gerandeten Flecken. Diese weiße Fleckenreihe auf der Hinterflügelunterseite ist ein gutes Unterscheidungsmerkmal gegenüber verwandten Arten wie dem Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) oder dem Braunen Feuerfalter (Lycaena tityrus).

Der Körper ist relativ zierlich gebaut, dunkelbraun behaart und mit großen Facettenaugen sowie fadenförmigen, am Ende leicht gekeulten Fühlern ausgestattet. Die Beine sind dünn und wie bei allen Bläulingen voll funktionsfähig – alle drei Beinpaare werden zum Laufen genutzt.

Lebensraum & Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Dukatenfalters erstreckt sich von Westeuropa über Mittel- und Nordeuropa bis nach Zentralasien und in die Mongolei. In Skandinavien reicht das Areal bis nach Mittelnorwegen und -schweden. In Südeuropa beschränkt sich das Vorkommen auf höhere Lagen der Gebirgszüge. Auf den Britischen Inseln fehlt die Art vollständig.

Typische Habitate sind extensiv genutzte, blütenreiche Wiesen, Waldränder, Lichtungen, Bergwiesen und Magerrasen in Höhenlagen zwischen 200 und 2.000 Metern. Der Falter bevorzugt Biotope mit einem reichhaltigen Angebot an Nektarpflanzen und einem gewissen Feuchtigkeitsgrad im Boden, da seine Raupen auf bestimmte Pflanzenarten angewiesen sind. In Mitteleuropa ist er sowohl in der planaren als auch in der montanen Stufe anzutreffen, wobei die höchsten Populationsdichten in halboffenen Landschaften erreicht werden.

Ernährung

Erwachsene Dukatenfalter ernähren sich ausschließlich von Nektar. Zu den bevorzugten Nektarpflanzen zählen Schafgarbe (Achillea), Thymian (Thymus), Disteln (Cirsium, Carduus), Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) und Dost (Origanum vulgare). Die Falter saugen mit ihrem aufrollbaren Rüssel den Nektar aus den Blüten und tragen dabei zur Bestäubung bei.

Die Raupen des Dukatenfalters sind oligophag und ernähren sich vorwiegend von verschiedenen Ampfer-Arten (Rumex). Besonders häufig werden Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella) und Wiesen-Sauerampfer (Rumex acetosa) als Futterpflanzen genutzt. Die Raupen fressen nachts an den Blättern und ruhen tagsüber versteckt in der bodennahen Vegetation.

Verhalten & Lebensweise

Der Dukatenfalter ist tagaktiv und fliegt in einer Generation pro Jahr (univoltin) von Juni bis August, wobei die genaue Flugzeit je nach Höhenlage und klimatischen Bedingungen variiert. In tiefen Lagen beginnt die Flugzeit bereits Ende Mai, in montanen Regionen kann sie sich bis in den September ziehen.

Männchen zeigen ein ausgeprägtes Revierverhalten. Sie besetzen sonnige, leicht erhöhte Sitzwarten – etwa auf Blütenständen oder Grashalmen – und verteidigen diese gegen Artgenossen und andere Schmetterlinge durch kurze, schnelle Verfolgungsflüge. Dieses Patrouillenverhalten dient gleichzeitig der Partnersuche: Vorbeifliegende Weibchen werden im Flug abgefangen und zur Paarung umworben. Der Flug des Dukatenfalters ist schnell und wendig, bei Sonnenschein häufig mit kurzen Gleitphasen durchsetzt.

Bei bewölktem Himmel oder niedrigen Temperaturen sitzen die Falter mit ausgebreiteten Flügeln auf der Vegetation und nutzen die Sonnenwärme zur Thermoregulation – ein Verhalten, das als Dorsalbasken bezeichnet wird.

Fortpflanzung & Aufzucht

Die Balz findet im Sommer statt. Nach der Paarung legt das Weibchen einzelne, weiße, abgeflachte Eier an den Stängeln oder Blattunterseiten der Raupenfutterpflanzen ab, bevorzugt an Ampfer-Arten. Die Eier überwintern und die Raupen schlüpfen erst im folgenden Frühjahr, meist im April.

Die Raupen sind grün gefärbt mit einer feinen gelblichen Seitenlinie und leben gut getarnt an ihren Futterpflanzen. Sie durchlaufen mehrere Larvenstadien und verpuppen sich nach einigen Wochen bodennah in einer bräunlichen Gürtelpuppe. Die Pup